Eine Einladung in Karachi im März 1965


 

Auf meiner mehrtägigen Tramper Reise vom iranischen Grenzort Zahedan durch den pakistanischen Teil der Wüste Belutschistan nach Karachi erholte ich mich einige Tage an der Beach am Arabischen Meer.

Zahedan Iran

Hier lernte ich mit zwei anderen Weltenbummlern einen Studenten kennen, der uns zu sich nach Hause einlud.

Die gut situierte Familie empfing uns sehr herzlich. Zuerst gab es eine Modeschau! Ich trage hier eine traditionelle Kleidung, ein Kamiz (langes Hemd) mit einer Kurta (Hose), den langen Schal über den Kopf gebunden sowie passende Schuhe.

Pakistan 65, Karachi, Studenten-Fam. IMG-0052

Die Familie ließ sich außer dem Sohn und dem Buben in der traditionellen Salwar-Kamiz-Bekleidung fotografieren.

Salwar stammt aus dem Persischen und bedeutet Hose, Kamiz aus dem Arabischen und heißt längeres Hemd.

Pakistan 65 Karachi bei Fam. eines Studenten IMG-0053

Die Frauen tragen zusätzlich eine Dupatta, einen langen breiten Schal, der über eine Schulter, um den Hals oder über den Kopf getragen wird.

Pakistan 65, Karachi, Studenten-Fam. 0054

Die Zeit verlief im Nu, stellten uns doch die Fam. Mitglieder Fragen über alles Mögliche, über die Schweiz und andere Länder Europas. Wir erzählten ihnen, wie wir leben, was wir machen und wie unser Land in etwa funktioniert.  

Auch für uns war die Begegnung sehr lehrreich, konnten wir doch viel über ihr Leben und über ihr Land erfahren.

Pakistan 65 Karachi Fam-horz

Soweit ich mich erinnern kann, gab es am Abend ein fein zubereitetes Mahl mit verschiedenen kleinen Vorspeisen, Reis mit pikanten Saucen, Gemüse und Huhn. Zum Trinken wurde Wasser, Tee oder Bier gereicht und als Dessert gabs einige  Süßigkeiten.

Vielen herzlichen Dank auf Urdu!   شکریہ

Ernst

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27 Antworten zu Eine Einladung in Karachi im März 1965

  1. Arabella schreibt:

    Schön, die Frauen in ihren Gewändern.
    Einen lieben Herbstgruß

  2. giselzitrone schreibt:

    Einen schönen Tag wünsche ich dir ein schöner Beitrag und schöne Fotos Interessant zu lesen Grüße Herzlich Gislinde

  3. ladyfromhamburg schreibt:

    Wenn man in der Fremde direkt in das Haus dort lebender Menschen eingeladen wird und so mehr über sie und ihre Lebensart/Kultur/Familien erfährt, ist das etwas Besonderes. Es ist meist das, was einen prägt und auch am längsten im Gedächtnis bleibt. Schön, dass du davon sogar Fotos hast, Ernst!
    Auf der letzten Aufnahme, seid ihr da die drei „Fremden“ mit den Töchtern des Hauses oder ist einer der jungen Männer der Sohn, euer einheimischer Bekannter?

    LG Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      Herzlichen Dank Michèle für deine Zeilen. Ja, es war spannend und interessant, weil es eine ‚moderne gebildete Familie mit 5 Kindern (4 Töchter, 1 Sohn) war. Der Bub war ein Kind einer Tochter.

      Den Sohn der uns einlud ist im 2. Foto in der Mitte hinter dem Vater stehend zu sehen.
      Auf der letzten Aufnahme sind wie Du vermutet hast 2 Töchter des Hauses und wir drei ‚Tramper‘, alle in pakistanischer Original-Bekleidung!.
      In der Mitte stehend ein Deutscher Reisekamerad und kniend vorne rechts ein Kollege aus der Schweiz.
      Ich wünsche dir ein angenehmes Wochenende und schicke einen lieben Gruss.
      Ernst

  4. Anna-Lena schreibt:

    Das war ein Austausch, wie er besser gar nicht sein kann. Übrigend, Kompliment, die traditionelle Kleidung steht dir🙂 .

    Anna-Lena schickt liebe Grüße🙂

    • ernstblumenstein schreibt:

      Du hast Recht, Anna-Lena, dieser Besuch war für uns sehr interessant. Übrigens wurden mein Reisekumpel und ich einmal auch im indischen Punjab gegen Abend beim ‚Autostoppen‘ von einem Inder in sein nebenan liegendes Anwesen eingeladen. Ein Butler wies uns den Weg ins Gästehaus mit allem ‚Drum und Dran‘. Wir hatten gute Gespräche mit ihm und seiner Familie und hätten eine Woche oder länger mit Familienanschluss bei ihm wohnen können. Gastfreundschaft wird in diesen Ländern gross geschrieben.
      Und, fast hätte ich es vergessen : Vielen Dank meine Liebe für deine ‚Blumen‘, hm, es ist aber lange her, gell…
      Auch dir wünsch ich ein frohes Wochenende und lass den ‚Göttergatten‘ grüssen. Ernst

