Freitag, 15. Juni 2012


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Kindheitserinnerungen an Nussbaumen

Der Nüechtalbach floss in den fünfziger Jahren noch bis kurz vor der Landstrasse offen, bevor er dann in einer Röhre in die Limmat verschwand. Oberhalb der Liegenschaft Thomi links vom Bach blühten im Frühling in einer Riedwiese echte Schlüsselblumen (im Volksmund Mattedänneli genannt), im Herbst war das Ried violett verzaubert voll von Herbstzeitlosen.

Unser Spielplatz bei der Liegenschaft “Thomi”

Dieses Gebiet war damals unser Spielplatz. Oben im Wald am Bach gingen wir auf Krebsfang. Mit dünnen Ruten fuhren wir sachte am Bachrand entlang und zogen die Krebse, wenn sie die Rute klemmten, heraus. Danach haben wir die damals schon geschützten Tiere wieder freigelassen.

Der Stein-oder Bachkrebs Foto

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Foto Wikimedia Commons, Urh. Chr. Leeb

Beim „Thomi“ stauten wir manchmal den Bach mit Steinen und Dreck. Wenn sich genügend Wasser angesammelt hatte, öffneten wir den Damm und sprangen mit der Wasserwelle hinab ins Dorf. Wir rauchten in jener Zeit auch die Waldrebe, im Volksmund auch Niele genannt, wobei es uns jedesmal schlecht wurde. Wir suchten Tannen nach Harzstellen ab und zündeten manchmal diese Harzstellen an. Schwarze kleine Brandflecken blieben dann zurück. Gut, dass unsere Eltern von unseren Streichen nichts wussten, wir hätten sonst Hausarrest erhalten. Was aber bedeuten diese damaligen Brandflecken gegen die heutigen Brandherde in der Welt? Das Leben in den fünfziger Jahren war einfach, die Solidarität unter einander war echt und die Leute begegneten sich ohne Maske. Es gab einen einflussreichen “König” im Dorf, aber auch der Pfarrer und die Lehrer waren damals noch Autoritätspersonen.

Brenn-Holz

Viele Leute betrieben ihre Heizungen noch mit Holz und Kohle. Deshalb sammelten wir im Wald grosse Mengen Fallholz und zurrten dieses auf einem Zweiradkarren fest. Dieser hatte eine lange Deichsel mit einem Querholz. Die Deichsel mit dem Querholz diente dazu, den Karren zu steuern. Mit viel Tempo fuhren wir das Fuder nach Hause.

Verkehr

Wir Buben verbrachten manchmal den Sonntag auf der steinernen Treppe des Konsums und zählten die wenigen Autos, die auf der Hauptstrasse vorbeifuhren. Der eine zählte diejenigen von Rieden her, der andere diejenigen von Kirchdorf. Wer innerhalb einer bestimmten Zeit mehr Autos zählte, war Sieger. Oder wir wetteten, welche der damals noch wenigen Automarken als Nächste wohl vorbeifuhr. Auch Fernsehgeräte waren anfangs der fünfziger Jahre noch recht selten. Viele Leute sahen sich deshalb die Spiele der Fussballwelt-meisterschaft 1954 in Bern im Säli des Restaurants Waage an.

Unser Dorf besass damals sogar ein kleines Schwimmbad, das direkt an der Limmat lag. Wir nannten es nur das „Chrottebad“. Als geübte Schwimmer gingen wir zu Fuss bis zur Holzbrücke in Baden und schwammen von dort dann etwa 4 km bis zur „Hölle“ hinunter.

Gogo, die Krähe

1956 habe ich zusammen mit älteren Kollegen in einem Krähennest eine junge Krähe, die noch nicht flügge war, aus dem Nest genommen. Das Krähennest befand sich hoch oben in einem stattlichen Baum, der im steilen Abhang zur Limmat stand. Ich habe die Krähe nach Hause genommen. Im 12-teiligen Kaninchenstall meines Vaters war unten ein Fach frei. Dort bekam Gogo, wie ich die junge Krähe fortan nannte, ihr neues zuhause. Ich fütterte und zog sie mit Brotbrocken, die ich in einem Gemisch von Wasser und Milch einweichte, und mit Maiskörnern auf.

