Dienstag, 3. Juli 2012


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Hanoi retour!

Es mutet an wie ein Märchen, ist aber für die heutige Zeit eigentlich normal, wie die nachfolgende kleine Geschichte beweist.

Ein etwas älteres Ehepaar, nennen wir sie Gabi und Hans, ging wieder einmal in ihre Heimatstadt, um einen nicht alltäglichen Einkauf zu erledigen. Danach bummelte das Paar noch etwas in der lebensfrohen Stadt, da es dort eher selten anzutreffen ist.

Ursula, eine Schwester von Hans lebt seit vielen Jahren in Hanoi. Ostasien ist für sie zur neuen Heimat geworden. Hans glaubt, dass Ursula ihren Lebensabend in Ostasien oder Ozeanien verbringen wird und nicht mehr in die Schweiz zurückkommt.  Was soll’s. Die heutige Welt ist ja eh klein geworden.

Der Zufall wollte es, dass das besagte Ehepaar beim flanieren Cheryl, die Tochter von Ursula, traf. Es gab einiges zu erzählen und Neuigkeiten auszutauschen, da man sich ja auch nicht allzu oft sieht. Das Ehepaar erfuhr dabei, dass Ursula anfangs Juli in die Schweiz kommt, um hier Ferientage zu verbringen und am kommenden Badenerfest teilzunehmen.

Zum Abschied gab es die heute obligaten Küsschen. Dabei fotografierte Cheryl das ältere Ehepaar noch mit dem Handy. Gabi und Hans kehrten nach Hause zurück. Das Foto war längst vergessen. Zuhause traf kurze Zeit später das folgende E-Mail ein :

Originaltext :

Hoi zäme, es ist unglaublich mit den heutigen Möglichkeiten. Soweit weg und doch so nah am Geschehen! Ihr zwei sieht gut und zufrieden aus. Liebe Grüsse aus Hanoi. Grulli.  

In Baden von Cherryl aufg.u.nach Hanoi gesandt von dort an uns.IMG_2686[1]
Foto Cheryl

Tja, dem ist eigentlich nichts mehr anzufügen, höchstens noch die Frage :

Hat das ältere Ehepaar diesen Interkontinental-Flug nach Hanoi und zurück wohl gut überstanden?

Der Spruch zum Tage

Die Dinge,
auf die es im Leben wirklich ankommt,
kann man nicht kaufen.

William Faulkner

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24 Antworten zu Dienstag, 3. Juli 2012

  1. ute42 schreibt:

    Ja, die heutigen technischen Möglichkeiten faszinieren einfach immer wieder.

  2. Beate Neufeld schreibt:

    Ich finde es wunderbar, dass auf diesem Weg Verbindungen möglich sind, die früher so nicht gegeben hat. Ich kann auf diese Weise an der Entwicklung meiner Großnichte teilnehmen, sehe oft Fotos oder Videos von ihr, die mein Bruder macht.
    Sei lieb gegrüßt von:
    Beate

    • Ernst schreibt:

      Ich danke Dir für deine Information. Es stimmt, dass diese Neuerungen sicher sehr viele Vorteile bieten. Gewisse Nachteile der ganzen technologischen Entwicklung werden sich vielleicht erst viel später einstellen.
      Herzliche Grüsse Ernst.

  3. Anna-Lena schreibt:

    Die moderne Technik mit all ihren Möglichkeiten grenzt an ein Wunder und ist weltumspannend. Solange sie bewusst und überlegt eingesetzt werden, bietet sie uns enorme Vorteile.

    Ich kann vom Land Brandenburg sogar bis in deinen herrlichen Garten schauen, wer hätte das je gedacht, lieber Ernst?

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

    • Ernst schreibt:

      Diesen Aspekt habe ich mir eigentlich noch gar nie überlegt. Du hast natürlich wieder Recht. Ich habe das „oben“ bei Ute angedeutet, aber nicht fertig gedacht. Doch siehst Du das Unkraut, das in den letzten Tagen zur riesigen Biomasse heran gewachsen ist, zum Glück noch nicht.
      Ich schicke Dir liebe Grüsse nach Berlin-Brandenburg. Ernst

      PS. Ich konnte heute im (Un)Krautdschungel die letzten Stachel- und Johannisbeeren ernten.

