Smartphone…


 

Ich habe kein Smartphone, gehöre also zu den wenigen älteren Menschen, die ohne diesen zusätzlichen ‘Zeitvertreib’ auskommen und zufrieden sind! Sie lächeln? Tja, ich verstehe das, würde wahrscheinlich an eurer Stelle auch lächeln.

Zumal mein einfach zu bedienendes Doro Klapphandy nicht so oft klingelt. Ich brauche es vorwiegend, um jederzeit zu meiner Frau Verbindung zu haben und ab und zu unterwegs zum telefonieren.

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 Wichtig ist die Erinnerungsagenda, die mich akustisch auf  Termine aufmerksam macht. Heute muss jedoch Alles dokumentiert, verschickt, geteilt und gepostet werden.

Ich brauche die Handy-Kamera nicht, weil ich kein Bedürfnis habe, mich unterwegs zu dokumentieren und mitzuteilen. Mir genügt die Zeit am PC, wenn ich blogge, recherchiere und mich informiere. Zum fotografieren benütze ich meine Lumix-Kompaktkamera.

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Mir fällt auf, dass immer mehr Menschen mit Smartphone unterwegs sind.

Nein, es ist sogar umgekehrt; die Smartphone sind mit den Menschen unterwegs! Ohne Verbindung zur weiten Welt geht gar nichts. Eine Studie besagt : 

98 % der 12-bis 19-jährigen Jugendlichen besitzen ein Handy, die meisten davon ein Smartphone. Bei den 12- bis 13-jährigen haben 97 % ein Handy.
Ein Durchschnittsnutzer schaut alle 18 Min. aufs Handy. Jugendliche sogar alle 10 Min., was täglich fast 100 Mal entspricht. 8 % der Jungen sollen sogar handysüchtig sein.

Die Nutzer verbringen täglich 2,5 Std. am Smartphone! Allein 35 Min. davon mit Whatsapp, 15  Min. mit Facebook und 5 Min. mit Instagram. Ein Fazit von Buchautor und Informatikprofessor Alexander Markowetz lautet:

“Wir trainieren uns eine gestörte Aufmerksamkeit an,
was uns langfristig unproduktiv und unglücklich macht.”

Ob die Menschen mit den modernen Kommunikationsmitteln über alles gesehen mehr Zeit für ein erfülltes Leben gewinnen? Ich wage es zu bezweifeln.

Trotzdem wünsche ich euch eine gute Zeit. Ernst

 

Quelle: Spiegel Nr. 32 Menthal. James Studie 2014.

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23 Antworten zu Smartphone…

  1. BB schreibt:

    Bis vor Kurzem gehörte ich auch zu der bald aussterbenden Spezies der Nicht-Smartphone-User Auch jetzt wo ich ein Smarphone habe kann ich mit Fr. 10.- mit meiner Prépaid-Karte über ein Jahr lang telefonieren. Die Whatsapp Möglichkeiten die auf meinem bisherigen „Nokia-Knochen“ nicht möglcih waren erleichterten mir während dem Spital und dem Reha-Aufenthalt den Kontakt zu meinen engsten Familien-Angehörigen, vor allem mit der 11-jährigen Enkelin. Diese hat mich in die wichtigsten Whatsapp-Geheimnisse eingeweiht. Da man mit einem Smarphone auch Fotografieren und Filmen kann und diese Bilder gleich GRATIS an andere Whatsapp-Mitglieder verschicken kann bin ich Oldie ein Whatsapp-Fan geworden. Man wird mich jedoch nie erwischen, dass ich mit dem Smartphone Geisterwesen jage. Am allerpraktischsten ist, dass man statt zu chatten auch gesprochene Nachrichten versenden kann. Denn ich brauche um eine einigermassen fehlerfreise Nachricht zu versenden für 200 Zeichen mindestesn 5 Minuten, weil meine Finger immer die falschen Tasten erwischen. Einzig und allein Whatsapp ist der Grund, dass ich sofort nach Rückkehr aus dem Spital auch meiner Frau ein günstiges Smartphone gekauft habe, für 48 Franken, inkl. 15.- Fr. Prepaid-Gutschrift, in der Migros. Denn mit 3 Enkelkindern kommt man ohne Whatsapp fast nicht mehr aus. Nur für sie und unsere Tochter haben wir „umgestellt“.

    Handy-Oldie Bruno grüsst alle mit und ohne Smartphone herzlich.

