Donnerstag, 23. Oktober 2014


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Der Waldpolizist…

 

WMC. eig. Werk. Urh. Marek Szczepanek

WMC. eig.Werk. Urh. Marek Szczepanek.

ist eifrig am einsammeln von Eicheln und anderen Waldfrüchten!

Kundige Waldspaziergänger kennen sicher sein heiseres lautes Rätschen, mit dem er andere Bewohner jeweils alarmiert, wenn jemand des Weges kommt.

Diese Feder gehört ihm.  

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Wikimedia Commons. Gemeinfrei.

Habt ihr gewusst…

dass er jeden Herbst ein gigantisches Vorratslager anlegt, damit er gut über den Winter kommt?

Es sind rund 3’000 bis 4’000 Eicheln, die er jeweils in seinem Revier versteckt.

EichelFoto aus wald.lauftext.de

Viele der Eicheln findet er natürlich nicht mehr und trägt so zur Verbreitung von keimenden Sämlingen bei.

Wildsäue sorgen allerdings dafür, dass nicht zu viele wachsen können, sind doch diese Früchte ihre Lieblingsnahrung.

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Foto aus wald.lauftext.de

Eichen brauchen rund 50 Jahre, bis sie die ersten Früchte produzieren können. Sie sind deshalb ein Symbol für die Ewigkeit (ein Eichenleben überdauert 30 Generationen).

Bei alten Völkern galten sie als heilige Bäume und waren bei den Römern dem Gott Jupiter und bei den  Germanen dem Gott Donar geweiht. Sein Laub und die Eicheln sind auch heute noch in Wappen, Militär, Münzen, Kartenspiel usw. als Symbole präsent.

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Foto WMC, eig. Werk. Urh. Hans-Jörg Hellwig.

Während der Häher im Sommerhalbjahr hauptsächlich tierische Nahrung zu sich nimmt, um seine Nestlinge gut versorgen zu können, frisst er im Winter überwiegend pflanzliche Nahrung.

Abendstimmung am Hallwilersee. Im Vordergrund eine knorrige Eiche.  

z gebraucht 21.12.12. Eiche u. See A. Foscolini
Foto A. Foscolini. Hausen bei Brugg.

Ich wünsche euch ein angenehme Zeit. Ernst

Für Interessierte :
Eine der ältesten und grö
ßten Stieleiche Europas soll in Chêne des Bosses im Schweizer Jura stehen. Es braucht 8 erwachsene Männer, um ihren Stamm zu umfassen. Das Alter ist schwer zu bestimmen, sie soll mehrere hundert Jahre alt sein. 
  

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40 Antworten zu Donnerstag, 23. Oktober 2014

  1. arabella50 schreibt:

    Wir haben im Garten auch Eichelhäher. Nur bei strengsten Frost kommt er ganz nah ans Haus zum Vogelhäuschen.
    2 Eichen wachsen mittlerweile wild im Garten. Wir lassen sie machen was sie wollen und beobachten sie.
    Liebe Grüße

  2. ladyfromhamburg schreibt:

    Manchmal sehe ich auch einen bei uns. Meist in der Rotpflaume. Es gibt zwar eine kleine Eiche, aber die trägt noch keine Früchte. Ihm scheinen hier aber andere Sachen auch verlockend zu sein. Manchmal klaut er sich im Winter Körner aus dem Vogelhaus – was viel zu klein für ihn ist! Er gerät regelmäßig in Schwierigkeiten, wenn er hinein oder heraus will … ^^

    Interessant, was du über die Fruchtausbildung bei Eichen schreibst, Ernst! Das hatte ich bisher noch nicht gewusst, dass es so lange dauert, bis die ersten Eicheln erscheinen!

