Samstag, 28. September 2013


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Strassenbilder aus

Preveza und der

Küste. 1976,  (9) 

Dieser Schuhmacher in seinem originellen Laden lächelt zufrieden.  Die  Ausstattung seines Ladens und Arbeitsplatzes ist sehr schlicht und heute in dieser Art sicher nicht mehr zu finden.

Das allein ist für mich Grund genug, sein damaliges Geschäft im Jahre 1976 euch hier zu zeigen.

Griechenland 76 Schuhmacher b.d. Arbeit Prevezza -0061

Er ist stolz auf seinen Beruf und sein Geschäft, strahlt er doch eine tiefe innere Zufriedenheit aus. Sicher konnte er seine Kunden in seinem einfachen Werkraum mit günstigen Preisen bedienen.

Sicher ist euch der nicht sehr hygienische, damals aber übliche Fleischaushang draussen auf dem Trottoir aufgefallen.

1 Kopie vom Original GR 1977 Lefkas Agios Nikitas Fischer-Dorfladen Früchte Fleisch-112 - Kopie (2)

Der Krämer und seine Frau, die dieses Geschäft betrieben haben, sind heute sicher nicht mehr aktiv.

Typische Strassenszenen, wie sie damals zu sehen waren. Die  Schuhputzer sind heute noch in einigen südlichen Ländern anzutreffen.

Griechenland 76 Streetside in Preveza 0230Griechenland 76 Schuhputzer in Prevezza -0232

Ich glaube, dieser Transporter hatte 8 Esel geladen und stand abfahrbereit am Strassenrand.

Griechenland 76 Eseltransport auf Griechisch Prevezza -0003

 

Unser Zeltcamp an der Küste

Unser Camp lag einige Kilometer ausserhalb von Preveza hinter dem Strand am Meer.

Griechenland 76 Campidylle westl. Prevezza -0018
Griechenland 76  u. Zeltcamp westl. v. Prevezza -0025
Griechenland 76  Prevezza Zeltcamp-0020

Etwa 400 Meter hinter dem Zelt führte die Küstenstrasse Richtung Athen. Auf dieser Strasse begegnete mir dieser Hirte mit dem neu geborenen Lamm auf dem Arm.

Griechenland 76 Schafhirte mit Lamm Strand Prevezza-0014

Wien – Athen per Fahrrad.

Eines Abends, es dunkelte gerade ein und die Hitze des Tages war gewichen, hörten wir hinter unserem Zelt Lärm. Mit angeknipsten Taschenlampen gingen wir durch Schilf und Macchia zur Küstenstrasse hoch.

Eine Gruppe von  österreichischen Radfahrern rastete und verpflegte sich. Die meisten von ihnen waren Wiener/innen. Wir traten zu ihnen,  lauschten ihrem Dialekt, sprachen mit ihnen und hatten zusammen ein Mordsgaudi. 

Sie waren mit Rädern von Wien nach Athen unterwegs und erzählten uns über ihre weite, z. Teil beschwerliche Reise. Wegen der grossen Hitze radelten sie vorwiegend in der Nacht.

Griechenland 76 Prevezza Velofahrer Nacht aus Wien Umweltaktivist-0064
Foto eingescannt von Ernst Blumenstein.

Auf Grund des photokopierten A4-Blattes, das ich von ihnen erhielt,  könnt ihr sehen, dass die Leute für das Fahrrad einstanden und dafür kämpften, dass Radfahren international mehr unterstützt und gefördert wird.

Es war für uns ein einmaliges Erlebnis, diese alternativen Freaks kennen zu lernen. Sie werden sich am Kongress in Athen für das Fahrradfahren europaweit einsetzen.

© Alle Fotos u. Text. E.B.  

Der Spruch zum Tage

“Die Welt ist ein Buch,
und diejenigen,
die nicht reisen,
lesen nur eine Seite.”

„The world is a book, and those who do not travel read only a page.”

