Dienstag, 22. April 2014


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6. Reisebericht. Avignon,

Stadt der Päpste (11)

Im 5. Reisebericht vom 3.4.14 berichtete ich über einen Marktbesuch in Saint Rémy-de-Provence, über die Alpilles und über den Aufenthalt von Vincent van Gogh in der ehemaligen Klosteranlage Saint-Paul-de-Mausole.

Wer kommt heute mit mir nach Avignon, das den Beinamen Stadt der Päpste trägt?

Reserve  Befestigungs mauern Avignon 5411 .Sarah DSC05411© Foto Sarah.

Die Stadt verdankt ihren Ruhm den Machtkämpfen u. Wirren in Rom, als Päpste aus Protest Rom verließen und hier im 14. Jahrhundert den neuen Hauptsitz des Christentums für 70 Jahre errichteten.
z1 Ansicht Papstpalast Avignon Tina .4.13... 324

Ein Blick auf die Hauptfassade des neuen Palastes, der mit seinen 15’000 Quadratmetern das ausgedehnteste Baudenkmal der Welt sein soll.

z1 Agignon Stadtmauern.4.13. 295
© Fotos Tina.

Dieses Bauwerk ist von einer intakten und imposanten Ringmauer umgeben.

z1 Befestigungs-Mauern Avignon Sarah DSC05437
© Foto Sarah. 

Wir besuchen im neuen Palast verschiedene und großzügig angelegte Innenhöfe.

z1 Innenhof Papstpalast..4.13. 301

z1 Innenhof Papstpalast Avignon.4.13. 299

z1 Innenansicht Papstpalast Avignon .4.13. 302

z1 Im Innern des Papstpalastes Avignon Tina.4.13. 308 - Kopie
Alle Fotos Tina.

z Collage Adler gesehen in Avignon..4.13.298

Der für Feste und Bankette benutzte große Festsaal (salle des festins) ist 50 Meter lang und 10 Meter breit.

z1 Im Papstpalast .4.13. 304

Ein Blick in den Kamin des Festsaals. Seine offene Feuerstelle wärmte bei Bedarf den Saal. Er diente auch als Rauchfang für die dahinterliegenden Herdfeuer der Küche.

z1 Zisterne, Kamin eh nichtAvignon.4.13.305

Daneben gibt es noch verschiedene Vorräume und Säle, in denen Kleine oder Große Gerichtsverhandlungen durchgeführt wurden.

z1 im Papstpalast Innenansicht.Avig. Tina 4.13 307

z1 page4
 z1 Gerichtsbarkeit im Papstpalast Avignon..4.13 317

z1 Räume Gericht Papstpalast Avignon .4.13.. 320
© Alle Fotos Tina. 

Blick von einem Turmpalast auf die Stadt.

z1 von einem Turm vom Papstpalast Blick ü d Stadt.4.13 311

Durch dieses Tor gelangen wir in die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Häusern.

z1 Ein Durchgangstor in die Stadt 5303 Sarah
© Foto Sarah.

z Collage Avignon Apr. 13..  339 - Kopie

Auf dem Weg zwischen der Ringmauern des Palastes und der Altstadt.

z1 Zwischen Papstpalast u. Stadtgebäuden, Tina..4.13. 322

Die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms.

z1 Kapelle Stadt Avignon..4.13 310

Nochmals die Kathedrale aus einer anderen Sicht.

z1 Kapelle in der Stadt Avignon..4.13 296
© Alle Fotos Tina.

Vngvibvs Et Rostro Atqve Alis Armatvs In Hostem.

z Collage Bodenmosaik Avignon Sarah DSC05417 - Kopie

Eine Kapelle in der Stadt.

z1 ein Glockenturm Avignon Sarah DSC05325

Ein in die Stadtmauer integrierter Turm.

z1 Stadtmauer m. Turm Avignon Sarah DSC05434

Ein Denkmal außerhalb der Stadt.

z1 Was f e Denkmal Avignon Sarah DSC05428
© Alle Fotos Sarah. 

