Pfingstsonntag, 19. Mai 2013


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Mount Meru,

Tansania (7)

Mich beeindrucken während meines Aufenthaltes die Afrikanerinnen! Sie verrichten viele schwere und anstrengende Arbeiten und tragen so massgeblich für die Ernährung ihrer Familien bei. Mein persönlicher Eindruck ist, dass sie mehr arbeiten als die Männer.

Eine Bauernfrau ist mit ihrer Viehherde und Brennholz unterwegs nach Hause.

61 Afrika 69 Tansania, Hirtin mit Holz und Viehherde unterwegs Arusha-210

Unsere letzte Safari geht heute an den etwa 100 km entfernten Mount Meru, der mittendrin im Arusha Nationalpark liegt.

Der Meru ist wie der Kilimandscharo durch die Vulkan-Aktivitäten im Ostafrikanischen Grabenbruch entstanden. Die letzte Eruption erfolgte 1910. 

Der erloschener Vulkanberg ist 4’562 Meter hoch. Unser Tagesziel liegt auf etwa 2’514 Meter über Meer.

100 Afrika 69, Tansania Mount Meru 4566 Meter dritthöchster Vulkanberg34

Der Nationalpark ist stark bewaldet und hat die Funktion einer grünen Lunge, weil in ihm ein tropisches Urwaldklima herrscht. 

Marianne und ich am Eingang des Parks. 

103 Afrika69 Tansania Mt. Meru Nat.Park Rtg. Krater auf 4'562 Meter-212

Marianne und unser Guide posieren vorne auf dem Geländefahrzeug, bevor wir unsere Fahrt durch den Regenwald beginnen.  

106 Privat 69 Tansania Mt. Meru Nat.Park Urwald-Safari-227

Wir fahren im Berglorbeer-Urwald hoch. Eigenartige Baumriesen und Baumgebilde faszinieren uns. Eine Naturlandschaft dieser Art haben wir noch nie gesehen.

Dauernd haben wir das Gefühl, der Jeep könne vor lauter Bäumen und Dickicht nicht mehr weiter fahren.

107 Afrika 69 Tansania Mount Meru Nat.Park hinauf zum Krater-237

Wir passieren skurrile Wurzelngebilde, durch die die Ranger eine Lücke geschlagen haben, damit die Fahrzeuge zur 1. Hütte auf 2’500 Meter hochfahren können.

Hier seht ihr schon richtig, wir fahren unter diesem Wurzelwerk durch.

108 Afrika 69 Tansania Safari im Mount Meru Park

Die Flora im Arusha National Park ist üppig. Es gibt u.a. verschiedene Lilien Arten.

Die Schopf Fackellilie. (Kniphofia Uvaria).

image
Wikimedia Commons, eig. Werk. Urh. Alexxw.  

Nochmals eine Fackellilie und eine Red Hot Poker.

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Links : Nochmals eine Fackellilie. (Kniphofia caulescens).
Rechts : Red Hot Poker. (Knipholfia thomsonii).

oder die Feuerball-Lilie. (Scadoxus multiflorus) .

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Foto Wikimedia Commons, eig. Werk, Urh. Density.

Die Bäume sind über und über mit langen Flechtenhaaren überzogen, was einen eigentümlichen, manchmal gespenstischen Eindruck hinterlässt.  

101 Afrika 69 Mount Meru, Baumäste in grosser Höhe-179

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109 Afrika 69 Tansania Mt. Meru Vulkanberg 4'562 Meter ü.M.

Die Fauna ist beeindruckend ! Es gibt u.a. Wasserbüffel, Netzgiraffen, Warzenschweine, Kleine Kudus, Grant Gazellen, Erithrea Spiessböcke, Waldantilopen, Dikdik und Elefanten.

Auch soll es Raubtiere geben. Grund genug also, um mit dem Fahrzeug durch diesen Dschungel hochzufahren.  

104 Afrika69 Tansania Mt. Meru Nat.Park Rtg. Krater 4'562 Meter-215

Leider zeigt sich der Vulkanberg an diesem Tage meistens im Nebel verhüllt.