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Foto EB

Gogo gedieh prächtig und wurde durch das Füttern handzahm. Er blieb meiner Erinnerung nach 2 oder 3 Monate bei mir. Nachdem er flügge war, übernachtete er jeweils auf einem der beiden Zwetschgen-Bäume, die in unserem grossen Garten standen und blieb, da ich ihn regelmässig fütterte, noch einige Zeit hier. Eines Tages flog er dann endgültig weg. Diese Geschichte mit Gogo kann ich natürlich auf keinen Fall weiter empfehlen, denn es ist heutzutage zu Recht strengstens verboten, so etwas zu machen. Es war halt damals wirklich eine andere Zeit!

Mausen

Mäuse fangen war Mitte der 50er Jahre unter uns Buben populär. Es gab damals noch sehr viele Mäuse. Die Feldmaus ist eine Nagetier-gattung aus der Unterfamilie der Wühlmäuse. Sie lebt in Nord-amerika, Europa und Asien in rund 60 versch. Arten. Wir nannten sie Springer. Der Springer lebt bei uns in ober- und unterirdischen Gangsystemen. Soweit ich mich erinnere, zahlte die Gemeinde für einen Fang 30 Rappen.

Die Feldmaus        Gangsystem mit ober-u. Falle für Springmaus
                            unterirdischen Gängen          

imageimageMausefallen
Foto WMC, Urh. Dieter TD  WMC, Urh. G. Elsner

Wühlmäuse (Nüeler) mit Drahtfallen zu fangen war schwierig. Für die grosse Wühlmaus (Nüeler) zahlte die Gemeinde 40 Rappen.

Rötelmaus, eine Wühlmausart.  Eine Draht-Falle aus Bayern.

Rötelmaus (Myodes glareolus)Wühlmausefalle 299623
Foto Wikimedia Commons, Urh. Soebe

Die Schärmaus (schweizerischer, östereichischer und süddeutscher Ausdruck für Maulwurf) war noch schwieriger zu fangen. Für diesen Fang zahlte die Gemeinde 50 Rappen.

Der Europäische Maulwurf und seine Hügel

imageMaulwurfshügel im Feld Urh. PRA WMC 250PX-~1
WMC Urh. Zoph                    WMC Urh. S. Didam,         WMC Urh. PRA

Vor allem in den Ferien standen wir früh auf, gingen mit vielen Brett-Fallen auf das grosse Siggenthaler Feld. Untrügliche Anzeichen von stark bewohnten, bis zu 10 Meter langen Mäuseburgen waren feine Erdstrukturen, Kotspuren und frische Frassstellen vor Löchern und in Gängen. Wir stellten unsere Fallen quer und in die Tiefe versetzt in die ober- und unterirdischen Laufgänge, in denen sich die Mäuse mit grosser Geschwindigkeit bewegten. Auf diese Weise fingen wir pro Tag eine grössere Anzahl Springermäuse. Die Abgabestelle befand sich bei einem Bauer auf dem Tromsberg. Dieser führte für die Gemeinde die Fangstatistik. Wer am meisten Mäuse pro Jahr fing, wurde Mauserkönig. Die Konkurrenz mit den Buben aus Kirchdorf war gross. Ich wurde ein Mal Mauserkönig, hatte ich doch in einem Jahr für ca. Fr. 550.00 Mäuse gefangen.

Der Spruch zum Tage

Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Jean Paul, deutscher Schriftsteller

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und eine gute Zeit.  Ernst

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33 Antworten zu Freitag, 15. Juni 2012

  1. Anna-Lena schreibt:

    Ach, lieber Ernst, wie schön. Fragt man heute die jungen Leute, wie sie ihre Freizeit am liebsten gestalten, lautet die Antwort meist: Party, Party, Party…
    Wie langweilig! Ich hatte als Kind nie Langeweile und du auch nicht 😉

    LG Anna-Lena

    • Ernst schreibt:

      Nein, liebe Anna-Lena, wir zwei hatten immer etwas los, gell 😉
      Ich schicke Dir liebe Grüsse in den Norden Ernst

      • Anna-Lena schreibt:

        Auf jeden Fall 😆 Da kommt heute kein Mensch mehr drauf – leider. Aber wir sind eben ohne elektronische Medien aufgewachsen. Erst der Fernseher kam bei uns erst Anfang der 60 er.
        Vielleicht haben wir unsere Fantasie so früh geschult, dass wir heute noch davon zehren 🙂

        Liebe Grüße und in Erwartung deines Hochsommer-Rettungschirmes,
        Anna-Lena

      • Ernst schreibt:

        Deine Vermutung stimmt und ich bin eigentlich sehr froh, dass wir ohne Elektronik gross geworden sind. Fantasie ist eben in allen Lebenslagen gefragt. Der Hochsommer wird inzwischen auch bei Dir angelangt sein. Hofft einer, der Dir liebe Grüsse schickt.