    Liebe Grüße aus dem Norden!
    Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      Der Eichelhäher ist/war ja ein ausgesprochener Waldbewohner, den ich aber seit zwei drei Jahren bei garstigem Winterwetter auch am Futterhaus am Apfelbaum beobachten kann. Auch der Häher muss und passt sich den Umwelt-Veränderungen an. Es könnte auch am Futterangebot in seinem Revier liegen, dass er bei viel Schnee in Dörfer ausweicht, um an gedeckte Tische heranzukommen. Wie Du schreibst, stellt er sich dabei aber sehr tollpatschig an. Ok, das würde mir ja auch passieren, wenn ich versuchte, in die Kleidergrösse S zu schlüpfen. 😉 ^ ^
      Die Amsel z.B. war ja vor langer Zeit auch ein typischer Waldbewohner und ist heute überall anzutreffen.
      Ich sende dir einen lieben Gruss nach Hamburg. Ernst

  3. joe-mathis schreibt:

    Spannender Bericht über zwei Lebewesen welche einander das Leben / Ueberleben ermöglichen.
    G. Joe

  4. Vera Komnig schreibt:

    Oh, ich liebe Eichelhäher. Wir haben hier auch zwei, die schon richtig zur „Familie“ gehören. Sie kommen seit Jahren regelmäßig und holen sich Futter und zeigen auch ihren Jungen die Futterstelle bei uns im Garten. Sie fressen auch sehr gern Haselnüsse 🙂

    Lieben Gruß von Vera 🙂

    • ernstblumenstein schreibt:

      Schön, liebe Vera, das freut mich. 🙂 . Sie ähneln ein bisschen uns Menschen; wir sitzen auch lieber an den Tisch, anstatt auf Futtersuche zu gehen. 😉
      Ich sende dir einen lieben Gruss Ernst

  5. minibares schreibt:

    Lieber Ernst, was für ein schöner Bericht über den Eichelhäher.
    Ja, auch die Eichhörnchen tragen dazu bei, dass neue Samen sprossen können. Denn auch sie finden nicht immer alles wieder, was sie gesammelt haben.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank liebe Bärbel für deine weiterführenden Infos über die Eichhörnchen. Ich weiss auch, dass Vögel die Mistelbeeren fressen und den Kot auf Obstbäumen entsorgen. So wachsen neue Misteln. Liebe Grüsse Ernst

  6. S. Meerbothe schreibt:

    Darf ich noch beisteuern, dass er auch ein famoser Vogelstimmenimitator ist? Selbst Ornithologen werden von ihm in die Irre geleitet.
    Ich mag ihn sehr.
    Mein Vater nannte ihn den „Verräter des Waldes“, weil ranpirschen an Wild unmöglich wird, hat der Häher erst mal Wind bekommen.

    Liebe Grüße Silvia Meerbothe

    • ernstblumenstein schreibt:

      Boah, das wusste ich nicht von ihm. Danke Silvia für den Tipp. Der Star als Imitator ist mir geläufig.
      Ja, der Häher warnt alle Waldbewohner vor den fremden „Fötzeln“. 😉
      Liebe Grüsse Ernst

  7. Clanmother schreibt:

    Ich wusste nicht, dass die alten Völker wurden als heilige Bäume angesehen. Ich lerne etwas Neues jedes Mal wenn ich vorbei für einen Besuch. Danke.

  8. ernstblumenstein schreibt:

    Vielen Dank Rebecca für deine Zeilen. Mir geht es genau gleich, auch ich lerne bei dir immer wieder etwas dazu.
    Liebe Grüsse Ernst

  9. Silberdistel schreibt:

    Bei uns ist der Eichelhäher bisher noch nicht am Futterhaus zu Besuch gewesen – egal wie streng die Winter waren. Vielleicht ist er doch lieber bei seinen Eicheln geblieben 😉 Ein schöner Bericht, lieber Ernst 🙂 Dass Eichen sooo lange brauchen bis sie die ersten Früchte tragen, war mir bisher noch nicht bekannt. Da hast Du wieder einmal eine Bildungslücke bei mir geschlossen 😉
    Liebe Grüße in den Süden schickt Dir die Silberdistel

    • ernstblumenstein schreibt:

      Es ist interessant, dass sich diese Rabenvögel bei uns ab und zu in der Landschaft zeigen und bei mir auch schon mal an der Tafel schnabulierten. Aber so eine Lebensraum-Mutation vom reinen Waldbewohner weg in die Landschaft braucht Jahrzehnte. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber, dass die Amsel früher mal auch ein Waldbewohner war.
      Ich mag diese Rabenvögel, sie sind nämlich sehr “gescheit”. Das gleiche würde ich von mir nicht sagen, dass ich aber bei DIR eine „Lücke“ schliessen könnte, macht mich schon glücklich ;-).
      Ich sende dir liebe Grüsse aus einem schönen Herbsttag, der sich in Mitteleuropa anschickt, uns mit Licht und Wärme zu versorgen 🙂
      ❤ Ernst

