Dienstag, 25. September 2012


 

 

Serengeti Nationalpark  Afrika (2)

 

 

 

Heute geht’s los. Wir brechen zum rund 320 Kilometer entfernten Serengeti National Park auf. Aber nicht im alten Jeep, sondern im modernen Safari-Geländejeep. Wir sind zu fünft im achtplätzigen Fahrzeug und machen es uns einigermassen gemütlich. Nervös, voller Freude und Reiselust fahren wir in Arusha Tansania weg und erreichen nach etwa fünf Stunden Fahrt den Parkeingang in die Serengeti.

Serengeti 1. Tag Safari
Wüstenähnliche karge Landschaften wechseln mit Gras-Steppen ab. Selten kommt uns mal ein Fahrzeug entgegen. Manchmal kreuzen Antilopen die Strasse. Man sollte wisssen : Tiere haben hier immer Vortritt! 

3 Afrika 69 Tansania, Weg zur Serengeti  28

Eine Gruppe von Massais lagern am Wegesrand.

z 9 Afrika 69 Tansania Serengeti Nat.Park Eingeborene

Wir sind nicht hierher gekommen, um mit dem Fotoapparat oder der Filmkamera unsere Reise zu dokumentieren. Nein, wir wollten Afrika mit all seinen grandiosen Landschaften und seiner Tierwelt mit eigenen Augen erleben. Fotografieren stand also nicht im Vordergrund und deshalb brachten wir wenig Bildmaterial vom schwarzen Kontinent mit nach Hause. Trotzdem nehme ich euch gerne auf diese Reisen mit. 

Typisch liegt die Savannen-Landschaft der Serengeti mit ihren Schirmakazien und dem Grasland vor uns. 

z 16 Afrika 69 Tansania Serengeti-Nat.Park  typ. Savannenlandschaft

Serengeti bedeutet in der Massai-Sprache „das endlose Land“. Ja, endlos gross ist diese Savannenlandschaft. Sie erstreckt sich auf 30’000 km² Fläche vom Norden Tansanias östlich bis zum Victoriasee und weit in den Süden Kenias hinein. (Im Vergleich : die Schweiz hat ca. 41’000 km² Fläche!).

Davon umfasst der eigentliche Serengeti Nationalpark selbst etwa 15’000 km². Im Süden der Serengeti liegen die flachen Grassteppen, im Norden leicht hügelige, gering bewaldete Ebenen.

Eine Zebraherde auf der Flucht.

20 Afrika 69 Tansania Serengeti Zebraherde unterwegs57

Hier ist Siesta ist angesagt.

11 Afrika 69 Tansania Serengeti Nat.Park, Löwensiesta

Diese zwei mögen uns Störenfriede nicht besonders gut!

7 Afrika 69 Tansania, Serengeti, Büffel 41

Er lässt sich beim Fressen nicht stören!

13 Afrika 69 Tansania Serengeti-Nat.Park Gepard

Sie jedoch ist eher ängstlich.

15 Afrika 69 Tansania Serengetinat.Park Giraffe auf der Flucht

Er hingegen hält Mittagsschlaf. 

2 Afrika 69 Tansania Serengeti Nat. Park Savanne

Im Hintergrund links eine Termitenburg. Wir konnten uns an den wunderbaren Tieren in freier Wildbahn und den zum Teil bizarren Baumformen kaum satt sehen.

23 Afrika 69 Tansania Serengeti Akazien, Tiere, Termiten 60

Hier nochmals ein Bild des “Gefleckten” von der anderen Seite.

24 Afrika 69 Tansania Serengeti, toller Baum, Gepard 61

Wir aber waren nach diesem intensiven und äusserst erlebnisreichen Tag in der Serengeti recht müde und richtig  froh, jetzt in der doch abenteuerlich aussehenden Seronera-Lodge übernachten zu können.

