8. März 2012


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Die 4 Waldstädte am Hochrhein, heute Waldshut,
letzter Teil !

Waldshut-Tiengen im Südwesen Baden Würtembergs gelegen, liegt am Fusse des südlichen Schwarzwaldes in einer herrlichen Land-schaft direkt an der Schweizer Grenze und ist eine der „vier * Wald-städte.
Zur Erinnerung : Die Bezeichnung * Waldstädte stammt aus der Zeit, als sich das Habsburgerreich über den Südschwarzwald bis in den Sundgau und den Breisgau erstreckte und die vier Städte Laufen-burg, Bad Säckingen, Rheinfelden und Waldshut aus Sicht des Stammlandes den Uebergang zum Wald bildeten.

Sundgau
Der Sundgau hatte im Mittelalter 2 Gaue, nämlich den
– Nordgau, Unterelsass, ( Region Strassbourg, wird heute das Dep.
Bas Rhin genannt).
– Sundgau, Oberelsass, (Basel-Mühlhausen-Belfort, wird heute das
Dep. Haut Rhin
genannt).

Breisgau
Der Breisgau umfasst Baden-Würtemberg, das zwischen Oberrhein und Schwarzwald liegt. Das Zentrum ist die Stadt Freiburg, zwischen Oberrhein und Schwarzwald gelegen.

Waldshut
   Innenstadt, oberes Tor                Kaiserstrasse Innenstadt

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beide Fotos Wikimedia Commons

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   Johannisplatz                            Unteres Tor (Basler Tor)

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beide Fotos Wikimedia Commons.de

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Stadtscheuer für kulturellle                 Kalvarienbergkapelle, 1715
Veranstaltungen                                 als Wallfahrtskirche erbaut
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beide Fotos Wikimedia Commons

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Spitalkapelle „Zum Heiliggeist“,      Hexenturm, diente Waldshut

gehörte zum daneben                    einst als Gefängnis
stehenden Spital (ca. 1420)           für Glaubensabtrünnige

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beide Fotos Wikimedia commons

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Ehemaliges Spitalareal, Spital wurde   Rheinbrücken Waldshut
1411 durch die Bürgerschaft gestiftet  und Koblenz AG
und ist bis 1857 so genutzt worden     (vorn die Eisenbahnbrücke)

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                                          beide Fotos Wikipedia.de

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Der Hochrhein ist in diesem Abschnitt durch das Kraftwerk Albbruck-Dogern aufgestaut. Waldshut liegt etwa 2 km westlich der Ein-mündung der Aare in den Rhein und wird in einer Schlichtungs-urkunde des Klosters St. Blasien im Jahre 1256 erstmals erwähnt. Basel und Zürich liegen nur 50 bzw. 60 Km entfernt, in einer guten Fahrstunde erreicht man auch das Elsass oder den Bodensee.

St. Blasien mit seinem sehenswerten, imposanten Dom und der Klosteranlage, der Schluch-und Titisee sowie Höhenschwand als Luftkurort sind lohnende Ausflugsziele, die wir schon öfters besuchten und die wir empfehlen können. Sie liegen alle recht nahe zusammen im südlichen Schwarzwald.

Dom St. Blasius, Meisterwerk       St. Blasien anno 1906
des Frühklassizismus
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  Foto W. Disk Wikipedia                      Foto gemeinfrei Wikipedia.de

Der Schluchsee ist der grösste Stausee im Hochschwarzwald. Er war ursprünglich ein Gletschersee, bevor er als Teil des Schluchseewerks zu einem Verbund von verschiedenen Stauseen mit Pumwerken aufgestaut und verbunden wurde. Diese Werkgruppe zieht sich bis Häusern und Waldshut hin. Der See wird neben dem Wasser aus der Schwarza zusätzlich durch Pumpwerke mit Rheinwasser gefüllt.

