Mein Wunsch zum neuen Jahr…



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Zum Jahresende…



1991 Südbretagne Kutter

De Kutter

S esch Ebbe und de Kutter ruet
vertäut am Pier, das tuet em guet
en Seemaa hinde schafft uf Deck
er stellt instand, flickt chlini Leck.

Wo ane goht eusi Reis em Läbe
mer chönd s nüd wüsse oder säge.
häsch Zit, halt a, chum ond stieg i
spinn Seemannsgarn be me Glas Wi.

Rue versprecht de Kutter am Tau
s glichi wünsch ech eu vo Herze au
ei Läbeswiesheit bestoht dorin
wänn au em Alltag g sesch en Sinn.

© Text und Foto: Ernst Blumenstein

Gesundheit und der Glaube auf bessere Zeiten
sollen Euch im neuen Jahr begleiten. Ernst

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Vorweihnachtszeit…


 


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A ndächtig und
d ankbar für‘s scheidende Jahr.
V orfreude und große
E rwartung auf die heilige
N acht und die
t raditionelle Weihnachtsfeier.

Allen Lesern wünsche ich eine besinnliche Adventszeit. Ernst

Text und Foto: Ernst Blumenstein

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Illusionen am Nachthimmel



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Milchstrasse. Foto: Nicole Köhler, Pixabay.


Wenn ich einmal gehe…

Wenn ich einmal gehe,
packe ich meine Seele ein,
schnüre meine Schuhe,
verstaue meine Tränen
und schultere den Rucksack.

Wenn ich einmal gehe,
laufe ich einfach weg,
als wäre ich auf der Flucht ins Uferlose,
um etwas zu suchen,
das es nicht gibt.

Wenn ich einmal gehe,
wandere ich dem geheimen Licht entgegen,
das mir und den Meinen
Hoffnung und Trost verspricht.

© Text: Ernst Blumenstein

Kommt gut durch die Zeit. Ernst


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Unterwegs nach Indien *



Istanbul – Erzurum

Auf dem Weg nach Erzurum trampten Kumpel Jean und ich von Istanbul nach Ankara. Dort lernten wir die Studentin Nur kennen, die uns ihre Uni und die Stadt zeigte. Sie erzählte uns über ihren Alltag und wäre am liebsten gleich mit uns gezogen. Am Abend legten wir uns im warmen Wartsaal des Bahnhof auf einer Bank schlafen.  

Zugfahrt Ankara - Erzurum

Anderntags schneite es, als wir an der Strasse standen und stoppten. Aber es war unmöglich, bei dieser Kälte die lange Strecke per Anhalter zurückzulegen. Es gab nur eine Alternative; die Eisenbahn!

Am Schalter erklärte uns der Mann, dass die Fahrt gegen 30 Stunden dauere, da der von einer Dampflok gezogene Zug an allen Stationen halte. Wir kauften uns Billette 3. Klasse für umgerechnet etwa zehn Franken pro Person! 

Iran Zahedan Jean u Aettli auf Wasserzuglok  - Kopie

In unserem Drittklasse-Waggon herrschte Chaos, als wir uns im Abteil einrichteten. Im Gang ein ständiges kommen und gehen, Koffer, Kisten wurden herum geschleppt, Schachteln, Bündel und Vogelkäfige mit Singvögeln umher getragen. Ja, sogar Körbe mit Hühnern oder Tauben waren dabei.

Fliegende Händler öffneten im Minutentakt die Türe, um Snacks, Fladenbrote, Süßigkeiten, Wasser, Fleisch, Zigaretten, Schmuck, Seifen oder Stoffe zu verkaufen. Schwarzhändler boten uns US $ oder iranische Rial an. Später gelang es uns, das Abteil von innen mit einer Schnur zu verschließen, damit wir mehr Ruhe hatten. Draussen zogen weiß­ge­tünchte Landschaften vorbei. 

Erzurum Türkei Grenzland Nähe Grenze zu Iran - Kopie - Kopie

Wenn wir lüften wollten, warteten wir, bis der Zug eine Linkskurve fuhr, damit keine Russwolken das Abteil verpesteten. Nach Mitternacht kamen wir in Erzurum an. Da der Wartsaal proppenvoll von einfachen Leuten war, kehrten wir in den Waggon zurück, um etwas zu schlafen. Frierend verliessen wir am Morgen den Zug und stapften durch hohen Schnee in eine Teebude. Heißer Chai und frisches Fladenbrot weckten unsere Lebensgeister wieder auf.
* Tagebuch vom Februar 1965.

Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Herbst – Schönheiten…



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Herbst:
Brokat in der Garderobe der Natur.


© Gabriele Renate Pyhrr. (*1964) Freizeitautorin.

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Im Herbst steht in den Gärten die Stille,
für die wir keine Zeit haben.

© Victor Auburtin, (1870-1928),
dt. Journalist und Schriftsteller.


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Die Gänse werden im Herbst unruhig,
denn ihr Blut erinnert sich,
daß es Zeit ist zu ziehen.


© August Strindberg, (1849-1912)
schwedischer Schriftsteller und Künstler


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Es gibt eine Stille des Herbstes
bis in die Farben hinein.


© Hugo von Hofmannsthal (1874-1929),
österr. Lyriker, Dramatiker, Erzähler.


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Im Herbst des Lebens wird der Frühling kürzer
und der Winter länger.


© Ernst Ferstl (*1955),
österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker.


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Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Blütensterne im Herbstgarten…


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Blüten sind die Sterne des Tages,

sie sind das Lächeln der Pflanze,

ein Gruß ohne Worte in den

Farben des Glücks.