Findet ihr nicht auch, dass der Holzzaun, der diese Lodge einfasste, nicht sehr stabil aussah?

z 5 Afrika 69 Tansania Serengeti, Seronera Lodge 38

Der Weg zurück in die Krüger Lodge wäre zu weit gewesen. Schliesslich brauchen wir morgen nochmals einen Tag, um noch mehr von dieser Traumwelt Serengeti sehen zu können. 

© Text : E.B. 8/12; Fotos : E.B. 1969

 

Der Spruch zum Tage

 

Man braucht zwei Jahre,
um sprechen zu lernen
und fünfzig Jahre,
um schweigen zu lernen.

Ernest Hemingway, amerikanischer Schriftsteller 1899 – 1961

 

Unter der Kategorie Afrika Tagebuch findet ihr den 1. Reisebericht vom 26.8.12. Im nächsten Afrika-Tagebuch berichte ich euch über den 2. Tag in der Serengeti. Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit.  Ernst

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Dieser Beitrag wurde unter Afrika Tagebücher, Reisebilder veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

30 Antworten zu Dienstag, 25. September 2012

  1. syntaxia schreibt:

    Ihr habt sicher ganz feine Eindrücke gesammelt, die noch lange nachwirken. Ich habe enormen Respekt vor den Tieren und wenn der Löwe auch noch so friedlich da schläft, hätte ich Angste, dass er erwacht und es nicht so nett findet, im Schlaf beobachtet worden zu sein.😉

    ..grüßt dich Monika (Hasenfuß)

  2. Anna-Lena schreibt:

    Diese einzigartige Tierwelt hätte ich gern auch mal erlebt. Wie es wohl heute da aussehen mag, eure Reise liegt ja schon ein paar Tage zurück. Von dem Frieden, den deine Bilder ausstrahlen, ist sicher nicht mehr überall etwas zu finden.

    LG Anna-Lena

    • Ernst Blumenstein schreibt:

      Ja, es wird wahrscheinlich schon ganz anders aussehen heute. Unsere Reise liegt ja immerhin bald 44 Tage zurück. Anna-Lena, Frieden strahlte diese Landschaft und Tierwelt aus, Du könntest es nicht besser sagen. Und ich meine, dass Fortschritt der Natur nicht nur bekömmlich ist.
      Dir eine schöne Zeit und Grüsse nach Berlin-Brandenburg. Ernst

  3. Mathilda schreibt:

    Einmal dahin, das ist noch mein allergrößter Wunsch.
    Danke für die schönen Fotos.

    LG Mathilda🙂

  4. Beate Neufeld schreibt:

    Lieber Ernst, Dein sehr schön und informativ geschriebener Reisebericht hat mich heute hier erfreut. Mich beeindruckt die Weite und Größe dieser Region. Obwohl Du eigentlich nur „nebenher“ fotografiert hast, sind die Fotos doch dazu geeignet einen sehr interessanten Einblick zu liefern.
    Ich bin schon gespannt auf Teil 2 Deines Berichtes.
    Ganz herzliche Grüße von:
    Beate

    • Ernst Blumenstein schreibt:

      Für uns Schweizer ist die Grösse dieses Gebietes enorm, leben wir doch in einem kleinen beschaulichen Land. Danke für deine Bemerkungen. Es werden mindestens 5 weitere Berichte folgen, waren wir doch noch in anderen, nicht weniger interessanten Gebieten unterwegs. Dir herzliche Grüsse. Ernst

  5. ute42 schreibt:

    Es muss ein großes Erlebnis für euch gewesen sein. Die Bilder sind einmalig. Die Lodge, in der ihr übernachtet habt, war wohl ein Abenteuer der besonderen Art🙂 Tiere hält der Zaun ja wohl nicht wirklich ab.

