Flammeküeche Essen…


Tarte Flambée  Flammkuchen Postkarte 239

Vor 2 Jahren erhielt ich im Januar ein Geburtstaggeschenk; ein ‘Flammeküeche’ Mittagessen im Elsass. Was lag also näher, als im Wonnemonat Mai an einem schönen Tag den Ausflug ins geliebte Elsass zu machen.

z Orschwihr

Nach 1 ½ Stunden Fahrt über Basel-St. Louis machten wir in Ensisheim (Haut Rhin) eine Kaffeepause. Bei einem Gang durch die Innenstadt fielen uns zahlreiche alte Gebäude aus dem 15. und 16. Jh. auf.

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Der Regentenpalast (Muséee de la Régence) wurde zwischen 1535 und 1547 gebaut. Er ist das Wahrzeichen dieser Stadt, die während des 30jährigen Kriegs (1618-1648) mehrmals verwüstet wurde.

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z Collage Ensisheim. 20.5.14 Elsass 012

Zu dieser Zeit war der Ort das Verwaltungszentrum der habsburgisch-österreichischen Besitzungen im Oberelsass.

Der Regentenpalast aus einer anderen Perspektive, Torbogen und die neugotische Kirche St. Martin.

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Ein ‘Donnerstein fiel vom Himmel’.
Das Prunkstück im archäologischen Museum des Regenten-Palastes ist ein 130 kg schwere Meteorit, der am 7. November 1492 mit Donnergrollen vor den Stadtmauern niederging.

WMC. Quelle Sternwarte Singen e.V. Urh. Konrad Andrä-
WMC. Urh. Konrad Andrä.
Quelle Sternwarte Singen e.V.

Es handelt sich um einen der ältesten gesicherten und dokumentierten Meteoriteneinfall Europas, von dem Material erhalten geblieben ist. Ein Lateinisch-deutsches Flugblatt von 1492 berichtete über diesen Vorfall in Ensisheim :

WMC. Urh. S. Brant. Quelle Uni Freiburg i.Br. Gemeinfrei. Donnerstein 1492.
WMC. Urh. S. Brand. Quelle
Uni Freiburg i.Br. Gemeinfrei.

Der Meteorit verlor jedoch im Verlauf der Zeit immer mehr an Gewicht, wurden doch wichtigen Besuchern jeweils ein Stück des Himmelskörpers abgegeben. 

Weitere Eindrücke von unserem Kaffeehalt.

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Ensisheim. 20.5.14 Elsass 022

Brunnen in der Innenstadt.

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In der nachfolgenden Collage ist oben rechts die Auberge de la Couronne, (Monument historique) von 1610 zu sehen.

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Unten links die reformierte Kapelle, die ehemalige alte Kirche des Jesuitenkollegs von 1690.

Weinbauern- und Restaurants-Schilder.

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Gegen Mittag verließen wir das in den Äckern und Feldern gelegene Ensisheim in der Rheinebene und fuhren über Réguisheim-Merxheim-Issenheim in Richtung der Weinberge, die sich an den Vogesen-Ausläufern anlehnen.

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Wir suchten ein verträumtes Weindorf, um dort in einem guten Restaurant draußen unser Mittagessen einnehmen zu können.

unterwegs nach Orschwihr.IMG_0184

In den Weinbergen zwischen Bergholtz-Bergholtz-Zell und Orschwihr.

z unterwegs nach Orschwihr 20.5.14 031

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Die Natur ist an diesem 20. Mai 2014 recht fortgeschritten, gibt es doch schon frische Spargeln und von Kirschbäumen locken köstliche Früchte. 

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Im Hintergrund liegt das idyllische gelegene Weindorf Orschwihr. Wir beschlossen, hier zu essen.

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Vom kurzen Rundgang im Ort zeige ich euch einige inspirierende Bilder.

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Ich freute mich ungemein, dass ich die geliebte Gegend wieder einmal besuchen konnte, mag ich doch die Elsässer; dieses eigenwillige Völklein mit seinem bunten, schillernden Dialekt.

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Mit ihrer reichen und üppigen Küche, ihrem Kugelhopf, ihren Terrinen,  Schnecken und anderen Spezialitäten wie z.B. die Zwiebel- oder Flammenkuchen.

Ich schlürfe aber auch gerne einen lebhaften fruchtigen Riesling oder aromatischen Gewürztraminer.

z Mittagessen

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte mir Tochter Tina nicht machen können. 

Es war ein beglückender Tag, der im sommerlichen Orschwihr beim Flammeküeche-Essen zu Ende ging.

Ernst

Rezept für Flammenkuchen nach Elsässerart (4 Pers.).
Zutaten : 250 g Quark, 1 dl Doppelrahm, 120 g geräucherter Speck,
3 dicke Zwiebeln, 500 g Brotteig, 2 Esslöffel Rüböl, Muskatnuss, Salz, Pfeffer.
Zubereitung :
Quark, Sahne, den Speck und die kleingeschnittenen Zwiebeln mischen. Würzen.
Den Teig in 4 Teile teilen. Jedes Stück fein ausrollen. Auf bemehlte Bleche legen. Den Belag darauf streichen. Mit etwas Rüböl beträufeln.
Garzeit : 3-5 Minuten. Im sehr heißen Backofen bei 300 ° Celsius backen.
Dazu passt ein weißer Pinot blanc oder ein leichter Pinot noir. En guete.