Der Schluchsee von der                Der Titisee,
Aha aus gesehen                          im Hintergrund der Feldberg
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Foto Urheber W. Schreiber                        Foto Urheber Ch. Maier, wikipedia

Der Titisee entstand durch den Feldbergletscher, der das See-becken aushobelte und dessen Möränen seine Ufer begrenzen. Der Seebach fliesst in den Titisee und die Gutach fliesst aus dem See ab.

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Koblenz Schweiz

Das Gemeindegebiet war ab 371 n. Chr. von den Römern besiedelt, davon zeugen Reste von Wachttürmen und eine Badeanlage eines römischen Gutshofes, wie die Ausgrabungen, die Archäologen durchführten, ergaben. Koblenz heisst im Lateinischen Zusammenfluss, weil das Dorf neben der Aaremündung in den Hochrhein liegt.

                                                              Im Wappen die Bedeutung
Aarebrücke Koblenz Felsenau                  der Flussschiffahrt und der
Zusammenfluss Aare-Rhein

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  Foto Ch. Herzig, Koblenz Wikimedia commons

Die Aare ist der grösste Zufluss zum Rhein, sie führt mehr Wasser als Main und Mosel zusammen. Die Bevölkerung lebte bis ins 19. Jahr-hundert neben der Landwirtschaft auch von Fährdienst, der Schifferei und der Fischerei. 1269 übte das Bistum Konstanz die Herrschaft über Koblenz aus und 1415 ging das Dorf an die eidgenössische Oberhoheit.

Der älteste Bahnviadunkt zwischen
Chur und Mainz wurde 1859 eröffnet.
Die Bahnbrücke führt in einem
Bogen über den Rhein                     Insel oberhalb Koblenz 

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beide Fotos Wikipedia

Ich werde schauen, ob ich am Hochrhein entlang hoch bis zum Bodensee noch weitere Orte ausmachen kann, über die ich kurz berichten könnte. Mal sehen, kommt Zeit, kommt Rat. .

Das hat mich gefreut !

Am Donnerstag, 1.3.12 habe ich den ersten den ersten kleinen Fuchs im noch neuen Jahr gesehen, wie er an blühenden Krokussen vom ersten Nektar genascht hat.

Der kleine Fuchs, hier an einer Flockenblume (Centaurea scabiosa)

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   Wikimedia Commons, eig. Werk, Urh. F. Böhringer

Die Raupen ernähren sich hauptsächlich von der grossen Brennessel. Der kleine Fuchs überwintert in natürlichen Verstecken oder an geschützten Stellen um oder im Haus (z.B. Kellern, Garagen). An warmen Tagen kann er die Ueberwinterung unterbrechen und ausfliegen. .

Kennen Sie den Hauptunterschied
dieser zwei ?

Amsel (Weibchen)                        Star im Schlichtkleid

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Fotos Wikipedia Foto Wikipedia

Die Amsel hüpft beim gehen,

der Star schreitet (wie wir Menschen) !!!

Achtet einmal darauf, wenn ihr könnt. Die Amsel ist im Habitus etwas rundlicher und fliegt eher im Wellenflug.

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Bei dieser Gelegenheit danke ich der Anna ganz herzlich. Ich wünsche euch allen eine gute Zeit und macht’s guet.  Ernst.

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14 Antworten zu 8. März 2012

  1. minibares schreibt:

    Lieber Ernst,
    ich kann mich nicht mehr erinnern. Doch mein Mann hat die enge Straße wiedererkannt in Waldshut.
    Danke dafür ♥
    Bei euch gibt es auch Koblenz. das ist ja toll.
    Das Viadukt ist beeindruckend. sowas mag ich sehr.
    ich fürchte, einen Star habe ich noch nie in echt gesehen.
    Liebe Grüße Bärbel

    • Ernst schreibt:

      Ja, unser Koblenz ist ein kleineres Dorf. Seine Bedeutung ist der direkte Zugang auf die Autobrücke nach Waldshut, aber es ist alles eng und die
      massive Zunahme des Grenzverkehrs macht beiden Seiten zu schaffen.
      Der stählerne braunrostige Viadukt gefällt mir auch sehr. Liebe Grüsse
      Ernst.

