Mittwoch, 30. Jänner 2013


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Lake Manyara National-

Park, Afrika (5)

Wir erholen uns auf der Krüger Lodge von der letzten Safari an den Ngorongoro Krater.

59 Afrika69 Tansania H.Krüger Momella Game Lodge near Arusha -200

Der Junge zeigt Marianne seinen jungen Welpen und strahlt ganz vor Glück und Stolz.

1969 Afrika-Reise Krüger H. Lodge, Safaris 50

Der Lake Manyara Park liegt etwa 140 km weit von unserer Lodge entfernt, was für uns damals eine Fahrzeit von etwa 3-4 Stunden bedeutete.

Unterwegs treffen wir auf diesen beschädigten Affenbrotbaum (Baobab), 

29 Afrika69 Tansania Savanne Serengeti Baobab-220

bevor wir den Eingang zum Lake Manyara Park erreichen.

m 130 Afrika69 Tansania Eingang Lake Manyara Nat.Park-222

Am Eingang zum Park studieren wir die Orientierungstafel. Im Manyara Park gibt es Urwald, halbhohe Buschlandschaften, Wasser und heisse Quellen. 

Datei:LakeManyaraSign08.jpg

Legende :

Im Osten       : ist der Park durch den Manyara-See (hellblau)
                       begrenzt. Die kleinen Uferflächen des Sees sind
                       Brackwasserbereiche (dunkelblau, Salz-und
                       Süsswassergemisch).
Im Süden      : des Parks zwischen Urwald grün u. See liegen  
                       die heissen Quellen von Maji Moto,dunkelweinrot. 
Im Westen    : ist der Park durch die hohen Klippen des
                       Afrikanischen Grabenbruchs begrenzt.
Im Südwesten: liegt der Urwald (grün). 

Wir begegnen einem weiteren Affenbrotbaum.

26 Afrika69 Tansania Serengeti Nat.Park Baobab-201

Vor uns tummeln sich, soweit ich mich erinnern kann, Paviane.

m 126 Afrika 69 Tansania  Lake Manyara Nat.Park Tiere am Aesen

Dann liegt ein Wald, nein, ein richtiger Urwald vor uns. Später werden wir in diesen Dschungel hineinfahren. Aber uns ist es beim Anblick des abgestorbenen Baumriesen und dem Dickicht dahinter jetzt schon etwas flau in der Magengegend.

m 128 Afrika 69 Tansania Urwaldrand Lake Manyara Park 33

Zebras im Lake Manyara Nationalpark und noch weitere Tiere. Im Hintergrund sieht man die westliche Begrenzung des Parks durch die Klippen des Grossen Afrikanischen Grabenbruchs.

Datei:Lake manyara 2012 authorBevanda Wegmann2.JPG
Foto WMC, eig.Werk, Urh. Wegmann and Bevanda.

Der Urwald verdichtet sich, 

m 124 Afrika 69 Tansania Lake Manyara Nat.Park Urwald

und dann zieht Einer plötzlich ziemlich nahe vor uns vorbei.

m 132 Afrika69 Tansania Lake Manyara Urwald-224

Vor uns dieses Kunstwerk! Eine ansehnliche Termitenburg in einer Urwaldlichtung.

m 134 Afrika 69 Tansania Lake Manyara Urwald Termiten-229

Der Bulle steht in der Angriffs-Stellung vor uns, das verheisst nicht’s gutes. Eine Drohung? Ich und Marianne wollen nichts wie weg.

m 123 Afrika 69 Tansania Lake Manyara Nat.Park

Doch dann hat er scheinbar genug gesehen und trottet von dannen…  

m 136 Afrika 69 Tansania Lake Manyarasee Urwald-239

Wie in allen unseren Safaris haben wir mehr Tiere gesehen, als wir fotografierten konnten und wollten. Unser Ziel war ja die Tierwelt zu erleben, zu sehen und die Landschaften zu entdecken. Das ist uns auch hier im Lake Manyarapark gelungen.

