Freitag, 1. Mai 2015


Chöl

Wer von euch Leserinnen und Leser besaß in seiner  Jugendzeit einen Spitzname (Beiname)?

Chöl

z 1.Bericht IMG_6543

Beim Ernten eines schneeweißen Blumenkohls im letzten Jahr kam mir wieder einmal mein Spottname aus der Kindheit in den Sinn.  

WMC. Eig.Werk, Urh. Dinkum. chou-fleurs.2
Foto WMC. Eig.Werk, Urh. Dinkum.

Mein Spitzname entstand aus den Wörtern Blumenstein – Blumenkohl – Kohl – Chöl ! Er ist seit vielen Jahren aus meinem Leben verschwunden.

Manchmal höre ich meinen Spottnamen noch an einer ’’Weißt Du noch’’ – Tagung (Klassentreffen). 

Chöl beim Füttern seiner Krähe Gogo.

1956 Nussbaumen  Gogo-Rabe vor Kaninchenstall14 - Kopie
Aufnahme Mitte der 50er Jahre.

Besitzt ihr auch so einen Spitznamen aus eurer Kindheit? Wer verrät ihn mir und schreibt, wie er/sie dazu gekommen ist?

Vielleicht ergeben sich in den Kommentaren interessante Kurzgeschichten. Ich grüße euch und wünsche ein frohes Wochenende.

Chöl

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34 Antworten zu Freitag, 1. Mai 2015

  1. Anna-Lena schreibt:

    Sehr originell, lieber Ernst :mrgreen: . Ich glaube, ich war nie mit einem Beinamen gesegnet .-( .
    Hab einen schönen 1. Mai.

    Mit lieben Grüßen
    Anna-Lena

  2. wederwill schreibt:

    Chöl… ‚Blumen‘ kann ich mir ja erklären, aber wo kam der ‚Kohl‘ her? Auch ich kann leider nicht mit Spitznamen aufwarten, leider leider … wobei – manchmal kann man eher froh sein, denn es gab auch ziemlich gemeine Varianten, Kinder sind manchmal nicht gerade feinfühlig.
    Liebe Grüße aus Thüringen von
    Marlis

    • ernstblumenstein schreibt:

      Lach, wie soll ich dir das erklären, Marlis? Die Jungs und Mädels leiteten von meinem Namen Blumenstein auf Blumenkohl und dann reduzierten sie das Wort auf Kohl ! Und Chöl ist unser Dialektname für Kohl.
      Ach, ist das kompliziert, wahrscheinlich wir man(n) im Alter so kompliziert wie ich bin.
      Einen lieben Gruss aus dem Aargau. Ernst

      • wederwill schreibt:

        Lieber Ernst,
        mein Geburtsname ist Blumentritt – da gab es alle mögliche Deutungsversuche früher – Kohl war jedoch nicht dabei 🙂
        Ganz liebe Grüße aus dem momentan schwül-gewittrig-warmen Jena sendet dir
        Marlis

      • ernstblumenstein schreibt:

        Liebe Marlis, oh Blumentritt, was für ein seltener Name, lach, aber ein anregender Name. Irgendwie liegen die Namen gar nicht so weit auseinander. 🙂 War dein Vater ein bekannter Politiker? Pass auf, es soll wieder schwere Gewitter geben!!!!!!
        Vielleicht werden wir im Süden verschont. Liebe Grüsse nach Jena Ernst

  3. Arabella schreibt:

    Utele hat meine Schwester zu mir gesagt, zu mehr als einer Verniedlichungsform meines Namens habe ich es nicht gebracht.
    Gelegentlich sagt der Gärtnergatte meine Perle zu mir, aber meist bin ich das Maiutchen. (Sächsich für meine Ute = Mei Udschen)
    Einen schönen 1. Mai lieber Ernst.:-)

  4. ladyfromhamburg schreibt:

    Wie kam denn die Krähe zu dem Namen Gogo? Das ist jetzt so etwas, was mich gerade sehr beschäftigt, lieber Ernst. Ich werde jetzt nicht anfangen, dich Chöl zu nennen, denn dazu finde ich, müsste man zu denjenigen dazugehören, die ihn damals erfunden und genutzt haben. ^^

    Zu deiner Frage: Dadurch, dass ich in Deutschland – zu Zeiten, als so gut wie kein anderes Kind einen ausländischen Namen hatte – mit einem französischen Vor- und auch Nachnamen aufwuchs, hatten alle damit genug zu tun. Daraus einen Spitznamen zu bilden, fiel offenbar sehr schwer.
    Nach dem Rollennamen einer Person in einem Theaterstück, das wir in der Schule in der Mittelstufe aufführten, nannte man mich eine Zeitlang Nelly, weil man mich spontan mit ihr identifizierte und diesen Namen auf einmal wahnsinnig passend fand. Ich fühlte mich nur nie sofort angesprochen. Reagierte mit Verzögerung.
    Da dieser Spitzname nach einem Schuljahr und neuer Zusammensetzung der Klasse bald wieder in Vergessenheit geriet, bleibt die Frage, ob an der Theorie des „so gut Passens“ vielleicht doch nicht ganz so viel drangewesen war … ^^

    LG Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      Schmunzel es war anfangs 50iger Jahre und ich weiss es selber nicht, es war ein Kunstname, frei erfunden in unserer damaligen unbeschwerten Jugendzeit. Kollegen und ich holten Gogo als Jungvogel aus einem hoch gelegenen Krähennest. Da ich die besten Voraussetzungen hatte, ihn grosszuziehen, Kaninchenstall mit leeren Fächern, Garten mit zwei Bäumen, nahm ich ihn zu mir.

      Es war keine leichte Aufgabe, Gogo grosszuziehen, ich musste ihn mindestens 3 mal am Tag mit verschiedenem Futter (Wasser, Mehlwürmer, gehacktes Fleisch, Küchenabfälle, in Milch eingelegtes Brot etc.) füttern, ihn rauslassen und schauen, dass er zurecht kam. Mit zunehmender Grösse ihn länger im Garten lassen, damit er Flugversuche unter den Bäumen unternehmen konnte und ihn abends wieder in seinen sicheren Ort einschliessen. Ich habe es geschafft und dabei gelernt, in jungen Jahren Verantwortung für ein Tier zu übernehmen.
      Es war ja wahrscheinlich damals schon verboten, Vögel aus einem Horst zu holen, aber die Toleranz der Leute war damals noch sehr gross. Uns lockte es halt, solch spezielle verbotene Dinge zu machen.

      Das mit deinem Namen verstehe ich gut, weil ja auch heute noch viele Deutsche sich mit der französischen Aussprache schwer tun. Die Identifizierung mit einem Namen war bei uns auch üblich, meistens war es ein bekannter Vorname eines Filmhelden… ^ ^
      Ich wünsche dir eine frohe Maienzeit. Ernst

  5. Simona schreibt:

    BUON PRIMO MAGGIO!

  6. ute42 schreibt:

    Nein, ich hatte auch keinen Spitznamen. Ich glaube, das war bei uns damals in der Schule noch nicht üblich. Schade eigentlich, heute wäre das eine nette Erinnerung 🙂

  7. unbesorgt schreibt:

    Du erinnerst hier an die Schulzeit und in mir kamen viele Bilder hoch, die an meine Schulzeit erinnerte. Aber keine Erinnerung an einen Spitznamen – hatte ich dann wohl auch nicht 😉
    Liebe Grüße und noch einen schönen 1. Mai

  8. giselzitrone schreibt:

    Danke für deinen Kommendar ich hatte auch einen Spitznamen ich glaube in der Schulzeit war das einfach so und dann noch auf dem Dorf.Ich wünsche dir ein gutes Wochenende und einen schönen Monat Mai liebe Grüße von mir Gislinde

  9. Waldameise schreibt:

    Welch nette Fotos aus deiner Kindheit, lieber Ernst. So eine Krähe hätte ich auch gern gehabt.