Eine Aufnahme aus dem Internet zeigt den Mount Meru von einer anderen Seite.

Mt-Meru-gesehn-von-Hatari-Lodge geo.de.reisen
www.geo.de/reisen

Etwa 300 Meter unterhalb unseres Reisezieles hält der Jeep an. Die restlichen Meter steigen wir zu Fuss hinauf zur Schutzhütte

102 Afrika 69 Tansania Mount Meru Urwald u.Park -195

Ein Aufstieg zu Fuss wäre wie eine Expedition und sehr zeitraubend gewesen. Auch mit dem Jeep ist diese Fahrt ein echtes Erlebnis. 

Jambo. Die Miriakamba-Hütte auf 2’514 Meter über Meer ist erreicht und unsere Safari kehrt wieder um, den Heimweg anzutreten.

105 Afrika69 Tansania Schutzhütte am Mt. Meru auf ca. 2500 Meter ü.M. 217

Ich zeige euch hier eine Luftaufnahme des 4’562 Meter hohen Mount Meru mit seinem Ashcone Krater. Der Meru ist er 5. höchste Berg von Afrika.

Damit ihr eine Ahnung von der Grösse erhält : Der Durchmesser des Kraterkessels beträgt ca. 3,5 Kilometer.

Foto Wikimedia Commons Urh. Christoph Buser.image

Eine eindrückliche Safari im Mount Meru Nationalpark geht zu Ende. Wir fahren zurück zur Krüger Lodge, wo wir ein letztes Mal übernachten.

Somit ist das Afrika-Tagebuch vollständig. Es beinhaltet die Reiseberichte : Krüger Lodge Arusha (1x), den Nationalpark Serengeti (2x), den Ngorongoro (1x), Lake Manyara (2x) und Mount Meru (1x).

In dieser Collage habe ich für euch nochmals ein paar Bilder aus Reiseberichten als Erinnerung zusammengestellt.  

page 1

Wir werden die rustikale und heimelige Krüger Lodge in Arusha vermissen, ebenso die Afrikaner, die uns während des Aufenthaltes betreuten und die wir schätzten lernten. Der Abschied am nächsten Morgen fällt uns schwer.

Beim Holili Border Checkpoint verlassen wir Tanzania und fahren über den Tsavo West Nationalpark in Kenia nach Mombasa. Die Reise im VW-Bus nach Mombasa dauert mehr als 10 Stunden. 

In einem Hotel direkt am Indischen Ozean verbringen wir noch eine Woche Badeferien.

152 Afrika 69 Kenia Mombasa Island am Indischen Ozean Badeferien (3)

                      *****

151 Afrika 69 Kenia Mombasa Island am Indischen Ozean Badeferien (2)

                      *****

page 2

                      *****

Afrika Unsere Reise 3 1969

© Text und Fotos, wo nichts anderes vermerkt, durch E.B.

Der Spruch zum Tage

Afrika ist ein schwarzer Mann,
der im Dunkeln vorüberhuscht.

Henning Mankell, schwedischer Theaterregisseur und Schriftsteller. 

Ich hoffe, mein Afrika-Reiseberichte haben euch gefallen.

Ich grüsse euch und wünsche schöne Pfingsten.  Ernst

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34 Antworten zu Pfingstsonntag, 19. Mai 2013

  1. Mathilda schreibt:

    So jung und voller Abenteuer, das beeindruckt mich schon und überhaupt dieses Land.
    Warst du irgenwann wieder einmal dort?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Mahilda ♥

    • ernstblumenstein schreibt:

      Danke für deine Zeilen, Mathilda. Nee, ich war nur dieses eine Mal im Schwarzen Kontinent. Behalte ihn so wie „Er“ war in Erinnerung. Ich glaube, heute mit dem Massentourismus ist auch in Afrika „Chilbi“ angesagt. Dir noch einen angenehmen Montag. Herzlich Ernst

  2. ute42 schreibt:

    Das war wirklich ein interessanter Reisebericht und wohl eine abenteuerliche letzte Expedition. Sehr beeindruckt haben mit die Bäume mit ihrem riesigen Wurzelwerk. Es ist einfach schön, wenn man solche Reisen in jungen Jahre gemacht hat. Davon kann man ein Leben lang zehren.