Mauerwerk-Verzierungen außerhalb der Befestigungsmauern.  

z1 Avignon Tina vor Stadtmauer 2013 327

Durch diese Zugbrücke führt uns der Weg direkt auf die berühmte Pont d’Avignon. 

z1 Zugbrücke im Papstpalast Tina..4.13 328

Sur le pont d’Avignon, on y danse, on y danse…

Wer kennt es noch, dieses Lied aus der Jugendzeit? Das Bauwerk gab die Anregung zum oben erwähnten Lied und gilt zusammen mit dem Papstpalast als das  Wahrzeichen der Stadt. 

z1 Sur le pont d'Avignon Tina..4.13.326

© Alle Fotos Tina. 

Pont Saint-Bénézet, auch Pont d’Avignon genannt, wurde von 1177-1185 gebaut und ist nach dem Heiligen Bénézet benannt.

Die Ruine der Brücke überspannt einen Teil des östlichen Flussarms der Rhône. Im Hintergrund liegt die Insel La Barthelaße.

z Sur le pont d'Avignon,Rhone Sarah DSC05433
© Foto Sarah.

Ein Blick von der Pont d’Avignon in Richtung Ringmauern und Stadt. Im Hintergrund ist der viereckige Turm mit der Zugbrücke ersichtlich.

z1 Sur le pont d'Avignon, Tina  331
© Fotos Tina. 

Hier sehen wir auf die romanischen Kapellen Chapelle Saint Nicolas und Chapelle Saint Bénézet sur le Pont d’Avignon.
z1 Sur le pont d'Avignon Tina Rhône .4.13. 325
Die beiden Kapellen nochmals aus einem anderen Blickwinkel.
z Sur le pont d'Avignon Tina.4.13. 333
© Beide Fotos Tina.

Nochmals eine Ansicht der Befestigungsmauern von der Pont d’Avignon aus gesehen. Links im Bilde die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms, daneben ein  markanter viereckiger Turm. 

z Bef. Mauern u. Papstpalast Teilansicht .4.13 334  

Der Papstpalast mit seinen über fünfzig Meter hohen Türmen und seinen schützenden Mauern ist eine wahre Festung.

z Bef.Mauern u. Teilansicht Papstpalast .4.13 337 
© Alle Fotos Tina. 

Nochmals Eindrücke vom Besuch des Palastes und der Stadt.

Reserve Collage,Fotos Tina u.Sarah Avignon 3cats

© Fotos Sarah und Tina. 

Nur allzu gerne hätte ich mich auf ein Rösslein gesetzt und wäre zur lauten Musik dieses Karußell’s mitgeritten.

So endet unsere heutige Ausflug in Nostalgie pur. Ich hoffe, Avignon hat euch auch gefallen!

z1 Karusell Avignon SarahDSC05416 -
© Foto Sarah.

Dank geht an meine Töchter Sarah und Tina, die für alle Aufnahmen sorgten.

Zitat

“Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn
in einem Irrtum als in einer Entdeckung.”

Joubert Joseph, französischer Moralist und Essayist.

Ernst

Für Kultur-Interessierte : Im Juli verwandelt sich Avignon jeweils mit Theater- Tanz- und Gesangsaufführungen in eine zeitgenössische Bühnenkunst-Stadt. Das Festival ist international einer der bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art. Der Ehrenhof der Päpste im Palast ist dabei der Mittelpunkt des Anlasses.

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Dienstag, 15. April 2014


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Die Schlehe und

eine Konfirmation.

Diese uralte Schlehe (Schwarzdorn) im Reußtal unterhalb von Tägerig habe ich am Samstag, 29.3.14 fotografiert.

29.3.14 Schlehe Stöckli 001

2b 29.3.14 Schlehe Stöckli 003

5 29.3.14 Schlehe Stöckli 009
© Fotos Ernst Blumenstein. 