  5. Michael Hermann schreibt:

    Oh Ernst, ist das lange her!
    … aber diese schönen Erlebnisse und Erfahrungen werden Dir für immer bleiben.
    Bist Du immer noch so viel unterwegs?
    Alles Liebe,
    Michael

    • ernstblumenstein schreibt:

      Hoi MIchael,
      ja so ist es. Ich bin nicht mehr viel unterwegs, habe genug ums Haus und im Garten zu tun, bin zweimal in der Woche einen halben Tag bei Pétanque spielen, blogge, bin nicht mehr der Jüngste und und…
      Kleinere Ausflüge nach Süddeutschland, Schwarzwald, Elsass oder in die Provence mach ich noch ab und zu mit der Familie.
      Ich wünsche dir ein frohes Wochenende und sende liebe Grüsse. Ernst

      • Michael Hermann schreibt:

        „Pétanque“ hab ich jetzt bei Wikipedia nachgeschaut – ich hab noch nie was davon gehört. Nur von Boule. Ist bestimmt sehr „entschleunigend“ und entspannend.
        Du unternimmst aber schon noch ziemlich viel.
        Ein schönes Wochenende, das wünsche ich auch Dir!
        Alles Liebe,
        Michael

      • ernstblumenstein schreibt:

        Boule nennt man das Spiel im Norden Frankreichs, Pétanque (franz. pieds tanqués, okzitanisch ped tanco) heisst es in Südfrankreich und weltweit. Es ist „Savoir vivre“ pur, sind wir doch eine tolle Clique von Senioren/innen, die sich nach Lust und Laune zum Spiel treffen. Im Nu vergeht jeweils diese vergnügliche Zeit und wir sitzen nachher in einer Beiz (Restaurant) zusammen und haben es lustig. Liebe Grüsse Ernst

  6. buchstabenwiese schreibt:

    Was du schon alles erlebt hast, lieber Ernst. Da staune ich immer wieder. Klasse.
    März 1965, da war ich gerade einen Monat alt.🙂
    Ganz herzliche Grüße zu dir,
    Martina

    • ernstblumenstein schreibt:

      Ich musste schmunzeln und lächeln, als ich deine Zeilen las liebe Martina. Ja, die Bloggerwelt ist wahrscheinlich altersmässig vielseitig aufgestellt, gell. Ich wünsche dir einen vergnüglichen Sonntag, geniesse den Sonnentag.
      Herzliche Grüsse Ernst.

  7. bmh schreibt:

    Lieber Ernst, das war bestimmt eine eindrucksvolle Begegnung und unvergessen dazu.
    Du zeigst uns Deine Erlebnisse auf gekonnte Weise und alles ist spannend zu lesen.

    Ich grüße Dich ganz herzlich
    Barbara

  8. ernstblumenstein schreibt:

    Vielen Dank liebe Barbara für deine Zeilen, die mich freuen. Hab eine gute Zeit.
    Einen ganz lieben Gruss zu Dir. Ernst

  9. Margrit Kehl schreibt:

    Tolle Fotos von anno dazumal und du siehst
    ja super aus die Kleidung steht dir wow…
    Das sind wunderbare Erinnerungen ,gell !
    Mein Mann war ja im 1970 8Mt. mit zwei Kumpel im
    Land Rover fast die gleiche Route und auch er hatte
    so ein Gewand an lach :-))
    Heute könnte man diese reise nicht mehr machen und vieles
    ist zerstört !

    Liebi Grüessli
    Margrit

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank Margrit für deine Gedanken. Ja, die Reise wäre heute nicht mehr möglich, so vieles hat sich zum Schlechten verändert. Dein Mann war demnach wie ich ein neugieriger Mensch, der etwas von der Welt sehen wollte und auch sah.
      Heute fliegen die Leute überall hin und sehen ausser den Folkloredarbietungen doch nicht viel von den Menschen – wie sie leben, arbeiten und ticken…
      ;-D Liebe Grüsse zu dir. Ernst

  10. compostingwords schreibt:

    Wow! What a fantastic trip. What a wonderful opportunity to spend time with a family and learn.

  11. cindy knoke schreibt:

    What a fascinating life you have led Ernst!

  12. Träumerle Kerstin schreibt:

    Ich mag deine Berichte sehr lieber Ernst. Und ich staune, wie schick gekleidet die Frauen damals schon gingen. Für uns unvorstellbar, in solch feinen farbigen Gewändern durch den Alltag zu laufen. Ich hätte dich gar nicht erkannt in der „Verkleidung“, Kleider machen eben Leute.
    Liebe Grüße in den Tag von Kerstin.

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank Kerstin für deine Zeilen. Es war eine reiche Familie und wir hatten sicher eine traditionelle ‚Sonntagsbekleidung‘ oder „Tracht“ an. Ich war ja damals vor 51 Jahren erst 23 Jahre jung…
      Hab eine frohe Zeit und einen lieben Gruss. Ernst

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