  4. Toni Bärlocher schreibt:

    Hallo Chöl,
    Welch ein Schmunzeln steht mir im Gesicht, scheine ich doch unser Talacker-Gruladi auch zu kennen, und vermutlich hatte ich auch einmal einen Chräbel von ihr im Gesicht!
    News von meiner Front: Du hast es geschaft und mein Interesse geweckt: tonibaerlocher.wordpress.com. Schau mal vorbei…wenn Du magst. Meister wie Du, fallen nicht so einfach vom Himmel! Liebe Grüsse auch an Marianne, Toni

    • Ernst schreibt:

      Hallo Toni
      Das mit dem Talacher-Gruladi hast Du sehr schön geschrieben und mir ein Schmunzeln hinterlassen. Ich glaube, mich hat sie nie g’chräbelet.
      Ich habe bei Dir rein geschaut und finde deinen Start toll.
      Ich werde Grulla per mail noch auf unsere Texte hinweisen und schicke Elisabeth und Dir Grüsse. Ernst

  5. Margrit schreibt:

    Ja ,so weit weg und doch so nah…..heute mit der modernen Technik ist man überall präsent,wahsinn,gell Ernst….
    Mit Google Earth schaue ich in deinen traumhaften Garten,gris ,-))
    Die Erde ist vom ganzen Universum doch nur ein kleines Sandkorn !!
    Liebi Grüessli
    Margrit

    • Ernst schreibt:

      Ja, mit dem „Onkel“ kannst Du überall auf die Erde gucken. Und trotzdem, schon das kleine Sandkorn ist schon für menschliche Vorstellungen viel zu gross. Viele Grüsse von einem ehemaligen Weltreisenden.

  6. syntaxia schreibt:

    Fein, Ernst, fröhlich seht ihr aus!
    Ich wundere mich ja schon, wenn ich höre, da fliegt mal eben einer nach London zum Einkaufen und am gleichen Tag zurück. Und das für ein paar Euros. Die Welt ist so groß und doch so klein.

    ..grüßt dich Monika

    • Ernst schreibt:

      Du sagst es, Monika. Es ist alles eine Frage der Definition. Reise mal ohne Flugzeug um die Welt – sie ist unendlich gross! Grüsse Ernst

  7. buchstabenwiese schreibt:

    Ja, die Welt ist klein, lieber Ernst.🙂

    Herzliche Grüße zu dir,
    Martina

  8. So schnell gehts fast um die ganze Welt.

  9. Enzo schreibt:

    Hallo Ernst,
    schöne Geschichte. Ihr seit jederzeit willkommen! Danach wisst ihr auch ob ihr den Interkontinental-Flug nach Hanoi und zurück gut überstanden habt😉. Hanoi ist immer noch eine der faszinierendsten Städte in Asien ein Besuch lohnt sich alle weil.
    Gruss an alle und bis bald am Badenerfest
    Enzo

    • Ernst schreibt:

      Hallo Enzo,
      Schön, mal von Dir was zu hören. Jo, is halt e bisserl weit, gäll. Mal gucken, ob wir da in den Trubel hinein wollen. Gruss an Grulli. Ernst

      • Sarah schreibt:

        Hallo Enzo, hallo Papi

        He was ist das für eine Frage, klar werden wir die ganze Fam. Blumenstein am Stadtfest anzutreffen sein.
        Das habe wir schon das letzte Mal geschafft……. Trubel hin oder her!
        Liebe Grüsse Sarah

      • Ernst schreibt:

        Hm, wir gucken.

  10. minibares schreibt:

    Die Möglichkeiten sind so wundervoll weltumgreifend.
    So lernte ich meine Freundin Vivi aus Israel als erstes durchs Internet kennen, bei Spielen. Später folgten Mails, dann Messenger, dann Skype. So wußte ich, dass sie beim Sprechen noch immer einen bayrischen Einschlag hat. Als wir uns dann in Berlin zum erstenmal trafen, war es, als hätten wir uns am Vortag noch gesehen. Es war fast selbstverständlich.
    Oder hier eine Freundin. Ihr Sohn ist in Shanghei. Dort hat er auch geheiratet. Nun war die chineseische Frau schwanger, kam nach Deutschland. Flog kurz vor der Entbindung wieder heim. Die Oma war auch dort, hat die Zwillinge kennengelernt.
    Und nun skypen sie täglich. Die Kleinen, nun 1/2 Jahr erkennen ihre Oma am Bildschirm und ihrer Stimme.
    Das ist immer eine große Freude.

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