© Fotos und Text E.B.

Der Spruch zum Tage

Wer Bäume setzt, obwohl er weiss,
dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird,
hat zumindest angefangen,
den Sinn des Lebens zu begreifen.

R. Tagore, indisch-bengalischer Dichter und Philosoph.

Dieses Tagebuch ist die fünfte Safarireise, die ich bis jetzt veröffentlicht habe. (Die ersten vier Berichte können unter der Kategorie Afrika-Tagebuch eingesehen werden). Ein weiterer Bericht über den Manyara-Nationalpark wird demnächst folgen.

Ernst

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30 Antworten zu Mittwoch, 30. Jänner 2013

  1. ute42 schreibt:

    Das muss wirklich ein Erlebnis gewesen sein. Ich beneide euch um dieses Abenteuer. Allerdings hätte ich doch ein wenig Angst so mitten unter den wilden Tieren.

  2. Beate Neufeld schreibt:

    Lieber Ernst,
    Du hast wieder einen sehr spannenden Bericht erstellt. Fast hatte ich den Eindruck selber dabei zu sein. Aber ich glaube, mir würde in der Realität der Mut fehlen. Was für ein Erlebnis, wenn man so einem Riesen gegenüber steht!
    Die Landschaft ist sicher ganz faszinierend.
    Wundervolle Erinnerungen trägst Du als Schätze in Dir, lieber Ernst. Du lässt uns an diesem Reichtum teilhaben, das ist wundervoll!
    Herzlichen Dank und viele liebe Grüße sagt:
    Beate

  3. minibares schreibt:

    Lieber Ernst, das sind wieder sehr beeindruckende Fotos.
    Meine Güte, ihr wart echt mutig.
    Bei dem Elefanten wäre mein Herz in die Hose gerutscht.
    Aber die Bilder sind genial. So eine Coolness!
    Ich bewundere euch für diese einmaligen Erlebnisse.
    Danke für diesen wundervollen Bericht. Es hat wieder echt Freude gemacht, ihn zu lesen und die großartigen Bilder dazu zu sehen.
    Liebe Grüße
    Bärbel

  4. martaperegrina schreibt:

    Hermosa experiencia vivida en tu juventud en semejante paisaje compartido con animales.
    Fotos testimoniales muy buenas de esa aventura.
    Que pases una linda jornada.
    Un abrazo

  5. Mathilda schreibt:

    Wenn ich mr die Fotos so anschaue, dann packt mich immer wieder die große Sehnsucht nach Afrike….ist ja noch ein großer Traum von mir und ich hoffe, dass ich es noch erleben kann.
    Danke lieber Ernst und Angst hätte ich auch keine, muß man wohl auch nicht.

    Sei lieb gegrüßt von Mathilda :-)

    • ernstblumenstein schreibt:

      Es ist schön, dass Du Träume hast, liebe Mathilda. Der Mensch braucht Träume, Träume können die Seele baumeln lassen und Träume können auch in Erfüllung gehen.

      Versuch, deinen Traum noch zu erfüllen, irgendwann. Geh aber vielleicht mit einem Anbieter, der etwas Abseits des heutigen Rummels eine Safari anbietet. Wo Du in einer kleinen Gruppe deine Bilder schiessen kannst.

      Dir liebe Grüsse und danke für deine Zeilen. Ernst ;-)