  3. Beate Neufeld schreibt:

    Lieber Ernst,
    jeden einzelnen Deiner so liebevoll und interessant zusammengestellten Reiseberichte habe ich genossen. Vielen herzlichen Dank für all Deine Mühe, sie hat sich gelohnt.
    Sei lieb gegrüßt von:
    Beate

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hoi Beate,
      danke für dein Lob sprich für die „Blumen“. Deine Zeilen haben mich gefreut. Tja, jetzt ist Afrika beendet und meine Erinnerungen vollständig. Aber es gibt noch über viele Reisen zu berichten. Ich wünsche Dir eine angenehme Zeit und sende herzliche Grüsse. Ernst

  4. Beate Neufeld schreibt:

    Lieber Ernst,
    ich habe jeden einzelnen Deiner so liebevoll zusammengestellten Reiseberichte genossen.
    Vielen Dank für Deine Mühe, sie hat sich gelohnt.
    So ein Urwald ist eine Welt für sich, so wie mir scheint. Diese Baumriesen sind wirklich sehr beeindruckend!
    Sei herzlich gegrüßt von:
    Beate

  5. martaperegrina schreibt:

    Interesante relato con imágenes que acompañan muy bien.
    Me ha conmovido la delgadez de la joven en la reposara.
    Que disfrutes de un hermoso domingo.

  6. syntaxia schreibt:

    Wieder sehr beeindruckend, lieber Ernst!
    Diese Bäume sind teilweise echt gewaltig und gespenstisch, das hatte ich sofort im Kopf dabei.
    Dann wieder so zauberhafte Blumen, toll!

    ..grüßt dich Monika herzlich

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank Monika. Gespenstisch waren die Aeste mit den langen „Haaren“ oder Fäden, ich glaube es war eine Flechtenart. Weiss es aber nicht mehr so genau. Dir eine angenehme Woche wünscht Ernst

  7. candide57 schreibt:

    un reportage fort intéressant!🙂

  8. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich bin wieder so beeindruckt lieber Ernst. Afrika ist einfach ein Traum, doch heut überrannt von Touristen. Da hattet ihr damals sicher noch viel mehr das Gefühl von Abgeschiedenheit und Abenteuer. Danke für diese Aufnahmen!
    Liebe Grüße von Kerstin.

  9. ernstblumenstein schreibt:

    Danke für deine Zeilen. Wünsche Dir eine gute Zeit. Ernst

  10. buchstabenwiese schreibt:

    Wunderschön, lieber Ernst.
    So schöne Fotos von der Reise. Herrlich.

    Durch das Wurzelwerk hindurchfahren, das ist so unvorstellbar.

    Ihr seid übrigens ein hübsches Paar.

    Liebe Grüße,
    Martina

  11. Anna-Lena schreibt:

    Ein toller Bericht und so vielseitig.
    Die Zeiten, unbeschwert in der Sonne zu liegen, ohne an Hautkrebs zu denken, sind ja leider vorbei. Ihr seid ein attraktives Pärchen gewesen und sicher bis heute geblieben.🙂

    Liebe Grüße Anna-Lena (die jetzt deine Anspielung auf die Sonnencreme versteht😉 )