    PS: Ich wollte vorhin wieder mal nachschauen, ob ich eine Message bekommen habe. Blackout, Die Batterie war leer, die letzte Nachricht erhielt ich am 5. August, von meiner Enkelin. Ich bin also (noch) nicht Smarphone-süchtig.

  2. Simona schreibt:

    Happy Weekend🙂

  3. gertrudtrenkelbach schreibt:

    Deinen gelungenen Beitrag habe ich über mein Smartphone gelesen. 😎 Ich bin mir der Gefahren bewusst….Aber auch der Vorteile.

  4. ute42 schreibt:

    Alles zu seiner Zeit, würde ich sagen. Ich bin auch Smartphonbesitzerin und möchte whatsapp nicht mehr missen. Unterwegs in der Natur bin ich allerdings mit den Augen, dem Herzen und der Kamera. Da bleibt das Gerät im Rücksack. Ich habe nicht das Bedürfnis, der ganzen Welt zu zeigen, wo ich mich gerade aufhalte🙂

  5. ladyfromhamburg schreibt:

    Ich habe seit gut fünf Jahren ein Smartphone, habe es aber noch nie übermäßig genutzt. Wie Bruno habe auch ich deshalb keinen Vertrag, sondern komme prima mit der Prepaid-Karte aus, die bei den wenigen Aktionen entsprechend lang hält. Warum überhaupt ein Smartphone? Die Kommunikation mit meinen Kindern läuft so am einfachsten und schnellsten, es ist sogar recht preiswert, wenn ich bedenke, was alles hin- und hergeht. Ich bin außerdem z. B. für meine Mutter (im Notfall) ständig telefonisch erreichbar, und ich kann unterwegs mal etwas nachprüfen oder den Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel einsehen bzw. eingegangene Kommentare im Blog zügig freischalten.
    Ich habe jedoch absolut keine Lust, ständig mit dem Ding vor der Nase herumzulaufen, und ich habe ebensowenig Spaß daran, etwa lange Texte auf der kleinen Tastatur zu schreiben. Das mache ich alles als gesammeltes Werk und in Ruhe am Laptop mit zehn Fingern. Geht im Endeffekt schneller. Und das Fotografieren übernimmt grundsätzlich auch die separate Kamera, nicht die des Handys. Insofern bin ich zwar ein Fan meines Smartphones, aber ein von dem Gerät trotzdem recht unabhängiger Mensch. Es beruhigt mich, es dabeizuhaben, es ist aber verflixt gut, dass man nicht in bestimmten Abständen draufschauen MUSS.
    Die von dir genannten Zeiten, die manch einer vor dem Display verbringt, sind mir ein Horror und wenn ich das Zitat von Prof. Alexander Markowetz lese, kann ich seiner Aussage nur beipflichten. Das gilt ebenso, was deinen Zweifel angeht, Ernst.

    Ein schönes Wochenende! Und ein lieber Gruß aus einem heißen Hamburg.
    Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      Herzlichen Dank Michèle für deine Ausführungen. Du verwendest meiner Meinung nach dein Smartphone sehr effizient, kontrolliert und vernünftig. Ich glaube, ich würde als Smartphone Besitzer ebenfalls zu dieser „Gattung“ Mensch gehören.
      Es ist wie mit allen technischen Fortschritten. Vernünftig angewendet sind sie sehr nützlich, aber ohne Mass wie alles Andere auch problematisch.
      Bei uns hat es mittlerweile abgekühlt und zwischendurch fällt Regen, für uns Menschen und die Natur nach diesen heissen Tagen ein Segen.
      Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche. Liebe Grüsse. Ernst

  6. kowkla123 schreibt:

    ja, es ist eben nicht so sehr unsere Zeit, schönes Wochenende ohne Stress

  7. Ruhrköpfe schreibt:

    die Dosis macht das Gift😉 Liebe Grüße aus dem sommerlichen Dortmund und einen angenehmen Sonntag, Annette

  8. Simona schreibt:

    Buona settimana🙂

  9. Michael Hermann schreibt:

    Herrlich – lieber Ernst! Hab auch ein „Senorenhandy“. … MEHR lehne ich strikt ab.
    Selbst dieses hab ich mir erst kürzlich zugelegt. Einstellungssache.
    … hab auch nicht den Eindruck, dass ich irgendwie eingeschränkt bin.
    Alles Liebe,
    Michael

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