25. Hornung


Sankt Walburga

Walpurga gilt als die Tochter von Richard von Wessex und wird von den meisten Quellen als eine Nichte des heiligen Bonifatius angesehen.

Bauernregel : Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt.

Somit berichte ich zum letzten Mal über unsere Vögel im Winter- halbjahr. Für die Greifvögel war vor allem die Kälteperiode im Februar eine harte Zeit!

Mäusebussard Weil es diesen Winter vielfach wenig oder gar keine Mäuse zum erbeuten gab, musste er sich auch mit Singvögeln wie Spatzen (Sperlinge) oder mit Amseln begnügen. Vielfach jagen Bussarde entlang der Autobahnen, weil sie dort gute Beute machen können.

Mäusebussardweibchen                       Mäusebussard Altvogel
mit Beute in den Fängen                       im Fluge           

imageimage
Foto R. Kistowski                               Foto Andreas Trepte.de www.photo-natur.de

Turmfalke Turmfalken können wir während der Winterzeit öfters  beobachten. Ihre Hauptbeutetiere sind verschiedene Mäusearten. Da die Jagd nach Mäusen während den Kälteperioden schwierig ist, jagen sie anstelle der normalen Ansitzjagd öfters mit der Rüttel-flugtechnik. Sie sind mit dieser Methode viel erfolgreicher. Aber diese Jagdtechnik verlangt von den Vögeln viel Kraft. Die Falken jagen in der Not auch Singvögel, um zu überleben.

Turmfalke, normale Ansitzjagd    Turmfalke mit Rüttelflugjagd
imageimage

Foto Wikimedia commons, eig. Werk Se90     Foto R. Kistowski

Turmfalken suchen auch die Urinspuren der Mäuse auf dem Feld, denn Urin erzeugt UV-Licht und dies können die Falken und andere Greifvögel auch bei geschlossener Schneedecke sehen. 

Rotkehlchen sind Kurzstreckenzieher, Durchzügler und Wintergäste. Besonders im Winterhalbjahr ist es immer zu sehen und als einzige Vogelart auch zu hören. Der feine Reviergesang beim Eindunkeln oder am frühen Morgen erfreut jeden Hobby-Ornithologen. Jetzt wird das Rotkehlchen dann im lauten Stimmen- gewirr der Vogelgesänge kaum mehr zu hören sein und es ver- schwindet auch fast ganz von der Bildfläche des Sommerhalbjahres.

Das Rotkehlchen im Winter           und im Sommer
imageimage

Foto wikimedia commons           Foto Andreas Trepte.de, www.photo-natur.de

Die Frühlingsvorboten – die Stare sind da!

Stare ziehen bis nach Nordwestafrika ins Winterquartier, überwintern aber auch im Mittelmeerraum. Kaum wird es wieder wärmer, kehren die ersten im metallisch glänzenden, farbigen Prachtkleid aus Afrika zurück. Uebrigens, letztes Jahr waren sie 9 Tage früher da. Da hat wohl die Kälte über Europa in den ersten 13 Februartagen eine Rolle gespielt.
Ein Starentrupp                            Ein singender Star
imageimage

Foto M. Szczepanek Wikipedia             Foto M. Graf Wikipedia

Stare sind grossartige Stimmen-Imitatoren und können andere Vogelstimmen und Tiere nachahmen. Sie schnalzen, pfeifen, zischeln und rätscheln und machen sogar Geräusche von Rasenmähern und Klingeltöne von Mobiltelefonen nach.

Der Frühling kommt!
Trotz noch kalten Nächten hat die Sonne bereits sehr viel Kraft. Wir haben gesterrn nachmittag bei 16 Grad um unser Haus und im Garten Arbeiten durchgeführt. Fängt man einmal an, „springt einem immer mehr Arbeit an den Kopf“; es muss zurück geschnitten werden, hinten dieses, vorne jenes, überall ruft die Arbeit. Die ersten richtigen Gartenarbeiten werden wir in 2 Wochen starten, sofern der Boden bis dann genügend abgetrocknet und erwärmt ist. Die Kefen sollten möglichst in der ersten Hälfte des Märzes gesteckt werden. On verra.

Weil der Frühling mit Riesenschritten kommt, zeige ich euch hier nochmals letzte Bilder von unserem Winter, der uns im Februar mit Schnee- und Eis förmlich ein- und manchmal fast überdeckte. Die Bilder stammen wie meistens nicht von mir.