  6. Ernst Blumenstein schreibt:

    Tja, diese Reiseeindrücke bleiben. Die Bilder haben auch einen Reiz, weil man praktisch nur Natur sieht und keine Dinge, die uns hier im täglichen Leben umgeben. Das wird heute wohl auch etwas anders sein, obwohl die meisten Zonen Schutzgebiete geblieben sind.
    Der Zaun war wahrscheinlich nur zur Beruhigung angebracht worden. Diese Lodge existiert natürlich längst nicht mehr. Die heutigen Reisenden würden in eine solches „Hotel“ auch nicht absteigen!! Grüsse Ernst

  7. Waldameise schreibt:

    Wow, war das wieder spannend und abenteuerlich, lieber Ernst. Eine faszinierende Welt, die Serengeti. Das muss ein einmaliges Erlebnis für euch gewesen sein. Mich erinnern deine Aufzeichnungen an einen wunderbaren Naturfilm. „Frei geboren – Königin der Wildnis“ aus dem Jahr 1966. Vielleicht kennst du ihn ja. Er hat einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ich muss heute noch weinen, wenn ich an ihn denke.

    Das sind ganz wundervolle Erinnerungen. Danke, dass du sie wieder mit uns teilst, lieber Ernst. Ich bin schon auf Teil 2 gespannt.

    Liebe Grüße von der Waldameise

    • Ernst Blumenstein schreibt:

      Danke Dir, Andrea für deine Zeilen. Ja, ich erinnere mich an diesen Naturfilm „Frei geboren“. Der Film zeigte uns eine faszinierende fremde Welt. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Viele Grüsse zu Dir. Ernst.

  8. Smilla schreibt:

    Mei auf so einer Resise wâre ich ganz bestimmt wahnsinnig hibbelig… all die wilden Tiere in ihrer Heimat besuchen muss einfach genial sein!!! Seit heute kann ich den Fotos, wegen dem nun endlich bei uns eingetroffenen Regen auch die gebührende Schönheit abgewinnen… Ja eigentlich haben diese Dûrrelandschaften auch ihren Reiz – die Menschen dort sind sich dieses Umstandes gewohnt. Wenn ich beim Weiderundgang aber das gefûhl bekomme in der Serengeti zu sein, finde ich es weder spannend noch romantisch!!!
    Merci für den schönen bericht und heb’s guät bis dänn wenn… bbb
    ♥-lich Brigitte

    • Ernst Blumenstein schreibt:

      Danke, danke. Ich freue mich für Dich und den Bauer, dass das ersehnte Nass jetzt eingetroffen ist. Unsere Reisen in Afrika waren ggg, geil, genial gut. Weisst Du, die damaligen Serengeti-Menschen hatten auch noch keinen wirtschaftlichen Druck und deshalb hoffe ich, dass deine Weide-Spaziergänge mit dem Bauer zukünftig wieder im Grünen stattfinden können, damit diese wieder romantisch sein können!!!!
      Dir e gueti Zyt, gib dr Sorg. Dänk dra, es hät kei Leue uf de Weid. Ernst

  9. Quer schreibt:

    Danke für die Impressionen zum ersten dieser wohl unvergesslichen Tage in dieser imposanten Landschaft mit wildlebenden Tieren!
    Mit lieben Grüssen,
    Brigitte

  10. Silberdistel schreibt:

    Du zeigst uns tolle Bilder von einer einzigartigen Landschaft, lieber Ernst, und einer sicher spannenden und erlebnisreichen Reise. Das waren ganz bestimmt eindrucksvolle Erlebnisse für Euch, vor allem auch Tiere in freier Wildbahn erleben zu dürfen, die wir Europäer doch eigentlich nur aus dem Zoo kennen. Ich glaube, ein wenig unheimlich wäre es mir schon gewesen.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

    • Ernst Blumenstein schreibt:

      Vielen Dank für deine Zeilen, liebe Silberdistel, die ganze dreiwöchige Reise war ein ganz spezielles Erlebnis für uns. Speziell eindrücklich war, dass die bereisten Länder ausser in den Städten wenig bis gar keine Infrastrukturanlagen und menschliche Technik aufwiesen und die Natur deshalb überall noch dominant war.
      Liebe Grüsse zu Dir an die Ostsee. Ernst