© Jochen Mariss (*1955)
Autor und Fotograf. Quelle:
Mariss, Blütenzauber, Grafik Werkstatt Bielefeld

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Unesco Biosphäre Entlebuch LU



Ein prächtiger Spätsommertag begleitete uns Ende August beim Ausflug nach Marbach im Entlebuch, das wir in knapp 2 Stunden mit dem Auto erreichten.

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Das Dorf mit den Ortsteilen Schärlig und Marbachegg liegt im Tal der Ilfis und gehört zur politischen Gemeinde Eschholzmatt-Marbach.

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Mit der Panorama-Gondelbahn fuhren wir in etwa 10 Min. vom Talboden (889 m.ü.M.) auf die Marbachegg (1483 m.ü.M.). Schnell gings bergauf und wir genossen die einmalige Naturlandschaft.

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Auf der Terrasse des Berggasthofes staunten wir über die prachtvolle Bergwelt. Vor uns lag die markante imposante Schrattenfluh (2091 m.ü.M.). 

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Im Hintergrund sahen wir den schneebedeckten Mönch und links davon die Eigernordwand.

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Beim Spaziergang freuten wir uns über die Aussicht auf die Berge und die vereinzelten tieferliegenden Höfe der Marbachegg.

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Nach dem Mittagessen auf der Sonnenterasse kehrten wir mit der Gondelbahn ins Tal zurück.

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Den Dessert nahmen wir im Kurhaus Kemmeriboden BE im Emmental ein, wo es die besten Meringues der Schweiz zu kosten gibt.

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Der Ort liegt im Quellgebiet der Emme. Im Garten vernaschten wir die legendären Merängge des Hauses.

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Mit Rahm zum Ruhm!

Der Ursprung des Kultgebäcks geht auf das Jahr 1939 zurück. Im Kemmeriboden wurde noch Milchwirtschaft betrieben. Dabei fiel zu viel Rahm an. Die Wirtsleute steckten die Köpfe zusammen und tüftelten an einem Rezept, das man mit ‘Nidle’ (Sahne) geniessen konnte. So entstand das schweizweit bekannte Kultgebäck, die Kemmeriboden Merängge.

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Nachdem wir noch eine Schaukäserei besucht hatten, traten wir den Heimweg an.

Herzlichen Dank geht an meine Tochter Tina für die Bilder, die ich verwenden durfte.

Ernst

Quellen:
– Hausprospekt des Hotel- und Landgasthofes.
  Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Marbach_LU

https://www.myswitzerland.com/de-ch/reiseziele/unesco-biosphaere-entlebuch/

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Garten Schönheiten im Sommer…



Rose.

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Lavendel.

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Mädchenauge.

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Hag-Rose.

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Verschiedene Allium.

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Hortensie.

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Sedume.

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Mohn

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Malve

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Sommer II

 
Sommer. Im Schmetterlingsflügel
bewegt sich der Tag.
Seide und Rosen hautnah.
Deine Fingerspitzen
auf meinen geschlossenen Augen
tönen von Licht.

© Lilly Schumann (*1935), saarländische Schriftstellerin.


Ich wünsche euch noch fröhliche Spätsommertage. Ernst

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Schwarzer Holunder, eine uralte Kultur- und Heilpflanze…



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Um den schwarzen Holunder ranken sich Mythen und Sagen. Wir pflanzten unseren Holdere-Baum 1984 neben dem neuen Haus in der Hoffnung, dass er unsere Familie beschütze und das Haus vor Blitzeinschlag und anderen Gefahren bewahre.

Dies hat er all die Jahre hindurch getan und sogar die Geister- und Schattenwelt von uns fern gehalten. Leider mit dem Effekt, dass wir keine Zwerge, Trolle, Kobolde oder andere Wesen bei ihm auftauchen oder verschwinden sahen.

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Unsere Baum erfreut uns im Mai mit seinen duftenden gelblichweissen Blütendolden, auf denen sich Bienen und Insekten tummeln. Aus den Blüten stellten wir früher Holunder-Sirup oder Sekt her. Die vitaminreichen schwarz glänzenden Beeren ernten wir ab August und kochen sie zu Konfitüre ein. 

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Hippokrates nannte den magischen Strauch einen Medizinschrank und in der Bibel fanden sich angeblich Hinweise, dass die Wiege vom Jesuskind und das Kreuz Christi aus Holunderholz gefertigt worden sei.

Der Apostel Judas soll sich nach seinem Verrat sogar an einem Holunderbaum erhängt haben. Diese Legende ist insofern amüsant, weil wir als kundige Pilzsucher das “Judas-Ohr”, das u.a. am Holunderstrauch wächst, kennen und schon im Pilzragout gegessen haben.

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Kelten und Germanen verehrten den heiligen Baum. Für die Kelten stellte er die Unendlichkeit des Lebens dar; im Winter “tot”, – erwachte er im Frühling zu neuem Leben.

Die Germanen brachten ihrer Muttergöttin Holda (oder Holla), was die Strahlende bedeutete, Opfergaben zum Holunderbusch. Ein Friesen-Stamm soll sogar seine Toten unter dem Ellhorn (Holunder) nahe beim Haus begraben haben.

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Der lateinische Name Sambucus geht vermutlich auf das harfenähnliche altgriechische Instrument Sambuche zurück, das wie die Flöte Sambuca auch aus Holunderholz gefertigt worden sei.

Sieht mein ’Holdere’-Baum nicht wie eine wunderschöne Harfe aus?

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Wer die Möglichkeit hat, eine ‘Harfe’ in seinem Garten zu pflanzen, sollte diese Chance unbedingt wahrnehmen.
Ernst

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