Steinbruch mit Eisbart               Bettmeralp: Wo ist der Eingang?

imageimage

  Foto K. Born, Holderbank                  Foto Bildergalerie

Söriker Tobel                            zum Himmelsleiterli, Lenzburg

imageimage

Foto S. Strebel, Merenschwand            J. Schmocker-Widler, Lenzburg

Die alte Aare in Büren BE                  

image

  Foto HP. Bärtschi az                               

Mühle im Brandnerthal

image

  Foto R. Giger, Muhen

  Eiger, Mönch und Jungfrau im Abendrot

image

Foto R. Pulido,  Thun 

Ich wünsche euch allen ein erholsames  Wochenende und einen guten Start in die nächste Woche. Machts guet. Ernst

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Tagebuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

28 Antworten zu 25. Hornung

  1. syntaxia schreibt:

    Wie schön, einmal wieder!
    Eiger, Mönch und Jungfrau habe ich auch einmal besucht und war überwältigt. War auf dem Harder Klum und konnte nur staunen.
    ..grüßt Monika

  2. ute42 schreibt:

    Sehr schöne Aufnahme und ein interessanter Bericht über die Vögel.
    Die Mühle und die Berge im Abendrot gefallen mir ganz besonders gut.

  3. colorsigns schreibt:

    Wie schön diese Aufnahmen sind und dein Bericht dazu
    die Natur so nah betrachten zu können , überwältigend wirklich, da hat Moni recht. Ich staune und lerne
    auch dir Ernst ein schönes Wochenende
    herzlichst christin

    • Ernst schreibt:

      Ich freue mich, wenn mein Tagebuch Dir gefällt und ich wünsche Dir
      auch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die „Neue“…
      Herzliche Grüsse Ernst.

  4. Anna-Lena schreibt:

    Danke für deine immer wieder interessanten Berichte, lieber Ernst.
    Ja, ich ersehne den Frühling auch und freue mich auf das Erwachen der Natur und auf die Gartenarbeit.
    Mein Hintern wird sonst vom vielen Sitzen noch ganz platt 😆

    LG Anna-Lena

    • Ernst schreibt:

      Ja deiner, liebe Anna-Lena, und meiner erst. Ich fühlte mich nach der ersten Gartenarbeit lädiert, verrostet und etwas alt. Also dann, nichts
      wie los in den Garten. Liebe Grüsse Ernst.

  5. AnnaFelicitas schreibt:

    Informativ und wundervoll geschrieben – ein herrlicher Beitrag, lieber Ernst. Ich habe es sehr genossen, ihn heute während des Morgenkaffees zu lesen.

    Rotkehlchen habe ich in diesem Winter ebenfalls mehrfach gesehen und auch gehört. Stare allerdings habe ich schon lange keine mehr in der Stadt gesehen. Mal schauen. Vielleicht in diesem Jahr!

    Ich wünsche dir schöne Sonntagsstunden. Mach es gut.

    Alles Liebe
    Anna

    PS: Was sind Kefen?

    • Ernst schreibt:

      Ich danke Dir für die Blumen, liebe Anna, ich werde sie dem Ernschtl weiterreichen. Kefen? Ja, auch unter den Namen Zuckererbse, Kiefel-
      erbse, Kaiserschote bekannt oder Pisum sativum. Je früher gesteckt,
      umso besser gedeiht sie, aber nur, wenn die Erde warm und krüemelig
      (locker) ist. Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag. Alles Liebe
      Ernst.
      Wir haben heute morgen schon 2 Std. Pétanque gespielt, jetzt bin ich
      daran, für rund 240 neugescannte Fotos die Legende zu schreiben
      für eine übersichtliche Ablage.

      • AnnaFelicitas schreibt:

        Also doch Zuckererbsen! Ich war mir nicht sicher 😉 Danke für deine prompte Erklärung lieber Ernschtl (Darf ich?).

        „Krümelig“ ist mir ein Begriff, den ich – so ganz nebenbei – sehr mag. Es gibt nämlich kaum etwas Schöneres, als sein Hände in krümelige Erde zu stecken!