Einladung

Einladung Janin1 .

Einladung Janin . - Kopie
Eingescannt durch Ernst. 

Ein prächtiger Sonntagsmorgen grüßte die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ihre Angehörigen am 30.3.14 vor der Kirche.

Konfirmation Janin 002
All diese jungen Menschen müssen zukünftig ihr Leben selber gestalten respektive ihren Weg selber finden.

Konfirmation Janin 005
© Fotos Ernst.

Ob sie es schon wissen, wohin ihre Reise im Leben geht und welchen Weg sie nehmen sollen?  

Emmi Geburtstagshock 008

Beim betreten der Kirche durften wir Gottesdienstbesucher aus einem Körbchen Schicksals-Lose ziehen; ich habe aus lauter Neugierde gleich drei Lose gezogen :

1) Dein Schicksal : “Fürchte dich nicht vor der Dunkelheit, denn sie
                            wäre nicht da, wenn das Licht nicht irgendwo
                            anders helfen würde!”

2) Dein Schicksal : “Im Außen ist niemals das zu finden, was im
                            Inneren nicht ist.”

3) Dein Schicksal : “Vertrauen ist Mut, und Treue Kraft.”

1) Es braucht also auch die Dunkelheit, damit woanders das Licht für einen Menschen in Not brennen kann. 2) Die Verpackung oder der Schein ist manchmal trügerisch und irreführend. 3) Ich wünsche Dir Mut und Kraft.

Der Festgottesdienst stand unter dem Thema : “Mond und Sterne”. Am Schluss wurde der Segen für die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam gebetet :

Gott sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen, um dich zu schützen.
Gott sei hinter dir, um die zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Gott sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, um dich aus
der Schlinge zu ziehen.
Gott sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Gott sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott. Amen. 

Die stolzen Großeltern mit Janin vor dem Gasthof Bären in Schinznach-Dorf. 

Konfirmation Janin 015 - Kopie

Konfirmation Janin 013 - Kopie

© Fotos Tina.

Wo ist wohl mein Platz?

Konfirmation Janin 023

Alles klar!

Konfirmation Janin 021

Eingescannt durch Ernst. 

Diese Schlehe soll Janin symbolisch in ihrem zukünftigen Leben begleiten.

2 29.3.14 Schlehe Stöckli 002

7b 29.3.14 Schlehe Stöckli 014

1 29.3.14 Schlehe Stöckli 004

29.3.14 Schlehe Stöckli 008

Hinter dem Gasthof Bären in Schinznach-Dorf blühte am Konfirmations-Sonntag diese Forsythie. Auch das ist ein gutes Omen!

Konfirmation Janin 028

© Alle Fotos Ernst.

Das Zitat zum Tage

“Und ich habe mich so gefreut!,
sagst du vorwurfsvoll,
wenn dir eine Hoffnung 
zerstört wurde.
Du hast dich gefreut – ist das nichts?”

Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin.  

Ernst

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Mittwoch, 9. April 2014


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Fassaden

 

FassadenNr. 1a
© Ernst Blumenstein.

Diese Hausfassade habe ich 1973 auf der Insel Korsika in Bonifacio fotografiert. Inspiriert vom Bild verfasste ich vor zwei Jahren das Gedicht.

Ein Zitat aus Korsika

Auch kleine Leute können lange Schatten werfen.

Ernst

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Donnerstag, 3. April 2014


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5. Reisebericht, Markt

in Saint Rémy. Vincent van

Gogh. Ein Bilderbericht. (10)

Im 4. Reisebericht vom 6.3.14 berichtete ich über Eindrücke, Denkmäler von Pernes les Fontaines, von neuen Sujets des historischen Ortes Venasque und der umliegenden prachtvollen Landschaft.

