12. Jänner


Lira, Dinars, Drachme oder der Euro kommt…

Wer von euch kennt sie noch, diese alten Banknoten? Die Lira, der Drachme und die D-Mark wurden durch den Euro abgelöst und der Jugoslawische Dinar 2003 durch den Serbischen Dinar ersetzt. Die hier nicht abgebildete Türkische Lira wurde 2006 durch die neue türkische Lira abgelöst.
Italienische Lira               Griechische Drachme        Jugoslawischer Dinar

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Diese Gedanken habe ich im Jahre 2001 wegen der Euro-Einführung aufgeschrieben…

Gerne denke ich an unsere Ferienreisen in den achtziger Jahren zurück. Eine vierwöchige Ferienreise mit Auto und Zelt über Italien und Jugoslawien nach Nordgriechenland und der Abstecher nach Istanbul erforderte damals eine genaue finanzielle Planung. Wie viele Lira und Dinars brauchen wir für die Hin- und Rückreise, wie viele Drachmen benötigen wir für die Zeltferien in Nordgriechenland und wie viele türkische Pfund für den Kurztrip nach Istanbul? Wenn wir allenfalls über Bulgarien heimfahren wollen, dann müssten wir ja auch noch Lewas beschaffen. Alles Fragen, die für den Devisenkauf wichtig waren. Dass diese Planung eine grosse Freude auf die bevorstehende Ferienreise auslöste, war ein angenehmer Nebeneffekt.

Für unsere Franken gab es damals eine Unmenge fremder Noten. Quasi als armer „Schlucker“ betrat man die Bank und verliess diese mit unendlich vielen fremdländischen Banknoten als fast „reicher“ Mann. Zu jener Zeit war der Mehrwert dieser Währungen gross, weil das Preisniveau in diesen Ländern wesentlich tiefer lag als bei uns. In wenigen Wochen wird der Euro in der Europäischen Union Einzug halten. Zu Ende geht nun leider die Zeit mit den verschiedenen europäischen Währungen. Sicher ein Fortschritt für die Wirtschaft Europas! Aber ein paar “Farbtupfer” in unserer vielfältigen Welt gehen wieder verloren. Ich werde diese Farbtupfer vermissen. Ernst Blumenstein, 2001

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13 Antworten zu 12. Jänner

  1. M. schreibt:

    Lieber Ernst, ich vermisse sie schon von Anfang an.
    Mensch, wie war man stolz, wenn man in der Bank am Schalter sein Geld umtauschen konnte und somit JEDER erfahren konnte: Aaaaah, die fahren ins Ausland!
    Es wurde uns schon so vieles genommen und es wird noch lange nicht das letzte sein.
    Liebe und farbenfrohe Grüße zu dir. Mandy

    • Ernst schreibt:

      Danke, Mandy, für deine Meinung. Es ist leider schon so, dass der Fortschritt nicht nur Vorteile hat, er bringt meiner Meinung nach auch Nachteile. Eben, wo Licht (Prosperität in der Wirtschaft) ist, ist auch Schatten (z.B. manchmal Lebensqualität). Liebe Grüsse und trag Sorge zu Dir. Ernst

  2. ute42 schreibt:

    Na ja, es hat auch Vorteile. Die vielen Devisen, die dann zu Hause rumlagen, weil man ja das Land doch nochmals besucht und sie dann aber zu Hause vergaß 🙂 Die Umrechnerei fällt auch weg.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ja, klar, ich habe erwähnt, es hat Vor-und Nachteile hat, sicher, deine Erwägungen sind sicher auch richtig, aber eben, es ist bei mir noch Nostalgie dabei und irgendwie waren die fremden Währungen bei mir immer auch noch Teil meiner Ferien. Liebe Grüsse an Dich.

  3. Anna-Lena schreibt:

    Ich erinnere mich gut, lieber Ernst. Irgendwo habe ich sicher noch Lira, Pesetas, jug. Dinars, Drachmen… nur so zur Erinnerung 🙂

    • Ernst schreibt:

      Schön, wie Erinnerungen über Grenzen hinweg sofort wieder da sind, liebe Anna-Lena. Das „Zeug“ liegt bei mir auch noch in einem Regalkorpus rum, vom Hartgeld verschiedenster Provenienzen ganz zu schweigen. Was ist nicht alles meiner Sammelleidenschaft zum Opfer gefallen:
      – hunderte von Ein-und Zweiräpplern, nach Jahrgängen aufbewahrt
      – Silbermünzen, Gedenkmünzen, Goldvrenelis, meine Enkel wirds freuen
      – Kulturzeitschrift DU, alte Karten, Briefmarken, Antiquitäten, etc. etc. …

  4. Dori schreibt:

    Lieber Ernst,
    ich hatte immer Probleme mit dem Umrechnen, ich habe dies nie gut „auf die Reihe“ bekommen. Aber ich fand das toll, dass unsere Deutsche Mark so viel wert war und ich dafür so viel kaufen konnte.
    Ein schönes Wochenende für Dich von Dori 🙂

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ja, liebe Dori, Du warst sicher nicht die Einzige, die mit dem Umrechnen manchmal haderte, ich nehme mich da nicht aus. Die Mark, ja, die war vor dem Euro stark. Weisst Du, unser Franken ist gegenüber den anderen Währungen so stark, aber für uns selber ist er nicht mehr viel wert, Wir kriegen für den Stutz (Franken) beim Einkaufen wenig, das heisst alles ist zu teuer! Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, Dori, und machs guet. Ernst.

  5. paleica schreibt:

    ich hänge immer noch irgendwie am schilling, aber dass ich umrechne oder so passiert eigentlich nicht mehr. kann man ja auch gar nicht mehr, wenn man nicht inflation und alles berücksichtigt. rein praktisch finde ich den euro schon sehr angenehm, aber mit dem farbtupfer hast du sicher recht. aber irgendwo müssen halt schritte eingeleitet werden, die ein gewisses gemeinschaftsgefühl auslösen…

  6. Gedankenkruemel schreibt:

    Lieber Ernst,
    wir haben ja keinen EURO, sondern immer noch die
    Schwedischen Kronen. Wir sind zwar in der EU aber nicht
    in der Monetären Union.

    Ich habe noch viele Währungen hier liegen, von vielen Reisen
    teils weil man immer dachte man besucht das Land/die Länder
    wieder was ich auch oft wieder getan habe. Aber die Valuta
    hatte sich dann in der Zwischenzeit geändert in dem betreffenden Land.

    Ich bringe es nicht übers Herz sie wegzuwerfen, weil viele schöne
    und spannende Erinnerungen damit verbunden sind.

    Liebe Grüsse, Elke

    • ernstblumenstein schreibt:

      Liebe Elke,
      Ihr habt ja auch noch die Kronor, habe ich glatt vergessen. Wir in der Schweiz nehmen Schweden eigentlich nicht als Euro-Land wahr, weil man von euch nichts hört. Jetzt ist es mir klar, die Zeitungen sind seit Monaten voll wegen dem Euro und den Schuldenstaaten. Dazu gehört ihr nicht. Mir geht es wie Dir, es liegt noch viel Münz von Währungen herum, das wichtigste sind jedoch die Erinnerungen, die sie ausstrahlen. Liebe Grüsse und mach es Guet. Ernst

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