Wiener Walzer…


 

Im Keller habe ich ein Relikt gefunden, das ich vor vielen Jahren an einer von der SBB durchgeführten Gant ersteigert habe. Dieses Schild wurde früher am Waggon eines Euro-City-Zuges (EC) eingehängt und diente zur Information, wohin die Reise ging.

Der EC löste 1987 den legendären Trans-Europa-Express TEE ab, der seit 1957 für 1. Klasse-Passagiere in Europa verkehrte. Bild-Vorderseite! 

P1010836

Meine Familie lernte den behaglichen EC-Nachtzug 1989 kennen, als wir von Basel nach Hamburg und weiter nach Kopenhagen-Malmö reisten.

Das Schild zeugt von Schweizer Präzisionsarbeit, ist beidseitig beschriftet und konnte deshalb problemlos nach Bedarf einfach umgekehrt wieder eingehängt werden.

P1010834

1993 wurden die Euro-City-Nachtzüge durch national und international verkehrende EuroNight-Nachtreisezüge (EN) abgelöst. 

Der auf dem Schild abgebildete EC-Nachtzug aus früheren Zeiten verkehrt gemäß aktuellem Fahrplan nun als EN von Zürich nach Wien-Budapest, ist noch komfortabler eingerichtet als sein Vorgänger und heißt wie der alte EC Wiener Walzer.

Sicher gibt es viele Leser7innen, die mit einem der hier erwähnten Züge öfters schon gereist sind.

Ich wünsche euch eine frohe Zeit. Ernst

Für Interessierte nochmals die Entwicklung:
1957-1987 Trans-Europa-Express TEE.
1987-1993
1987 gründeten EG, Österreich u. die Schweiz das
                      Bahnnetz der Euro-City-Nachtzüge EC.
Ab 1993     Euro-Night Züge EN Nachtzüge.

Dieser Beitrag wurde unter Erinnerungen an frühere Zeiten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Wiener Walzer…

  1. Anna-Lena schreibt:

    Und wieder etwas dazu gelernt🙂 .
    Danke, lieber Ernst.
    Hab eine gute Woche ♥.

  2. Tja wird so nicht mehr geschehen kaum noch lesbar im irgendwo stehts noch geschrieben

  3. ladyfromhamburg schreibt:

    Mir gefällt der Name. „Wiener Walzer“. Das klingt beinahe so, als würde der Zug einen liebevoll in den Schlaf schunkeln …
    Da hast du ja ein Stück Vergangenheit erstanden, Ernst, und besitzt nun eine nette Erinnerung an die Zeit der Euro-City-Nachtzüge. (K.pu. ist eine Abkürzung, die mit dem dortigen Bahnhof zu tun hat?)

    Liebe Grüße hinunter in den Süden! Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!
    Michèle

    • ernstblumenstein schreibt:

      Vielen Dank Michèlle für deinen Kommentar. Tja Wiener Walzer klingt sehr beschwingt. Als wir 1989 mit dem EC Nachtzug nach Hamburg fuhren, war das regelmässige Schlagen der Zugsachsen auf die Schienen für uns gewöhnungsbedürftig.
      Der freundliche Schaffner brachte meiner Frau und mir nach Mitternacht je einen Zweier Roten, den wir bei ihm bestellt hatten. Wir genossen diesen späten feinen Trunk und konnten dann trotz dem monotonen Rattern der Achsen bald einschlafen.
      Einen lieben Gruss in den Norden nach Hamburg. Ernst

      • ladyfromhamburg schreibt:

        Gemütlich einen Rotwein zusammen zu trinken klingt nach einer sehr schönen Lösung, um später ausreichend müde für das Ignorieren von ratternden und in Abständen rumsenden Zugachsen zu sein. Dadurch, dass es diese eintönige und wiederkehrende Geräusch ist, gewöhnt man sich aber tatsächlich nach einer Weile ein wenig daran.
        Ernst, wir sind einmal mit den (noch kleinen) Kindern von Lörrach per Autozug zurück nach Hamburg und waren zu viert in einem kleinen Schlafwagenabteil. Mir hat hauptsächlich die Enge (Hochbetten, wenig Abstand zur Decke) zu schaffen gemacht. Ansonsten war es natürlich ein überaus bequemes Vorwärtskommen.
        LG Michèle

      • ernstblumenstein schreibt:

        Michèle, ich kann das mit der Enge in Hochbetten verstehen, es erinnert mich an die billigen Innenraum-Schiffskabinen, die wir mit unseren Töchtern für die Überfahrten nach Bastia oder Igoumenitsa buchten, weil wir aufs Geld schauen mussten. Die Enge und stickige Luft war zum Teil derart, dass ich fast Platzangst bekam. Ein schönes Wochende wünsch ich dir. Ernst

  4. kowkla123 schreibt:

    danke für die Info, schönen Donnerstag wünsche ich

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