Verwendete Quelle : http://www.elsass-geniessen.de/orte/Ensisheim

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52 Antworten zu Flammeküeche Essen…

  1. Ariana schreibt:

    Danke für die schönen Einblicke in Wort und Bild. 🙂

  2. Dina schreibt:

    Herrlich! Der Elsass ist perfekt einen Schlemmerausflug! Oh mann, wie lecker und fein das alles hier aussieht! 🙂

  3. ute42 schreibt:

    Dieser Ort scheint mir noch ein wenig abseits der Touristenhochburgen zu liegen. Ich liebe das Elsass auch und werde bestimmt mal wieder hinfahren. Auch ich schätze die Elsässer Spezialitäten sehr. Wein kann ich leider nicht oft testen wenn ich mit dem Auto unterwegs bin.

  4. kowkla123 schreibt:

    Das muss ja toll gewesen sein, den Ort kannte ich nicht, hab einen guten Tag

  5. Michael Hermann schreibt:

    Es sind nun einige Jahre her, als wir des öfteren an der Weinstraße unterwegs waren. … und wohnten immer in Mittelbergheim bei der Winzerfamilie Haegi. Es war eine tolle Zeit.
    Danke für Deine wunderschönen Eindrücke Ernst – sie vermitteln Ruhe und irgendwie Heimat.
    Die trocken ausgebauten Gewürztraminer aus der Grand-Cru-Lage Zotzenberg sind das Größte.
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ja Michael, die Weinstrasse möchte sich auch schon seit länger im Blog ‚zeigen‘, aber noch klemmt der Macher. Wir sind viel in Bergheim in einer alten Hostellerie abgestiegen und an Mittelbergheim kann ich mich auch noch erinnern. Liebe Grüsse Ernst

  6. wederwill schreibt:

    Lieber Ernst,
    Töchter wissen eben, was dem Papa gefällt! Danke, dass wir teilhaben durften und das Rezept werde ich alsbald ausprobieren, danke auch dafür!
    Herzliche Grüße,
    Marlis

  7. Joe schreibt:

    Lieber Ernst, danke für diesen tollen ( Motorrad ) Ausflugstip mit Kulinarischem Abschluss. Wer könnte dem Flammeküeche wiederstehen. Wir missbrauchen ihn jeweils wenn Besuch angesagt ist als Apperohäppchen. Den ausgelegten Teig bestreichen wir mit Creme fraiche und belegen ihn dann mit Cammenbertstreifen und obeneauf dünn geschnittene Birnenschnitze. Ab in den den Backofen für ca. 10 min, dann mit dem Pizzaschneider in handgerechte Vierecke schneiden und geniessen. Herzliche Grüsse Joe

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hallo Joe, wir essen ihn fast wöchentlich, weil er einfach und schnell zubereitet und mit Salat ein leichtes Abendessen ist. Wir varieren mit allen Zutaten nach Lust und Laune. Deine Aperohäppchen mit Creme fraiche, Cammenbert und Birnenschnitze tönen köstlich und machen gluschtig. Ich werde deinen Tipp ausprobieren!
      Herzliche Grüsse, habt eine gute Zeit. Ernst

  8. Zeitreisender schreibt:

    Lieber Ernst,
    das war ja mal wieder eine tolle Zeitreise mit interessanten Informationen und schönen Bildern!
    Wir waren auch einmal vor vielen Jahren in Obernai im Elsass und haben sehr ausgiebig geschlemmt und relaxt. Es waren wunderschöne Tage.
    Nach deinem Bericht habe ich jetzt Hunger auf Flammkuchen 🙂 Ich glaube, ich werde mir mal dein Rezept näher anschauen 🙂
    Liebe Grüße vom Zeitreisenden!

    • ernstblumenstein schreibt:

      Oh hab Dank Volker für deinen Besuch. An Obernai sind auch noch viele Bilder und Erinnerungen vorhanden, die vielleicht einmal sich im Bloglicht zeigen möchten 😉 … . Probier mal das einfache Rezept einmal, es ist aus einer alten Broschüre „Die Elsässer Küche und ihre besten Rezepte.“ Hab eine gute Zeit 🙂

  9. ladyfromhamburg schreibt:

    Was für eine schöne Geschenkidee! Mir hat die Fahrt Richtung Norden samt Zwischenhalt mit Kaffeepause auch sehr gut gefallen! Flammkuchen direkt aus den Vogesen – die hätte ich jetzt auch gern. Gerade kam der Appetit. Ernst. Möglich auch noch am Originalschauplatz verzehrt … 🙂

    Liebe Grüße!
    Michèle

  10. wortsuche schreibt:

    Was für ein schöner Reisebericht, man bekommt nicht nur Lust auf Flammkuchen sondern auch auf Frühling! Danke und liebe Grüsse, Sandra

