5. Februar


Noch hält uns der Winter fest im Griff. Meldungen wie minus 27 Grad am Ofenpass oder minus 23 Grad in der Nähe von Zürich sind im Moment in den Medien sehr präsent. Nachdem sich mein Photoarchiv langsam mit alten, eigenen Bildern füllt, bin ich in der Lage, euch unseren Bach oberhalb des Dorfes im Winter 1999 zu zeigen.

Ja, liebe Bloggerinnen, ich kann es mit euren Fotokünsten natürlich nicht aufnehmen, ich bin aber trotzdem stolz auf mich.

Unser Bach im Winter 1999, im Wald oberhalb des Dorfes…

image

image

imageimage

Fotos Ernst Blumenstein

Vogel des Jahres in der Schweiz ist der Zaunkönig.

Ein kleiner Casanova ! Casanova deshalb, weil er sich in einer Brutsaison mit bis zu 5 Weibchen paart. Und stimmgewaltig ist der Winzling auch, er tönt manchmal wie ein Presslufthammer. Er zwitschert mit bis zu 90 Dezibel Lautstärke aus Hecken oder Büschen. Er lebt im artenreichen Wald mit viel Unterholz und Totholz, ist aber auch in reich strukturierten Gärten zu hause.

Der Zaunkönig wohnt auch seit vielen Jahren in unserem grossen Garten und zieht jedes Jahr Junge auf. Er jagt nach verschiedenen Insektenarten, pickt auch Samen von Pflanzen. 

imageimageimage

Foto Wikipedia, Quelle Urheber S. Kübelbeck und  T. Kübelbeck

Er ist nur 9 cm gross, etwa 9 Gramm schwer und baut kugelförmige Nester. Er ist immer in Bewegung und nach den beiden Goldhähnchen der kleinste Vogel Europas.

Auch am Futterbrett der Vögel tut sich was !

Der Bergfink, auch Nordfink genannt, ist ein Singvogel aus der Unterfamilie der Edelfinken. Er hat ein ausgeprägtes Zugverhalten und fliegt regelmässig aus seinem Verbreitungsgebiet Skandinavien im Winterhalbjahr nach Mitteleuropa.

Im Moment ist er im schweizerischen Jura und in Baden-Würtemburg massenhaft anzutreffen, aber auch bei mir am Futterbrett.

 imageimageimage

aber den Buchfink kennen wir alle am besten !

imageimage

Auch der Grünfink, auch Grünling genannt, stammt aus der gleichen Familie wie der Buch- oder Bergfink. Der grösste Teil der Grünfinken sind Standvögel, also das ganze Jahr anzutreffen. Sie sind jetzt zahlreich am Futterbrett anzutreffen.

imageimage

Somit beende ich die kleine Singvogelkunde. Ich wünsche Euch schöne Beobachtungen und einen guten Wochenanfang. Machts guet.

Dieser Beitrag wurde unter Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu 5. Februar

  1. ute42 schreibt:

    Toll fotografiert, dein Winterbach. Sehr schöne Bilder. Danke auch für die Vogelkunde 🙂

  2. Die Wasserfrau schreibt:

    Guten Abend Ernst

    Das sind erstaunliche Eisbilder, hoffentlich wird es nicht mehr gar so kalt heuer. Allerdings habe ich gesehen dass am Bahnhof Zürich das Wassere des Brunnens auch schon gefroren ist.

    Da tummeln sich ja viele verschiedene Vögel auf eurem Futterbrett, bei uns sind es vor allem Spatzen und Meisen.
    Eine schöne Woche und liebe Grüsse
    Elfe

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ich kenne dich ja noch nicht so gut, liebe Elfe, aber das wird noch
      werden, hoff ich. Noch liegt die Kälte in Mitteleuropa, Samedan
      hat heute Nacht – 35 Grad gemessen. Aber das Oberengadin ist
      ja bekanntlich ein Kältetrog. Weisst Du, die Ornithologie ist ein
      Hobby von mir, deshalb öfters bei mir präsent. Ich wünsche Dir
      eine gute Zeit. Machs guet. Ernst.

  3. Anna-Lena schreibt:

    Du bist ein wahrer Naturbursche, lieber Ernst .-)
    Die Bilder des Baches sind fantastisch und lassen spontan an eine Eiszeit denken 😯
    Das Vogelgezwitscher vermisse ich im Moment. Bei der Kälte lassen sich die Vögel in unserem Garten nur kurz sehen, um nach Futter zu suchen.
    Mögen sie die Kälte unbeschadet überstehen und wachsen und sich mehren…

    Liebe Montagmorgengrüße
    Anna-Lena

    • ernstblumenstein schreibt:

      Jo, aber nur ein bisschen. Die Bilder liegen halt wie die Eiszeit
      schon lange zurück. Zaunkönige und Schleiereulen werden durch
      die jetztige Kälteperiode in ihren Beständen arg dezimiert. Leider.

