Mittwoch, 13. August 2014


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Papierblumen

Anfangs Mai kauften wir auf dem Markt der Stiftung Pro Specie Rara,
der jedes Jahr auf Schloss Wildegg durchgeführt wird Setzlinge, nämlich

2 5.8.2014 Papierblumen  Garten SB 009

Zitronengurke, Zuckermais, rote und gelbe Krautstiele für den Nutzgarten.

Aber auch einige unscheinbare Staudenpflanzen, die ich für den Randbereich der neu anzulegenden Wiese vorsah. Inzwischen blühen sie und ich will euch zwei von ihnen zeigen.

Es sind die weiss- und violettblühenden Papierblumen (Xeranthemum annuum) “Alba und Violetta”.

5.8.2014 Blumen u. Gartenbilder SB 007

z 5.8.2014 Papierblumen. Garten. 012

Diese filigranen Staudenpflanzen sind 20-60 cm hoch, sie wiegen sich bei Luft wie ein Windspiel, bewegen sich und tanzen. Ich bemerke auch, dass Bienen und andere Insekten die Papierblumen gerne und oft besuchen.

z 4er Collage 10,08,11,14 cats

Wir hoffen, dass wir aus den “Papierenen” später Trockensträuße binden und im Hause aufhängen können.

z 3er Collage. Allein. 5.8.2014 Papierblumen u. SB 014

Die weißblühende Papierblume Alba war schon 1881 bei der Fa. Samen Wyss im Handel. Die gleiche Sorte tauchte 1934 erneut im Angebot auf.

Lieferant der seltenen Samen war das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben Deutschland. catsDie Zierpflanzen von Pro Specie Rara werden von Hobbygärtnern und Bäuerinnen betreut. Diese Betreuer erhalten Samen der alten Sorten, ziehen diese auf, pflegen sie und ernten das Saatgut.

Collage 07. 06. 014. cats

Die freiwilligen Mitarbeiter können einen Teil der Samen für ihren Eigenbedarf behalten. Der Rest geht wieder in die Samenbank von Pro Specie Rara zurück. Auf diese Weise werden die alten Sorten erhalten und wieder verbreitet.

© Alle Fotos von Ernst Blumenstein.

Ich werde für mich versuchen, Samen der Papierblumen zu sammeln. Sollte jemand Interesse haben dann meldet euch bitte.

Ernst 

Für Interessierte!
Die ProSpecieRara ist eine schweizerische nicht profitorientierte Stiftung. Sie wurde 1982 gegründet, um gefährdete Nutztierrassen und Kulturpflanzen vor dem Aussterben zu bewahren. Die Stiftung arbeitet eng mit den aus ihrem Wirken entstandenen Vereinen und aktiven Züchtern und Anbauern zusammen. Tiere, Obstbäume, Gemüse u. Zierpflanzen werden von über 3’000 Privatpersonen u. Institutionen betreut und gezüchtet. Die Organisation führt Kurse, Führungen, Ausstellungen u. Workshops durch. Der Link:  http://www.prospecierara.ch.

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26 Antworten zu Mittwoch, 13. August 2014

  1. Schön …. in meinen Lieblingsfarben.
    Danke Ernst fürs teilhaben lassen.
    Segen sei in deinem Haus.
    Grüße aus OÖ. in die Schweiz.
    HERZ-lichst
    M.M.

  2. Vera Komnig schreibt:

    Oh, die sind aber wunderhübsch, diese Paierblumen und die wachsen und gedeihen auch gut auf der Wiese? Dann hätt ich gern ein paar Samen, wenn du welche erübrigen kannst, Ernst!
    Säen wird man die wohl erst im nächsten Frühjahr, oder?

    Ganz lieben Gruß mit bestem Dank für diese wunderschönen Blumenfotos und dein Erzählen.

    • ernstblumenstein schreibt:

      sie wachsen am Rande der Wiese. Ob sie in der Wiese wachsen? – probiere es einfach mal aus. Vom Wetter her meine ich, es sei später November 😉 also bitte auf den Frühling warten. Vielen Dank für deinen Besuch. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, hoffentlich tuet es irgendwann wieder auf.
      Einen lieben Gruss. Ernst

  3. einfachtilda schreibt:

    Bei uns heißen sie Strohblumen und es gibt sie in vielen Farben. Selber mag ich sie auch.

    Grüßle ❤ Mathilda

  4. ladyfromhamburg schreibt:

    Schön, dass man sich darum kümmert, das alte Pflanzensorten nicht komplett aussterben. Und auch schön, durch dich diese Papierblumen zu sehen (und überhaupt kennenzulernen!). Welche Bodenbedürfnisse hat sie denn, wenn man es jetzt noch genauer betrachtet als nur unter dem Gesichtspunkt Wiese. Ist das ein eher magerer Boden, sandhaltig? Oder ein frischer, doch nährstoffhaltiger Grund? Wenn du von deinem Anbauboden ausgehst: eher trocken oder feucht? Sonnig oder auch etwas beschattet?
    Ich frage dir nur wieder ein Loch in den Bauch, weil ich überlege, dich vielleicht um Samen zu bitten – das jedoch nur, wenn die Pflanze bei den Bedingungen in meinem Garten auch eine wirkliche Gedeihchance hätte.
    Eh ich es vergesse zu erwähnen! Prima, dass du via Blog von solchen Dingen erzählst, die alten Pflanzen selbst kultivierst und so schöne Fotos davon postest!