  11. Träumerle Kerstin schreibt:

    Lecker lieber Ernst! Neben Pizza esse ich auch gern mal einen Flammkuchen. Selbst zubereitet habe ich allerdings noch nie einen.
    Schinken und frischer Spargel – bloß gut, dass ich gerade satt bin vom Mittagessen 🙂
    Der Meteorit ist gewaltig. Ich staune, dass es damals schon so eine Art Flugblätter gab.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  12. kowkla123 schreibt:

    einen guten Tag noch

  13. Silberdistel schreibt:

    Ein schönes Geburtstagsgeschenk, lieber Ernst. Ich habe Flammkuchen irgendwann einmal während eines Urlaubs in der Pfalz kennengelernt. Seitdem gehört er immer mal wieder zu unserem Mittagstisch. Ich habe mir damals sogar ein kleines Kochbuch mit Rezepten aus dem Elsass mitgebracht, weil uns die Speisen dort sehr gemundet haben und ich so einiges nachkochen wollte.
    Auf Eurem Ausflug habt Ihr nicht nur gut gegessen, auch schönes altes Gemäuer habt Ihr entdecken dürfen. Das war ganz sicher ein Tag, wie man ihn sich wünscht.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

    • ernstblumenstein schreibt:

      Danke für deine Zeilen, Silberdistel. Ja, die elsässische Küche ist enorm vielseitig, zum Teil deftig, meistens aber sehr hochklassig und delikat. Tja, ich glaube, es gibt kaum jemanden, der diesen Landstrich nicht mag. Viele liebe Grüsse in den Norden. Ernst

  14. minibares schreibt:

    Lieber Ernst, was für ein schönes Geburtstagsgeschenk. Und ihr habt einen super Tag für die Einlösung ausgesucht.
    Tolle Aufnahmen von Kirchen, schönen Häusern, Weinbergen.
    Ich bin begeistert.
    Liebe Grüße Bärbel

  15. unbesorgt schreibt:

    Ein schöner Ausflug, den ihr gemacht habt, mit einem Abschluss, den ich mir auch gefallen lassen würde. Deine Erzählung und auch deine Bilder erinnern mich an eine Einladung in das Elsass meiner Freundin aus Bern – auch im Jahr 2014. Ich war nicht zum ersten Mal in diesem Landstrich und hatte mich zum wiederholten Male dort sehr wohl gefühlt. Nicht nur die leckeren Speisen, die angeboten wurden, auch die noch gut herhaltenen Orte in denen wir waren haben es mir angetan. So wie auf deinen Bildern ist es ja in vielen Orten dort – einfach nur schön, da noch viel erhalten ist.
    Liebe Grüße
    Angelika

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank Angelika für deine Zeilen und deinen Besuch. Es freut mich sehr, dass Du das ‚Alsace‘ auch magst, kennst und schätzt. Ich wünsche dir eine frohe Zeit und sende dir einen lieben Gruss nach Hamburg. Ernst

  16. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Donnerstag schöner Beitrag in Wort und Bild schöne Fotos und das Essen scheint sehr lecker zu sein.Liebe Grüße und Umarmung Gislinde

  17. restlessjo schreibt:

    Sehr schone, Ernst!
    Torte? Ja, bitte 🙂 🙂

  18. ernstblumenstein schreibt:

    Smile… 😀 , ja, Torte ist ein delikater süsser Dessertkuchen 😉 mit Tarte meinen wir eher einen Flammenkuchen 🙂

  19. Simona schreibt:

    Buon Pomeriggio 🙂

  20. Anna-Lena schreibt:

    Ist das schön dort, diese Baukunst – ein Genuss. Und wie man sieht, hat es euch auch bestens gefallen und geschmeckt, lieber Ernst.
    Danke wieder einmal fürs Mitnehmen und Mit-Genießen.

    Liebe Grüße ins regenreiche Wochenende,
    Anna-Lena

    • ernstblumenstein schreibt:

      Tja meine Liebe 😉 Du musst halt das nächste Mal mit uns mitkommen – bist jederzeit willkommen. 🙂 Bei uns schneit es im Moment. Morgen will Petrus aber wieder trockenes Wetter und bis zu 15 Grad warm. Nicht nur die Welt, auch das Wetter spielt verrückt.

      Wir gehen morgen auf eine Winterexkursion auf einen Sagenweg zum Thema ‚Wind und Wetter‘. Eine ausgewiesene Kennerin erzählt ausdrucksvolle Geschichten, in denen der Donnergott wätteret, stürmt, ächzt, grollt und donneret und eine ETH-Meteorologin Erklärungen über das Donnern, Blitzen und Stürmen liefert.
      Auch dir wünsche ich ein feines Wochenende. Liebe Grüsse Ernst

  21. Simona schreibt:

    Happy Sunday 🙂

  22. Clanmother schreibt:

    Ich kann nur die Aufregung vorstellen, als die Dorfbewohner die Donnerstein zum ersten Mal sah. Was für ein schöner Ort!

  23. ernstblumenstein schreibt:

    Smile… , ja ich glaube die Leute waren geschockt ab diesem Urknall…

  24. I don’t understand the language, but the land and architecture look amazing!

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