  6. Träumerle Kerstin schreibt:

    Hach, es ist und bleibt ein Traum von mir: Safari in Afrika. Und immer, wenn ich Afrika-Deko sehe, fange ich an zu träumen. Leider musste ich meine Elefanten-Sammlung aussortieren, es waren einfach im Laufe der Jahre zuviele geworden. Nun steht eine große Kiste auf dem Boden und wird vielleicht irgendwann den Weg ins Wohnzimmer zurück finden.
    Affenbrotbäume sind schon gewaltige Exemplare! Hat der kleine Junge so zerschundene Beine (sieht aus wie Löcher) oder liegt das an der alten Aufnahme?
    Liebe Grüße in den Nachmittag von Kerstin, die wieder ganz fasziniert diesen Bericht gelesen hat und Danke sagt für die vielen Mühen.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hallo Kerstin,
      Danke für deinen Kommentar. Ich hoffe, Kommt Zeit, kommt Rat und Du findest für deine Sammlung eine gute Lösung. Ich habe meine Elefanten nur in der Erinnerung, habe sonst aber auch noch verschiedene grössere und kleinere “Sammelwaren”, an denen ich Hand anlegen sollte.

      Die Baobabs, ja, das sind Kerle, das kann ich Dir sagen. Leider hatte der Junge offene Wunden (Löcher). Ich vermute, dass es Aussatz (Lepra) war.

      Es freut mich, dass Dir mein Bericht gefallen hat. Liebe Grüsse. Ernst

  7. Silberdistel schreibt:

    Danke, dass Du uns wieder einmal mitgenommen hast auf Deine Afrikareise. Es war wie auich die anderen Male ein toller Besuch in einer urtümlichen Landschaft mit interessanten Tieren. Auch, wenn Mathilda sich nicht fürchten würde, mir wäre der Elefant doch auch etwas unheimlich gewesen.
    Liebe Grüße aus dem verregneten und unter Wasser stehenden Norden schickt die Silberdistel

    • ernstblumenstein schreibt:

      Es freut mich, dass Du mich wieder einmal besuchst, liebe Silberdistel. Ich finde auch, der Lake Manyara Park war landschaftlich gegenüber der Serengeti oder dem Ngorongoro ganz anders gestrickt.
      Ihr steht unter Wasser im Norden?! Hab ich gar nicht gewusst, vielleicht kann ich mich mal schlau machen. Schicke Dir ein paar Gummistiefel, verbunden mit lieben Grüssen. Ernst

      • Silberdistel schreibt:

        Nein, nur unser Garten stand unter Wasser, da unsere Schneeberge relativ schnell weggetaut sind. Da der Boden vorher wohl recht tief durchgefroren war, stand das Wasser erst einmal eine Weile auf der Oberfläche. Inzwischen ist alles wieder weg. Wir hatten Sturm, der auch das Wasser mit weggeblasen hat.
        LG zurück und danke für die Gummistiefel ;-)

      • ernstblumenstein schreibt:

        Oh, dann bin ich aber froh. Ich habe das auch schon erlebt, als der gefrorene Boden das Tauwasser staute. Ist schon nicht so angenehm, gell. Bei uns ist Sturm für diese Nacht angesagt, die Ansage resp. Warnung ist meistens grösser als das, was nachher kommt.
        Mal gucken. Liebe Grüsse, in dem Falle ohne…….. ;-)

  8. syntaxia schreibt:

    Fein, Ernst!
    Die Affenbrotbäume sind wirklich wuchtig, kein Wunder, dass “der kleine Prinz” sie nicht auf dem Planeten wuchern lassen wollte.. ;-)
    Der Elefant als Foto betrachtet wunderbar, in Natur bin ich eher ängstlich!

    ..grüßt dich Monika

  9. ernstblumenstein schreibt:

    Vielen Dank, Monika für deine Zeilen. Ja, die Baobabs, sie haben es mir angetan! Wir waren eben zu jener Zeit jung und furchtlos. Heute sieht das auch ganz anders aus. ;-)
    Liebe Grüsse Ernst

  10. alltagsblick schreibt:

    Ernst, weisst du ob sich diese wundervolle Landschaft im Manyara Park verändert hat und wenn ja wie stark?
    Herzlichen Dank, dass du uns auf diese Reise mitgenommen hast.
    Liebe Grüsse Claudia

  11. ernstblumenstein schreibt:

    Ich hoffe sehr, dass dieser Park in etwa gleichgeblieben ist, leider weiss ich es nicht. Ich habe vor einiger Zeit im Kommentar in einem meiner Afrika-Tagebuchberichte nur gelesen, dass in der Serengeti Reisende eine wahre “Chilbi” erlebten und grosse Ströme von Touristen jeweils abgefertigt wurden.