  2. Margrit schreibt:

    OH Ernst….das was du hier alles erzählst,herrlich,ich habe fast genau das gleiche erlebt…..ich musste nun schon schmunzeln, bin ja in Brugg aufgewachsen , unten an der Aare beim Strängli,da fanden wir auch Flusskrebse …ich zog wie du eine Amsel auf,die fütterte ich mit Regnwürmern und sie wurde stark und gross !
    Ja und mein Vater er hiess Ernst , hat viele Mausfallen aufgesellt, das gab dann schönes Sackgeld ;-))
    Ja und dann sassen wir auch am Fenster und zählten Autos, immer ein Blatt Papier dabei, wo Striche gemacht wurden,lach ;-))

    Wir lernten in der Aare schwimmen,wurden vom Vater einfach reingeworfen…Fredy hat heute noch ein Trauma davon,so war es halt damals,gell !!!
    Danke für dei schönen Erzählungen Ernst, du hast mich soeben in die
    50er Jahre verstezt ;-))
    Liebi Grüessli
    Margrit
    .

    • Ernst schreibt:

      Es freut mich, liebe Margrit, dass ich mit meinen Erinnerungen deine Erinnerungen wecken konnte. Wir haben ja viele Gemeinsamkeiten in unserer Jugend gehabt, ich muss lachen, dass dein Vater auch Ernst hiess und auch Mäuse fing!!! Ich schicke Dir Grüsse nach Neuenhof und wünsche Dir eine gute Zeit. Der Sommer ist ja gekommen. Ernst

  3. Beate Neufeld schreibt:

    Sehr schöne Erinnerungen, die ich mit viel Freude und Anteilnahme gelesen habe.
    Liebe Grüße von:
    Beate

    • Ernst schreibt:

      Danke Dir, liebe Beate, für deine Aufmerksamkeit. Geniessen wir doch jetzt die Sommerzeit vor uns, gell! In diesem Sinne herzliche Grüsse. Ernst

  4. AnnaFelicitas schreibt:

    Herrlich sind deine Erinnerungen und genauso erzählst du sie auch, lieber Ernst. Das finde ich unglaublich schön und ich könnte dir stundenlang zuhören!

    Ich bin zwar ein wenig später als du aufgewachsen, doch einiges von dem du berichtest , habe auch ich erlebt. Meine Kindheit war ebenfalls bunt und voller Natur. Bis abends die Laternen angingen 😉 Schön war’s!

    Alles Liebe
    Anna

    • Ernst schreibt:

      Deine Bemerkungen gefallen mir. Unsere Jugendzeit ohne die elektronischen Medien möchte ich nicht missen!!! Du sagst es treffend, unsere Kindheit war bunt und wir waren sicher viel mehr draussen in der Natur als die heutigen Kinder. Der Hochsommer ist da. Liebe Grüsse zu Dir in den Norden. Ernst

  5. friko schreibt:

    Ich habe nie Maeuse oder Maulwuerfe gefangen, ich haette das damals schon nicht gekonnt. Auch ich bin auf dem Land aufgewachsen, am Niederrhein in Deutschland. In den fuenfziger Jahren sind wir dann in die Stadt gezogen und dort wurden andere Zeitvertreibe gepflegt. Ich habe dort noch in Truemmern gespielt.

    • Ernst schreibt:

      Hallo, friko
      Ich freue mich, Dich bei mir zu begrüssen. Gut, dass Mädchen Mäuse fangen hätte auch niemand von euch erwartet. Ich kenne das Gebiet am NIederrhein gar nicht und habe keine Vorstellung davon.
      Dann hast Du also noch die letzten Kriegsjahre als Kind bewusst erlebt!
      Ich werde dich wieder einmal besuchen und schicke Dir liebe Grüsse hinüber auf die Insel. Dir eine gute Zeit. Ernst

  6. Quer schreibt:

    Ja, das sind schöne Kindheitserinnerungen, die in manchen Teilen den meinen sehr ähnlich sind. Maikäfer waren bei uns zudem ein grosses Thema, bei euch sicher auch. Wir haben sie von den Bäumen geschüttelt und kesselweise abgegeben. Mäuse waren es bei mir aber nur wenige, ich glaube sie taten mir einfach leid…

    Schöne Grüsse zu dir, Ernst,
    Brigitte

    • Ernst schreibt:

      Danke Dir, Brigitte, für deine Zeilen. Maikäfer waren es auch bei uns, ich habe über sie im Blog vom 22.5.12 geschrieben. Gut, Mäuse fangen und manchmal noch töten war und ist wahrscheinlich nicht die Stärke der Mädchen gewesen. Liebe Grüsse zu dir in den Hochsommer. Wir geniessen ihn. Ernst

  7. Smilla schreibt:

    Mei deine Kindheitserinnerungen wären ja ein echt toller Stoff für einen Roman… oder bist du vielleicht schon mit sowas beschäftigt?
    In den 60-iger Jahren hat uns unser Lehrer von Maichäfer- und Mäuseschwänzlisammelaktionen berichtet… aber uns hat sowas nicht mehr touchiert!
    Aber die Spielchen am den Bächen und in den Wäldern… da kommt mir gerade so einiges in den Sinn 😉
    Wûnsche dir ein heiteres Wochenende auf dem Bänkli vor äm Huisli!
    Herzlich und bbbbb

    • Ernst schreibt:

      Ich bin mit Garten, Pétanque und Rückenweh vom vielen Bücken beschäftigt, wie soll ich armer Kerl noch Zeit finden, einen Roman zu schreiben? Du bist halt auch noch eine Zeit lang ohne elektronische Medien aufgewachsen, so konntest Du auch an den Spielchen an Bächen und Wäldern teilnehmen! 😉
      Also, heiter ist das Wochenende, uf em Bänkli vor em Hüsli esch aber tote Hose….
      Herzlichi Grüess bbbb

  8. Neumi schreibt:

    Hallo Ernst,
    Ich freue mich über Deinen Besuch.
    Ja die Kindheitserinnerungen, kennst Du dass, ein Geruch kommt in die Nase, und sofort signalisiert das Gehirn, dass in der Schublade Bilder liegen und sie werden abgerufen.
    Ich bin sicher kein Mensch der Vergangenheit, aber den Erinnerungen kann sich keiner Entziehen.
    Interessant die Mäuse und Maulwurfsprämie, da bist Du doch richtig reich geworden. Der Maulwurf steht in Deutschland unter Schutz und Mäuse durfen nur gefangen oder mit Gift bekämpft werden, welches nur in die Gänge verbracht wird. Gesetzte, Verordnungen, Verbote, Strafen, das bestimmt heut das Leben, wie schön war es damals.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende,
    liebe Grüße aus Ostsachen in die Schweiz, Ulrike

    • Ernst schreibt:

      Ich danke Dir für deine Zeilen, liebe Ulrike und begrüsse dich hier bei mir. Ja, wegen deinen Gedanken „wie die Bilder aus der Schublade abgerufen werden“ habe ich vor wenigen Tagen das folgende Gedicht fertig gestellt:
      Gegenwart lebt
      die Vergangenheit auch
      aber nur die Vergangenheit
      spielt in der Zukunft
      eine Rolle.
      Ja, Fr. 550.– mitte der fünfziger war für einen jungen Burschen viel Geld. Ja, Verbote und Regulierungen bestimmen auch bei uns immer mehr das Leben. Leider. Ich nehme an, dass jetzt auch bei euch in Sachsen der Heuet voll im Gange ist. Dir eine gute Zeit. Ernst

      • Neumi schreibt:

        Leider kann ich mich hier bei Dir nicht eintragen, ohne mich bei word press anzumelden. Na macht nichts, ich kann ja ab und zu mal vorbei schauen, Grüße Ulrike

  9. ute42 schreibt:

    Wie schön, deine Kindheitserinnerungen zu lesen, lieber Ernst.
    Es war eine andere, wie ich meine, friedvollere Zeit. Streiche haben wir auch gemacht, aber sie waren harmlos und nicht zerstörend.
    Auch ich habe mal von Kindheitserinnerungen geschrieben. Wenn du Lust hast, dann schau mal rein 🙂
    http://ute42.wordpress.com/2009/11/10/reise-von-damals-in-schwarz-weis/

    • Ernst schreibt:

      Deine Kindheitserinnerungen hast Du sehr schön geschrieben und mit treffenden Fotos deines Vaters untermalt. Meine Eltern hatten keine Kamera und fotografierten nicht, so habe ich bereits mit etwa 16 Jahren angefangen zu fotografieren. Liebe Grüsse zu Dir. Ernst

  10. buchstabenwiese schreibt:

    Lieber Ernst,

    früher hat man als Kind noch viel mehr draußen in der Natur gespielt. Ich bin zwar noch ein wenig jünger als du, aber auch zu meiner Zeit gab es noch nicht so viel Elektronikzeugs. Keine Handys, keine Gameboys, keine Computer usw. Da war noch mehr Fantasie und mehr Ideenreichtum gefragt. 🙂 Und als Kind war man früher noch nicht so gestresst wie heute. Ich erinnere mich jedenfalls, dass ich viel Zeit einfach nur zum Spielen hatte.