    Mein Familienname ist Preißler, deshalb nannte man mich Preißi oder Preiselbeere. Heute nennt man mich Obi oder Andi.

    Ein lieber Gruß zu dir
    von der Waldameise

    • ernstblumenstein schreibt:

      Deine Zeilen freuen mich sehr. Die Krähe hatten wir Buben verbotenerweise aus einem Krähennest geholt und ich habe sie zu Hause aufgezogen, bis sie ausflog. Nachts war sie im Kaninchenstall eingesperrt, tagsüber wenn ich dabei war durfte sie draussen unter Zwetschgenbäumen im Garten spazieren und Flugversuche machen. Ich fütterte sie wochenlang bis sechs Mal am Tag!! Es gelang, eines Tages flog sie aus.
      Preiselbeere finde ich ein toller Spitzname.
      Also Preiselbeere, ich sende dir einen lieben Gruss zu. Ernst

      • Waldameise schreibt:

        Schön zu lesen, dass der Ausflug gelang, lieber Ernst. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass du darüber ein wenig traurig warst, gell?

        Danke für die lieben Grüße … ich schreib dir noch zum neuesten Eintrag, bis gleich!

      • ernstblumenstein schreibt:

        ja, ich war traurig und erst später froh darüber. Aber ich lernte auch, für diesen Vogel Verantwortung zu übernehmen. Dir einen frohen Sonntag und einen lieben Gruss. Ernst

  10. minibares schreibt:

    ich hatte keinen Spitznamen.
    Aber das Foto aus jungen Jahren ist wunderbar, lieber Ernst.
    Du hattest sozusagen eine Krähe? Recht ungewöhnlich. aber du konntest sie echt füttern, genial!
    deine Bärbel

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ich hatte eine Krähe, Bärbel. Ich holte sie aus einem Nest, zog sie 2-3 Wochen auf, sperrte sie nachts in den Kaninchenstall, tags durfte sie raus unter die Bäume und ich passte dann auf sie auf, ich fütterte sie bis 6 mal pro Tag. Sie flog dann aus und ich war stolz, dass es gelang. Liebe Grüsse Ernst
      Hab eine gute Zeit.

  11. Träumerle Kerstin schreibt:

    Und ob ich einen Spitznamen hatte! Fast jeder aus unserer Klasse hatte einen. Ich war so dünn, dass ich das „Rippchen“ war 🙂 Davon ist heut nichts mehr zu sehen 🙂
    Faszinierend, dass Du eine Krähe groß gezogen hast. Hattest Du später mal Vögel als Haustiere?
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  12. ernstblumenstein schreibt:

    Danke Kerstin für deine lustigen Worte „die Rippchen sind nicht mehr zu sehen“ lach…
    Es wird wohl nicht so schlimm sein! Nein, ich hatte Hunde und Katzen, meine Mutter besass Wellensittiche…
    Liebe Grüsse Ernst

    • Träumerle Kerstin schreibt:

      Meine Eltern hatten früher auch einen Wellensittich, der sehr viel gesprochen hat. Das war außergewöhnlich. Er sagte seinen Namen, seine Adresse, alle möglichen Sachen. Heut hat meine Mutti wieder einen, aber der sagt nur ab und zu mal seinen Namen.
      Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  13. ernstblumenstein schreibt:

    Weisst Du, meine Mutter ist vor 24 Jahren gestorben. Sie sprach glaub ich jeweils mit den Wellensittichen, trainierte sie aber nicht zum sprechen. Ja, die Zeit vergeht und man(n) wird älter, lach…
    Ich sende dir liebe Grüsse in die Nacht. Mach’s guet. Ernst

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