    LG Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      sie stehen am Rande einer neuen Wiese auf normaler Erde, also sowas wie zwischen etwas Humus und magerer Erde. Da sie eine alte Sorte ist würde ich sagen sie ist eher anspruchslos und verträgt trockenen Boden gut. Auch bei sonnig oder schattig liegst Du richtig, wenn die Pflanze beides kriegt. Sicher freut sie sich an einem sonnigen Plätzchen mehr als wenn sie nur im Schatten steht. 😉
      Vielen Dank für deine Zeilen, lass mich wissen, wenn Du für nächsten Frühling einen Versuch erwägst.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüsse Ernst

  5. cindy knoke schreibt:

    Wunderbar Klaus! Schon~

  6. Laurie Buchanan schreibt:

    Your photographs are beautiful. Absolutely beautiful!

    Ihre Fotos sind schön. Absolut schön!

  7. ute42 schreibt:

    Ja, hier heißen sie auch Strohblumen. Lange habe ich keine mehr gesehen. Ich mag sie gerne.

  8. Waldameise schreibt:

    Bei uns gibt es die Mössinger Mischung – eine Wildblumensamen-Mischung, die viele Verkehrsinseln und natürlich Gärten mit blühenden Wiesen schmücken. Das ist wunderschön. Meine blühen auch langsam …

    Deine Strohblumen sind auch sehr hübsch, lieber Ernst. Hauptsache, es ist immer etwas am Blühen.

    Ein lieber Gruß
    von der Wiesenameise 😉

  9. minibares schreibt:

    Strohblumen, den Ausdruck kenne ich wohl, lieber Ernst.
    Sie schauen wunderschön aus, so zierlich und überaus zart, klar dass sie im Wind tanzen, das sieht zauberhaft aus.
    Und sie erfreuen dich, das ist sehr gut, und auch die Bienen, das ist noch besser.
    Viel Freude mit diesen neuen Blüten
    Bärbel

  10. Silberdistel schreibt:

    Ein interessanter Post, lieber Ernst. Ich bin sogar noch Deinem Link gefolgt und habe dort auch fleißig geschaut. Schön, auf welche Weise alte Pflanzensorten so erhalten bleiben. Ich kenne Deine Papierblumen allerdings auch als Strohblumen. Bei meiner Großmutter gehörten sie noch jedes Jahr in den Garten. Ob es nun auch genau diese Sorte war, das kann ich allerdings nicht sagen. Ich weiß aber auch noch, dass die Insekten ganz begeistert von diesen Blumen mit den zarten Farben waren.
    Wenn Du ausreichend Saat sammeln solltest, dann würden mich auch ein paar Körnchen interessieren.
    Liebe Grüße schickt Dir die Silberdistel in den Süden

    • ernstblumenstein schreibt:

      schön zu lesen, dass diese alte Pflanzensorten noch überall als Strohblume bekannt ist, wie bei uns auch. Die Samen kamen ja von der Samenbank in Leibnitz. Ich werde versuchen, Dir ein paar KÖRNCHEN dann zu senden. 😉 Ich hoffe, ich schaffe all die Bestellungen 😉 😀
      Ich sende Dir einen lieben Gruss an die Ostsee. Ernst

      • Silberdistel schreibt:

        Ich stelle mich auch ganz brav in die Warteschlange. Wenn Du dann halt nichts mehr hast, wenn ich an der Reihe bin, dann bekomme ich vielleicht im nächsten Jahr etwas ab? 😉
        Liebe Grüße in den Süden – im Norden regnet es gerade, ist aber bitter nötig. Bis dann, sagt die Silberdistel

      • ernstblumenstein schreibt:

        ich gebe mir alle Mühe, dass Du nichts abbekommst 😉 :-D, sondern bekommst !!!
        Ihr habt wenig Wasser ? – ich sende Dir welches, bei uns regnet es seit anfangs Juli praktisch täglich mindestens einmal :mrgreen:

  11. syntaxia schreibt:

    Toll deine Papierblumen. Auch sie fühlen sich bei dir wohl! 🙂
    Sie sehen auf den ersten Blick aus wie Mittagsblumen. Als zu trocknende Blumen kenne ich sonst nur die Strohblumen, die aber kleiner von der Blüte und gefüllter/dicker/dichter sind.
    Eine schöne Idee, der Stiftung, die Pflanzen, bzw. Samen so zu erhalten. Das ist sicher für viele Arten dringend nötig.

    ..grüßt dich Monika

    • ernstblumenstein schreibt:

      danke Monika für deinen Kommentar, der mich freute. 🙂 Es gibt hunderte von Strohblumenarten, diese Sorte ist eine sehr alte. Bereits bilden sich bei meinen beiden verzweigten Stauden die ersten verblühten Blüten zu Strohblumen aus. Wir werden sie mal binden und schauen, wie sie sich weiter halten.
      Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende und sende einen lieben Gruss nach Freiburg.
      Ernst

  12. buchstabenwiese schreibt:

    Und ich dachte schon, du hättest Papierblumen gefaltet, lieber Ernst. So wie ich Papiersterne gefaltet habe. 😉
    Als ich Mathildas Kommentar gelesen habe, da fiel mir ein, dass mir Strohblumen wohl eher ein Begriff ist.
    Auf jeden Fall sind sie sehr hübsch.

    Liebe Grüße,
    Martina

  13. ernstblumenstein schreibt:

    ja, Strohblumen sind wohl überall im deutschsprachigen Raum bekannt, vielen Dank Martina. Ich wünsche Dir eine frohe Woche. Liebe Grüess Ernst

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