    Liebe Grüße an dich,
    Martina

  11. Silberdistel schreibt:

    Ihr seid ja echte kleine Lausbuben gewesen. Trotzdem, Deine Kindheitserinnerungen sind sehr interessant. Wenn sich die heutige Jugend einmal erinnert, wird es ganz sicher nicht so spannend und interessant zu lesen sein.
    LG aus dem Norden

  12. Rebecca schreibt:

    Grüezi lieber Ernst, ist schon wieder ein Weilchen her. Die Zeit läuft und die Arbeiten sind im vollen Gange. Wir konnten endlich die ersten Frühkartoffeln ernten. Der Regen liess das Unkraut wachsen und so waren wir mit jäten beschäftigt :o)
    Kindheitserinnerungen wie schön…Manchmal wünschte ich mir, es wäre wieder so wie früher, einfacher, unkomplizierter, ehrlicher. Heute ist es mir vielmals zu schnell-lebig und vor allem zu oberflächlich. Vielen Dank für Deinen schönen Bericht!
    Wünsche Dir einen wunderschönen Tag und mach’s guet!
    Liebs Grüessli Rebecca

    • Ernst schreibt:

      Ja, die Zeit geht! Ihr Bauernsleute habt jetzt sowieso sehr viel Arbeit. Du sagst es: Früher war das Leben einfacher und ehrlicher. Ich wünsche Dir und den Deinen eine gute Zeit. Werde bei dir auch wieder mal vorbei schauen. Liebi Grüess Ernst

  13. Waldameise schreibt:

    Lieber Ernst, ach, wie schön, dass du deine Kindheitserinnerungen mit uns teilst. Ich kann von solchen Erzählungen nie genug bekommen. Am besten gefällt mir deine Geschichte, wie ihr Gogo, die Krähe großgezogen habt. Ein nettes Foto ist dabei entstanden.

    Liebe Abendgrüße zu dir
    von der Waldameise

    • Ernst schreibt:

      Vielen Dank, Andrea für deine Ausführungen. Es freut mich, dass dich meine Aufzeichnungen angesprochen haben. Ich sende dir liebe Grüsse
      Ernst

  14. alltagsblick schreibt:

    Lieber Ernst, deine Kindheitserinnerungen sind herrlich zu lesen. Zwar bin ich mit meinen 35 Jahren um einiges Jünger als du und doch, wenn ich an meine Kindheit zurück denke, ist auch sie geprägt durch das Spiel im Freien, in der Natur. Geld reichte für das nötigste, jedoch nicht um uns Kinder Kleider, Spielsachen, Ferien oder anderen Luxus zu finanzieren. Wir spielten meist draussen. Mit Vorliebe hielt ich mich auf den Bäumen auf und bin natürlich mehrmals mehrere Meter nach unten gefallen. Ein weiteres Geschenk waren meine Grosseltern, bei denen ich sehr viel Zeit verbrach. Mein Grossvater hatte alles was ich benötigte um zu sägen, hämmern usw., meine Grossmutter alles was Handarbeiten anbelangt. Diese reichte von Wolle, Garn, Stoff, Leder, Fell, Knöpfe usw. Ich hatte sehr selten ein „fertiges“ Spielzeug. Kreativität, Freude und Fantasie waren gefragt.
    Liebe Grüsse
    Claudia

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen herzlichen Dank für deine Erinnerungen, die Du mir in deinen Zeilen spontan erzählst. Dies ist ein optimales Beispiel dafür, wie ein Kommentar im Idealfall ausfallen kann. Du sagst es treffend, fertige Spielzeuge gab es selten, die Natur, Kreativität und Fantasie waren gefragt. Du hast also auch eine interessante, lehrreiche und gesunde Kindheit draussen in der Natur erleben dürfen. Ich glaube, dass dies das spätere Leben positiv beeinflusst.
      Ich erinnere mich noch, als mein Vater zum erstenmal 1955 mit der Bahn nach Rimini in die Ferien reiste, meine älteste Schwester mitgehen durfte und ich zu Hause bleiben musste. Es waren andere Zeiten. Ich sende Dir viele Grüsse. Ernst

  15. Elsa Rieger schreibt:

    Wnderschön, lieber Ernst! Herzlich, ELsa

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