    Es könnte also sein, dass diese Parks durch die Massen von Touristen sicher leiden. Aber ich glaube, die Einheimischen wissen mittlerweile, was für einen “Schatz” sie an Wildtieren und Landschaften haben.
    Wenn Du dich für eine Reise interessierst, würde ich Dir empfehlen, einen kleinen Veranstalter zu suchen, der in weniger bekannten Nationalparks spezialisiert ist und dort euch interessante Wildtiere in einmaligen Landschaften zeigen kann. Eine solche Reise wäre zwar teurer, aber viel interessanter und abenteuerlicher als die Massenangebote.

    Was nützt der Name Serengeti, wenn Du nachher wegen dem Rummel total entäuscht bist?
    Soviel Infos von einem, der mit seinen Berichten die eigenen einmaligen Erinnerungen wieder lebendig machen konnte. Liebi Grüess Ernst

  12. Waldameise schreibt:

    Da hat es sich doch gelohnt, dass ich so spät noch “um die Blogs” ziehe. So fand ich deine neuen interessanten und tollen Fotos aus Afrika, lieber Ernst. Auch ein Ausflug in eine andere Welt. Und die Affenbrotbäume haben es mir besonders angetan. So einen möchte ich mal umarmen.
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße,
    die Waldameise

  13. Margrit schreibt:

    Hallo lieber Ernst
    Das sind ja wieder tolle Bilder , ich liebe diese S/W Fotos sehr , finde sie einfach wunderschön …
    ich bekomme soeben Fernweh nach dem damals noch so unberührten Afrika !
    Und das Foto mit dem Jungen berührt mich sehr , trotzt Armut strahlt er über das ganze Gesicht ……
    und hier in unserer Wohlstandsgesellschaft ist den Menschen das Lachen verloren gegangen ,
    oder wenn man fröhlich ist ,wird man komisch angeschaut ,ist leider so !
    Danke für deine so schöne Afrikareise hier !!!
    Ich wönsche dir es gmüetlichs Wocheänd ,
    liebi Grüessli
    Margrit

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hallo Margrit,
      danke für deinen Besuch. Du hast ja nicht weit ! ;-) Du warst ja früher auch in Afrika, gell und kennst das Land. Ja, der Junge, arm und krank – und er strahlt, wie wir reichen, verwöhnten Menschen in Europa gar nicht mehr können.

      Du hast Recht mit dem Lachen oder der Fröhlichkeit. Das ist wahrscheinlich der Preis, den wir für unser angenehmes Leben bezahlen müssen. Es wird uns aber nur bewusst, wenn wir authentische Fotos aus der anderen Welt sehen.

      Ob wir allerdings heute auf überfüllten und auf “Rummelplatz” eingerichteten Massensafaris glücklich wären? – ich glaube nicht !
      Auch dir eîn schönes Wochenende. Liebi Grüess über de Bärg. Ernst

  14. buchstabenwiese schreibt:

    Beeindruckend, lieber Ernst.
    Ich hätte nicht den Mut so etwas zu machen, obwohl ich es mir faszinierend vorstelle. umso schöner, dass ich hier dabei sein kann. Danke fürs Mitnehmen. ♥
    Sehr berührende Bilder, finde ich.

    Herzliche Grüße,
    Martina

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen, vielen Dank für deine Zeilen. So schlimm, wie es manchmal aussah, war es gar nicht. Aber weisst Du, diese fantastische Landschaft faszinierte mich noch mehr als die Tiere, die in ihr lebten.
      Herzliche Grüsse zu Dir. Ernst

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