      • Silberdistel schreibt:

        Ja, die Amsel zählte einmal zu den recht scheuen Waldbewohnern. Inzwischen hat sie sich ins ganze Gegenteil verwandelt, wobei … ihre Farbe hat sie noch behalten. Obwohl … auch da trägt sie ja mitunter heutzutage sogar ein weiß getupftes Kleid 😉
        Vögel sind überhaupt sehr gescheit. Sie sollen wohl mit zu den klügsten Tieren überhaupt gehören.
        Liebe Grüße aus dem angenehm warmen Norden schickt Dir die Silberdistel in Deinen Süden

      • ernstblumenstein schreibt:

        danke für dein Erläuterungen 🙂

  10. Simona schreibt:

    Dolce Notte 🙂

  11. ernstblumenstein schreibt:

    Bonne nuit Simona ❤ Ernst

  12. Waldameise schreibt:

    Ich liebe Eichen, kann mich im Wald nie sattsehen. Vorallem diese uralten, knorrigen und riesigen Bäume faszinieren mich total. Ein kleines Bäumchen habe ich selbst gepflanzt in meinem Garten.

    Ich wünsch dir frohe Herbsttage, liebe Ernst,
    liebe Grüße von der Waldameise

    • ernstblumenstein schreibt:

      Liebe Andrea, ich habe eine Auszeit genommen, weil bei mir nichts geht, drum schreib ich dir erst heut. Ja das Thema alte Bäume wie Eichen Buchen, Feldahorn und Eiben ist vor allem in Deutschland sehr präsent, hab gestern einen Dokfilm auf einem Reg.Sender (WDR?) gesehen. Nirgendwo in einem Land gibt es so viele sagenumwobene uralte Bäume wie in Deutschland. Ich beneide euch um diesen „Schatz“.
      Ich wünsche dir eine frohe Zeit liebe Waldameise, ich hoffe, Du hast genug Futter eingebunkert in deinem Bau 😉
      Liebe Grüsse Ernst

  13. buchstabenwiese schreibt:

    Danke für den interessanten Bericht, lieber Ernst.
    Ich finde den Eichelhäher ausgesprochen hübsch. 🙂
    Ich wusste gar nicht, dass Eichen 50 Jahre brauchen, um die ersten Früchte hervorzubringen.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
    Martina

  14. syntaxia schreibt:

    Den Eichelhäher mag ich, hatte ihn auch einmal im Blog gezeigt.Fein, deine Infos zu dem schönen Vogel.
    Das Bild mit der Abendstimmung am See ist ganz toll!

    ..grüßt dich Monika

  15. Anna-Lena schreibt:

    Und wieder lese ich bei dir einen tollen Bericht und habe dazugelernt, lieber Ernst 🙂 .
    Anna-Lena freut sich und grüßt herzlich 🙂 .

  16. Träumerle Kerstin schreibt:

    Wir haben hier bei uns viele Eichelhäher lieber Ernst. Sie kommen sogar ans Futterhaus. Dieses Jahr habe ich so viele Eicheln im Boden versteckt gefunden wie noch nie. Im Blumenbeet, unter den Tannen, sogar im Pflanzkasten am Hausfenster. Er war also fleißig im letzten Herbst.
    Kreischen kann er sehr laut und manchmal erschrecke ich davor.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Danke liebe Kerstin für deine Zeilen. Ich mag diese Rabenvögel alle sehr, sie sind nämlich sehr „gescheit“. Sie mutieren langsam vom reinen Waldbewohner weg und leben auch vermehrt in der Landschaft und besuchen uns deshalb auch öfters am Futterhaus.
      Es ist auch für ihn bequemer, am Tisch zu sitzen als Nahrung zu suchen ;-).
      Liebe Grüsse Ernst

  17. Mélanie schreibt:

    sweet and cute… ich liebe „le policier(le gendarme) des bois et des forêts“… 🙂

  18. ernstblumenstein schreibt:

    😀 moi aussi, ich bin in einem Dorf in den 50iger Jahren aufgewachsen. On a u vraiment dans cette time un gendarme, pour le village et le garcons, pas pour le forêt… 😀
    pardon ma francais federal

  19. Indah Susanti schreibt:

    Beautiful nature and you captured them very well! 🙂

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