Saint Augustine, Röm. Kath. Bischof, 354-430 nach Chr.

Ernst

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14 Antworten zu Samstag, 28. September 2013

  1. Waldameise schreibt:

    Lieber Ernst,

    um es mit dem Zitat zu sagen … du hast wahrlich viele spannende Kapitel in diesem Buch gelesen. Sehr beeindruckend deine Ausführungen und die schönen nostalgischen Fotos dazu. Danke für die große Mühe. Die Erinnerungen sind wahrlich ein Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann. Der Spruch passt hier wohl auch ganz wunderbar, gell?

    Ein lieber Gruß zu dir
    von der Waldameise

  2. martaperegrina schreibt:

    Hola Ernst buenos días.
    Bellas imágenes de una linda epoca vivida.
    Que tengas un hermoso fin de semana

  3. Amorak schreibt:

    unglaublich wie schön das leben damals doch war. Klar heute ist es auch schön – aber manchmal tut es mir sehr leid um all die kinder die niemals so eine gelassenheit , so eine selbstverständlichkeit der dinge und campen am meer ohne abschrankungen und schutz und dies und das und überhaupt , erleben dürfen!

    ganz tolle berichte immer hier bei dir lieber ernst ❤

  4. buchstabenwiese schreibt:

    Hallo, lieber Ernst,

    den Beitrag lese ich später, bin gerade zeitlich etwas im Druck, aber ich war so neugierig auf deinen Header. 🙂 Mensch, der ist wirklich toll geworden. Gefällt mir sehr. 🙂

    Freudige Grüße,
    Martina

  5. Beate Neufeld schreibt:

    Ich habe den Bericht sehr gerne gelesen und die interessanten Fotos angeschaut. Die Kopie von der alten Zeitung finde ich besonders spannend anzuschauen. Was bedeutet denn der Begriff: Nacktzeitung?
    Ach und das neugeborene Lamm. . .
    Liebe Grüße zu Dir von:
    Beate

    • ernstblumenstein schreibt:

      Lach, Beate, das habe ich gar nicht bemerkt 😀 . Ich kann es dir nicht sagen, weil ich es nicht weiss in welchem Zusammenhang das steht – würde mich auch interessieren. Weisst Du, das waren extravagante Leute aus Wien, sehr sehr alternativ. Ihre Einstellung hat mir halt sehr gefallen, weil ich heute noch unkonventionell bin. Danke für deinen Besuch, ich werde sicher bei dir auch wieder einkehren. Herzlich. Ernst

  6. ute42 schreibt:

    Man hat den Eindruck, dass die Menschen damals wenn auch arm, doch zufrieden mit ihrem Leben waren. Ein interessanter Bericht mit schönen nostalgischen Bildern.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hoi Ute, vielen Dank für deine Zeilen. Ja, meine Domaene sind vergangene Reisen. Sie sollen aufzeigen, dass wir schon damals auch sehr viel gereist und unterwegs waren, nur viel weniger mit dem Flieger. Liebe Grüsse. Ernst

  7. Träumerle Kerstin schreibt:

    Hach Du hast aber auch schöne alte Aufnahmen! So pulsierte schon damals das Leben in den Gassen. Der Schuhmacher schaut wirklich zufrieden aus. Er hat Arbeit, hat sein Einkommen und ist sicher dankbar dafür.
    Das kleine Lamm zu tragen macht den Hirten sicher auch stolz. Nachwuchs sichert Fleisch, Wolle, Geld.
    Die Begegnung mit den Radfahrern war ja interessant. Was für eine Strecke sie da radelten – ich käme nie an 🙂
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hallo Kerstin,
      danke für deine Zeilen und deinen ausführlichen Kommentar. Ich erlebe mit meinen Beiträgen die Reisen von damals nochmals hautnah mit und ich schreibe gerne solche alten Berichte. Ja, das Dreigroschenblatt, lach, herrlich gell.
      Liebe Grüsse. Ernst

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