  11. Karin M. schreibt:

    Durch deinen tollen Bericht ist meine Reiselust wieder geweckt. Ich war vor fast 20 Jahren in Kenia. Mich hat Afrika mit seiner Tierwelt absolut begeistert. ….und nirgends ist der Himmel so schön wie über Afrika…Ich werde bestimmt noch irgendwann eine Reise in die Serengeti schaffen. Danke für deinen fantastischen Beitrag…
    Liebe Grüße, Karin

    • ernstblumenstein schreibt:

      Es freut mich, liebe Karin, wenn ich deine Reiselust wecken konnte. Deine Zeilen entschädigen mich für die Zeit, die ich für den Bericht brauchte, die ich aber sehr gerne investiere!
      Berichte uns darüber, wenn Du in deiner nächsten Serengeti Safari unterwegs bist. Es würde mich speziell freuen.
      Im Oktober kommt der 2. Bericht über die Serengeti und nachher noch 3 Berichte über Lake Manyara, Meru u. evtl. Mombasa. Liebe Grüsse zu Dir. Ernst

  12. Margrit schreibt:

    Den Film, die Serengeti darf nicht sterben ,habe ich einige male angesehen, diese Tierwelt dort ist einfach wunderschön !!!
    Ich war nie dort ,aber dafür 1 Woche in der Masai mara anno 1980 , ich werde diese 3 Wochen Kenia nie vergessen , es war ein Traum…
    Tolle Bilder und eine einzigartige Landschaft zeigst du hier ,danke dir Ernst !
    Es ist doch schön, wenn man in Erinnerungen schwelgen kann,gell ;-))
    Liebi Grüessli vo äned em Hügel
    Margrit

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hallo Margrit,
      Danke Dir für dein Lebenszeichen!!! Ist es möglich, dass Du während dem September keinen Beitrag mehr gemacht hast? Oder bist Du irgend wo anders zu finden??
      Du, ich kenne die Masai mara erst jetzt, habe mich auf Grund deines Hinweises im Netz mal schlau gemmacht. Ich kannte diesen Park nicht.
      Es kommen noch mindestens 4 Afrika-Berichte! Liebi Grüess über de Heitersberg. ♥♥-lich Ernst

      Häsch Du mis Brichtli über de Egelsee vom 16.9.12 gläse?

  13. minibares schreibt:

    Lieber Ernst, ich staune immer wieder, was du schon alles erlebt hast.
    Hier in der Serengeti, die war wohl damals noch nicht so bereist wie heutzutage. Ihr zusammen mit den Massai, die sich ja bestens auskennen.
    Der Baum an dem der Löwe oder ist es eine Löwin? schläft ist total verdreht, also der Stamm.
    Hey, vor den Hütten wachsen ja Blumen! Das ist ja schön.
    Liebe Grüße Bärbel

  14. buchstabenwiese schreibt:

    Toller Bericht, lieber Ernst.
    So eine ganz andere Welt, die trotz der gefährlichen Tiere richtig friedlich anmutet. Ich muss gestehen, ich hätte schon ein wenig Angst, so eine Reise zu machen.🙂
    Danke auch für die schönen Bilder.

    Liebe Grüße,
    Martina

  15. Träumerle Kerstin schreibt:

    Lieber Ernst. Danke, dass Du Dir wieder so viel Mühe gemacht hast mit der Erstellung dieses Artikels. Ich habe die Zeilen verschlungen und auf die Fotos gestarrt. Und kann mich nur wiederholen: ein Traum war das, was ihr erlebt habt. Von so was zehrt man sicher ein Leben lang.
    Oh weh, nein, der Zaun schaut wirklich nicht gerade hinderlich aus für große Tiere. Aber lieber ein mickriger Zaun als gar keiner.
    Liebe Grüße in den Freitag von Kerstin.

  16. Ernst Blumenstein schreibt:

    Danke für deine Zeilen, liebe Kerstin. Du sagst es, lieber ein mickriger als gar keiner. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Ernst.

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