  4. AnnaFelicitas schreibt:

    Wunderschön sind deine Bilder, lieber Ernst, denn sie verfügen über einen ganz eigenen Charme, der mir äußerst gut gefällt!

    Danke auch für die interessanten Hintergrundinformationen.

    Zaunkönige bewundere ich ob ihres Mutes. So klein sie auch immer sein mögen, in ihnen schlägt das Herz eines Löwen!

    Alles Liebe
    Anna

  5. katerchen schreibt:

    der Bach durch den Frost zum STILLSTAND gebracht..kein Murmeln mehr..STILLE..
    Der Zaunkönig..den habe ich hier auch am Futterhaus ..den Bergfink habe ich in diesem Jahr noch nicht als Gast gesehen..aber sonst ALLES da
    LG vom katerchen

  6. Ernst schreibt:

    Du hast die Situation am Bach schön formuliert, Stille, die
    brauchen wir Menschen auch immer wieder. Die Bergfinken
    sind auch bei mir erst vor 2 Tagen erstmals aufgetaucht,
    obwohl an anderen Orten Masseneinflüge stattfanden.
    Grüsse in den Norden, machs guet. Ernst.

  7. Waldameise schreibt:

    Lieber Ernst,

    deine Singvogelkunde ist ganz zauberhaft. Von den Bergfinden hab ich vor kurzem gehört, dass Millionen davon die Gegend um Heidenheim herum belagern. Sie hätten keine Lust weiterzuziehen, da es so mild in Deutschland ist. Aber das war vor der Kältewelle. Ich hoffe, sie konnten noch rechtzeitig flüchten.
    Deine Eisgebilde-Fotos oberhalb eures Dorfes könnten aktuell sein. Sie sehen gigantisch aus.

    Ein schönen, gemütlichen Abend wünscht dir
    die Waldameise

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ja, die Bergfinken sind in Massen in Süddeutschland und im Schweizer Jura. Sie bleiben aber auch jetzt bei der Kältewelle, wenn sie genügend
      Nahrung (Bucheckern) finden. Damit Sie diese finden, darf es keinen
      Schnee haben. Zu den Eisgebilden, weisst Du, es ist ja nur ein kleiner
      Dorfbach. Machs guet.

  8. Träumerle Kerstin schreibt:

    Boah ist das ein Eisberg! Toll, dass Du dieses Foto noch hervor gekramt hast, um es uns zu zeigen. Mittlerweile gibt es überall in den Blogs Eisfotos zu sehen. Ich hoffe, nicht mehr lange.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ich hoffe auch. Ich jedenfalls werde jetzt keine mehr zeigen. Ich spare
      sie mir bis nächsten Winter auf, liebe Kerstin, vielleicht wird dieser ja dann gar nie richtig kalt und dann kann ich sie wieder gut gebrauchen. Liebe
      Grüsse und machs guet. Ernst.

  9. minibares schreibt:

    Boah, lieber Ernst,
    das sind großartige Fotos von dem kleinen Bach, der hier ein ganz Besonderer ist. Wahnsinn, die Eismassen!
    Bravo zu deinen eigenen Fotos ♥

  10. syntaxia schreibt:

    Feine Eisbilder! Ich sah solche am Montag auf dem Weg zu einem Hausbesuch in den Schwarzwald. Das Eis klebt an den Felsen, Wasser im freien Fall erfroren!
    Vor 3 Wochen etwa war ich im Elsass unterwegs und sah die ersten Störche. Oh, denen wird es jetzt aber kalt sein. 😦

    ..grüßt syntaxia

  11. ernstblumenstein schreibt:

    Du warst im Schwarzwald und im Elsass, oh, ich liebe diese wunderbaren Gegenden mit tollen Menschen und intakter Natur. Zu den Störchen im
    Elsass: Ich vermute, dass es Vögel von einer Zuchtstation waren, die
    durchgefüttert werden und deshalb dableiben. Aber ich kenne die Details
    nicht. Zu kalt ist es aber den Störchen sicher ! Du musst nicht traurig sein,
    liebe syntaxia. Machs guet. Ernst

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s