        Für Pétanque könnte ich mich wohl auch erwärmen. 240 Fotos einzuscannen eher nicht. Legenden schreiben, schon gar nicht. Ich freue mich aber schon sehr darauf, deine Schätze betrachten zu dürfen!!

        Macht es guet(?)!

        Alles Liebe
        Anna

      • Ernst schreibt:

        Ernschtl, ja klar. Pétanque spielen ist eine runde Sache, Foto-Legenden
        schreiben schlimm, bis ich jeweils die richtigen Unterlagen für die Bilder habe – ein Horror. Machs guet liebe Anna.

  6. schwemmgut schreibt:

    Wunderschöne Aufnahmen. Das Bild mit der Wassermühle sieht beinahe wie ein Gemälde aus.
    Viele Grüße aus Berlin
    Kerstin

  7. Beate Neufeld schreibt:

    Ich habe Deinen Bericht über die Vögel mit großem Interesse gelesen und viel dabei gelernt.
    Liebe Grüße von:
    Beate

  8. minibares schreibt:

    Was für tolle Infos.
    ich glaub, ich habe noch nie einen Star gesehen.
    Die Eisbilder sind schon super!
    bin gespannt, wann die Vögel kommen. Obwohl ich keinen Garten habe… Also sehe ich eeh nicht so viele.

    • Ernst schreibt:

      Ja, liebe Bärbel, Vogelkunde ist eines meiner (zu) vielen Hobbys, das
      ich aber schon seit Jahrzehnten betreibe. Dafür hast Du andere Kenntnisse und Qualitäten, die Du uns vermitteln kannst. Das soll ja
      der Sinn der Bloggerei sein, dass man von anderen Beiträgen etwas
      mitnehmen kann. Machs guet.

  9. Silberdistel schreibt:

    Interessant, besonders der Teil über die Greifvögel. Ich bin schon seit meiner Kindheit ein Vogelfan und diesem gefiederten Volk ständig mit der Kamera auf der Spur. Mit den Greifvögeln habe ich mich bisher allerdings nur mehr am Rande beschäftigt.

    • Ernst schreibt:

      Siehst Du, Vogelfan trifft auf Vogelfan. Mit der Fotografie stehe ich
      aber eher auf „Kriegsfuss“, ich bin manchmal zu ungeduldig.

      • Silberdistel schreibt:

        Da hast Du recht. Um diesen kleinen und größeren Federbällen aufzulauern, braucht man manchmal sehr viel Geduld. Das stört mich aber wenig. Für einen kleinen Moment der Freude kann ich nahezu unendliche Geduld haben.

      • Ernst schreibt:

        Toll, die braucht es. Ich freue mich für Dich.

  10. Quer schreibt:

    Es ist spannend zu lesen, was du an Wissenswertem und Erstaunlichem
    aus der winterlichen Natur zusammengetragen hast, Ernst. Vor allem die Stare als Stimmen-Imitatoren haben es mir angetan! Unter den Piepmätzen gibt es sie also auch, die Komiker oder „schrägen Vögel“. 😉
    Mit sonntäglichen Grüssen von Blog zu Blog,
    Brigitte

  11. Born Kurt, Buchenweg 2, 5113 Holderbank schreibt:

    Kurt
    Der Steinbruch mit Eisbart ist von mir. Ich habe noch einige gute Aufnahmen auf der Hartdisk und freue mich, dass wenigstens eine davon in einem System integriert ist, das von vielen angeschaut wird.
    Gute Arbeit, Ernst

    • ernstblumenstein schreibt:

      Dein Steinbruch-Eisbart hat mir so gut gefallen, darum wollte ich ihn zeigen. Leider habe ich am Anfang manchmal die Namen der Urheber vergessen, tut mir leid. Ich habe es nun nachgeholt. Weisst du ich habe erst anfangs Dez.11 mit bloggen angefangen und am anfang nichts gewusst und viele Fehler gemacht. Ich bin dann später auf der Suche nach den Urhebern auf deinen Namen gestossen. Ich habe es jetzt nachgeholt. Danke nochmals für dein Interesse und dass ich weitere Fotos von dir veröffentlichen darf. Danke für deinen Kommentar. Ich wünsche dir und deiner Frau eine gute Zeit. Ernst.

  12. Andreas Trepte schreibt:

    Bitte die Lizenzen für die Bilder korrekt angegeben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s