  12. Carl S. Lee schreibt:

    We were happy with our stay as it met our needs for a self organised trip up Mt Meru and the Manager (Moses) greatly assisted us with this. The lodge is only about 3 kms outside the park and the entrance from which climbs up Mt Meru commence. We could park our car whilst on Meru for $10 a night and the lodge assisted us in getting to and from the entrance for our climb. Moses was lively and informative and he made a big difference to our 2 night stay (1 night before going up and 1 night afterwards). When we were ready to leave he showed us the back route to the Arusha/Moshi road which meant that we didn’t have to pay the fee for going through the park.Having said that we really enjoyed our stay I must point out that not everything is perfect. We liked our hut as it was spacious, gave us privacy and is in very rural area with views of both Mt Meru and Mt Kilimanjaro (when visible) . However, it is rustic and for $115 a night is probably a bit over priced even when considering it is so close to Arusha NP. The sheets on the bed were too short and they therefore used 2 sheets on the top rather than 1. I agree with the previous reviewer that it can seem a bity spooky when you are the only ones staying there as the lodge isn’t fenced off. Although they do have guards Moses did advise us to close our windows at night when we asked and luckily at 1600 meters it is cool enough to do so. There was plenty of hot water but it took several minutes for it to get through to our room. We also thought that the food wasn’t that great and was a bit expensive. Luckily we opted for bed and breakfast, rather than the expensive full board in order to save money, and therefore only had a couple of dinners and breakfasts.Mount Meru turned out be the highlight of our 1 month trip and we also liked Arusha National Park (can be seen in about 6 hours). Thanks Moses.

  13. minibares schreibt:

    Lieber Ernst, was für unvergessliche Erlebnisse.
    Ja, das glaube ich auch, dass die Frauen viel mehr arbeiten mussten oder sogar noch müssen.
    Ihr beide seid so glücklich und zufrieden, wunderbar. So jung und unternehmungslustig.
    Ist schon enorm, was ihr unternommen habt.
    Danke für diesen wundervollen Bericht, lieber Ernst und die beeindruckenden Fotos. Da unter den Wurzeln herzufahren, war wohl aus ein eigenes Abenteuer.
    Liebe Grüße
    Bärbel

  14. ernstblumenstein schreibt:

    Vielen Dank Bärbel für deine Bemerkungen. Das Wetter ist Europa ist Sch…..
    Ich nehme an, dass es bei Dir nicht besser ist, ok, Weihnachten kommt ja bald 😉
    Liebe Grüsse Ernst

  15. Waldameise schreibt:

    Schön, dass du wieder deine Erinnerungen aus deinem bewegten, abenteuerlichen Leben mit uns teilst, lieber Ernst. Manchen Fotos sieht man ihr Alter gar nicht an bzw. könnte man meinen, sie seien erst vor kurzen entstanden.

    Ein lieber Sonntagsgruß
    von der Waldameise

  16. LaVagabonde schreibt:

    I’m sorry, I don’t speak German, but I wanted to say that your photos are amazing. It must have been great to have visited back then! -Cheers, Julie.

  17. Silberdistel schreibt:

    Es war wieder sehr schön, mit Euch unterwegs im schwarzen Kontinent zu sein. Ihr hattet insgesamt viele spannende, schöne und auch aufregende Erlebnisse. Danke, dass Du sie mit uns geteilt hast. Ich kann mir schon vorstellen, dass eine Fahrt durch den Urwald ein tolles Abenteuer ist, das man sicher nie mehr vergisst. Man hat an jedem Deiner Berichte gemerkt, wie sehr Dich dieser Kontinent beeindruckt hat und irgendwie schien er Dir auch ein wenig ans Herz gewachsen zu sein. Schön, wenn man auf eine solch interessante Seite seines Lebens zurückschauen kann. Mit diesen Reiseberichten warst Du sicher so wie noch einmal dort. In diesem letzten Bericht hat mich besonders diese riesige Baumwurzel fasziniert und der enorm große Vulkankrater – sehr beeindruckend. Die Lilien haben natürlich besonders mein Gärtnerherz erfreut🙂
    Danke, es war toll!
    Liebe Grüße

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen vielen Dank für deine interessanten Ausführungen. Du hast mir schon fast zu viele Blumen verteilt, ich muss im Keller gucken, ob da noch leere Vasen stehen. Ja, Silberdistel, ich habe diese Reise durch mein Schreiben nochmals erlebt und ich mag diesen riesigen Kontinent sehr. Deine Zeilen haben mich gefreut. Liebe Grüsse in den Norden. Ernst

  18. cindy knoke schreibt:

    Wunderschone ERnst!!!

  19. ernstblumenstein schreibt:

    Thank you Cindy so much❤ . Have a good time. Ernst

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