Auch zeigte ich euch Bilder von unserer Fahrt über Murs ins bergige und bewaldete Vaucluse-Hochland nach Roußillon, das vor allem durch seine ockerhaltigen, farbigen Abbaubrüche mit den bizarren Formen bekannt wurde. Rohstoffe zur Farbenherstellung wurden hier bis 1930 abgebaut.

Ich zeige weitere Eindrücke zur Erinnerung an diese Brüche in und um Roussillon, die uns nochmals andie Farbenpracht an Fassaden und Häusern des Ortes erinnern sollen.

© Fotos Sarah.

Sarah,Tina page

© Fotos Tina u. Sarah.

z 4. Bericht Sarah. 4. Bericht

z 4. Berricht  4 © Fotos beider Collage von Sarah.

Wir verlassen Pernes les Fontaines und fahren Richtung Alpilles im Süden, an deren Fusse unser heutiges Ziel, Saint Rémy-de-Provence liegt.

Wegfahrt nach St. Remy 4.13. 245

Was hat wohl dieser Freiheitsweg zu bedeuten? Jean Moulin war ein wichtiger Leiter der französischen Résistance während des 2. Weltkrieges.

WMC, eig.Werk, Urh. Véronique Pagnier, MarksteinWegmarkierungdStrasseRouteJeanMoulin

Foto WMC. Eig. Werk. Urh. Veronique Pagnier.

Es gelang ihm,  die zerstrittenen Gruppen des Widerstandes gegen die deutschen Besatzer zu einen. Der Freiheitsweg soll die Franzosen an ihn erinnern.

St. Remy Anfahrt,Heimfahrt2013 234

© Beide Fotos Ernst Blumenstein.

Im Hintergrund ist bereits diese 30 km lange Kalksteinkette der Alpilles (frz. Chaîne des Alpilles) im Herzen der Provence zu sehen. Die höchste Erhebung liegt etwa 500 Meter über Meer.     Les Alpilles 4.13. 236 Um diese Bergkette der Alpilles herum wurde ein regionaler Naturpark geschaffen, der sich zwischen den Flüssen Rhône und Durance erstreckt.

Er grenzt nordöstlich an den Naturpark Luberon und südwestlich an den regionalen Park Camargue. z 3.Bericht gebr. 1bi Les Alpilles 4.13. 237

z 3.Bericht gebr.1bh Les Alpilles 4.13. 238 Saint Rémy liegt im Département Bouches-du-Rhône zwischen den Städten Avignon, Cavaillon und Arles. St. Remy Markttag 2013 223 © Alle Fotos Ernst Blumenstein. Wir erreichen Saint Rémy, das auch die Perle der Alpilles genannt wird. Hier wurde Nostradamus (1503–1566), Apotheker und Arzt geboren.

St. Remy Markttag 2013 225

Mittwoch ist Markttag in Saint Rémy Uns locken die vielen Menschen, die Düfte und das Stimmengewirr des Marktes an! Wir tauchen erwartungsvoll in’s Getümmel.

St. Remy Markttagf 2013 226

St. Remy Markttag  2013 230

© Alle Fotos Ernst Blumenstein.

© Foto Sarah.

Stühle, Kleinmöbel, Kleider.   St. Remy Markttag 2013 228 St. Remy Markttag 2013 229 © Fotos Ernst Blumenstein.  Jetzt wird es südländisch, bunt und farbenfroh. St. Remy Markttag 2013 231 Knoblauch- und Olivenstände, Stände mit gesalzenen Nüssen und Kernen, Wein im Kanister, selber gemachte Konfitüren, Herbes de Provence, Früchte u. Gemüse dürfen natürlich auf keinem südlichen Markt fehlen.

St. Remy-de-Provence, Markttag am Mittwoch..

© Alle Fotos Sarah.

WMC Am Olivenstand Markt St.Rémy, Urh. Peter Curbishley Foto Wikimedia Commons, Urh. Peter Curbishley.

© Beide Fotos Sarah. Markt St. Rémy, eig. Werk, Urh. St. Rémy de Provence Tourisme Foto WMC, Urh. Tourisme Saint Rémy.  © Beide Fotos Sarah. 