  2. Beate Neufeld schreibt:

    🙂 Die Amsel hüpft und der Star schreitet, das werde ich mir merken und mal ganz genau hinschauen 🙂
    Liebe Grüße von:
    Beate

    • Ernst schreibt:

      Ist einfach zu merken, drum hab ich es geschrieben. Die Silberdistel hat mir signalisiert, dass die Amsel beim schnellen Wegfliegen auch rennt, da muss ich dann auch nochmals genau hinschauen. Im Normalfall stimmt aber meine These. Bitte kontrollieren und mir melden, Beate. Liebe Grüsse an dich. Ernst

  3. Silberdistel schreibt:

    Manchmal rennt die Amsel aber auch, z.B. wenn sie ganz schnell unterwegs ist.
    LG

    • Ernst schreibt:

      Meinst Du damit, dass sie vor dem Start zum Wegfliegen richtig rennend Anlauf nimmt? Könnte möglich sein. Ich weiss, dass Du viel über die Amsel weisst. Liebe Grüsse

      • Silberdistel schreibt:

        Nein, manchmal, wenn sie schnell vor dem vermeintlichen Feind wegläuft, dann RENNT sie richtig davon, setzt also wie der Star ein Bein vor das andere. Der Kopf ist dabei ganz tief nach vorn gebeugt. Sieht irgendwie lustig. Da habe ich manchmal schon gedacht, dass sie also nicht NUR hüpft.

      • Ernst schreibt:

        Klar, richtig. Wieder was gelernt. Danke.

  4. Anna-Lena schreibt:

    Nun verstehe ich immer mehr, warum ein Freund von uns mit Beginn seines Rentnerdaseins in die Schweiz gezogen ist. Er hat nicht mal einen sprichwörtlichen Koffer in Berlin gelassen 🙂

    Einen herzlichen Gruß
    von Anna-Lena

    • Ernst schreibt:

      Danke für deinen Kommentar, liebe Anna-Lena. Schön, dass es dich zu lesen gibt. Du musst mir helfen – ich stehe auf dem „Schlauch“. Habe ich
      bei Jauch gelernt. Herzliche Grüsse. Ernst

  5. AnnaFelicitas schreibt:

    Hallo lieber Ernst,

    mIt acht Jahren habe ich das erste Mal die Schweiz (Brienz) besucht und ich darf dir verraten, dass mich die damals gesammelten Erlebnisse in dieser herrlichen Bergwelt mit ihren herzlichen Bewohnern überaus beeindruckt haben und so wuchs in mir ein starkes und sehr positives Gefühl gegenüber der Schweiz – später auch Österreich – heran, welches bis heute unverändert ist. So ist wohl auch zu erklären, wieso ich mich, wenn ich die Berge sehe, über Matten wandere und den würzigen Kräuterduft in der klaren Luft tief in mich einsauge, fühle, wie die kleine Anna von vor beinahe 100 Jahren 😉 Kommt noch das muntere Geplätscher eines Bergbachs oder überhaupt das Rieseln von Wasser hinzu, kennt mein Glück keine Grenzen.

    Ich mag die Füchslein auch sehr gern und freue mich mit dir, dass du schon einen entdeckt hast!

    Alles Liebe
    Anna

    PS: Gern geschehen, aber DAS weißt du ja!

    • ernstblumenstein schreibt:

      Danke für deine lieben Zeilen Anna. Ja die Bergwelt, irgendwo oben in einer Naturlandschaft sein, einen Bergbach plätschern hören, quirlendes Wasser, eine Alpenflora, ein Holzsteg oder ein Holzbrücklein über einen Bach, ich muss aufhören zu schwärmen. Ja, die Füchslein haben es in sich, gäll. Liebe Grüsse Ernst.

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