Auch Honig, Olivenöle, Dauerwürste, Weine, Gewürze, Seifen und andere Spezialitäten aus der Region werden feil geboten.

Markt in St. Rémy, WMC, eig. Werk, Urh. St. Rémy de Provence Tourisme Foto Wikimedia Commons, eig. Werk, St. Rémy Tourisme.

Marktstand mit Kräutern der Provence und mit Gewürzen

Foto WMC, Urh. havankevin.  http://www.quelle.Flickr.com.photo.

WMC, eig. Werk, Urh. Saint Rémy de Provence Tourisme. Foto Wikimedia Commons, eig. Werk. St. Rémy Tourisme.

So ein Marktbummel macht müde, hungrig und durstig! Wir kehren deshalb in dieser Straßenbeiz ein.

© Foto Sarah.

Vincent van Gogh (1853-1890) Saint Rémy-de-Provence wurde auch berühmt, weil sich Vincent van Gogh (1853-1890) hier in der Psychiatrischen Klinik der ehemaligen Klosteranlage Saint-Paul-de-Mausole aus dem 12. Jahrhundert niederließ. Das berühmte Gemälde Sternennacht 1889. z 4. Bericht 220px-VanGogh-starry_night_ballance1 Foto Wikimedia Commons. Gemeinfrei. Er selber wurde dort in der privat geführten Nervenanstalt nicht behandelt, sondern er lebte in der Anstalt und ihm war das Malen als Therapie erlaubt. Er malte zwischen 1889-1890 über 150 Bilder! Der Irrenhausgarten in Saint Rémy stellt das Sanatorium dar, in dem der Maler untergebracht war. V. van Gogh, gemalt 1889, Der Irrenhausharten in St. Rémy, Museum Folkwang.Essen © Foto Wikimedia Commons, gemeinfrei. Der Spruch zum Tage

Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, daß meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet.

Vincent van Gogh. Holländischer Maler.  Ich hoffe, dass euch mein Besuch auf dem Markt von St. Rémy-de-Provence gefallen hat. Ein weiterer Reisebericht wird im April 14 erscheinen. Ernst

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Donnerstag, 27. März 2014


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Postes in Franquevaux

hängt an einer alten Wand in diesem 90 Seelendorf, das völlig abgeschieden zwischen der Straße D6572, die von Saint Gilles nach Vauvert führt und dem Étang de Scamandre liegt.

Der Briefkasten und das gealterte Gemäuer spiegelt die ganze Schönheit einer vergangenen Zeit wieder und dies nur, weil der Mensch hier nicht eingreift, putzt, poliert und meint, er müsse seinem Schönheitsempfinden Achtung verschaffen. Wie heißt es doch so schön; es kommt nicht nur auf’s Äußere an…

Hinter dem Postes versteckt sich eine stattliche Mas, in deren Innenhof Tamarisken, Zedern und Feigenbäume Schatten spenden.

Wie alt mag dieser Kasten wohl sein und wer lebte hier?   

zgebraucht  Camargue Franqueveaux 1997 Briefkasten u. Bauerngehöft FerienDomiziles -110
© Foto Ernst Blumenstein.

Wie viele Briefe, Karten, Rechnungen und Einladungen hat er wohl für seine Eigentümer gehütet? Wie viele Liebes- und Dankesbriefe bereiteten den Empfängern Freude und Lebenslust?

Und wie viele Verfügungen, Vorladungen und Anzeigen waren dabei, die Ärger, Kummer und Leid brachten? Zum Glück verrät uns der Kasten nichts und behält somit all unsere Fragen als sein gut behütetes Geheimnis. Und das ist gut so!

 

Ich bin

Ich bin nicht
aus dieser Zeit.

Ich bin
aus einer früheren
aus einer sperrigeren
einfacheren als die,
in der ich heute lebe.

Ich bin aus einer
anderen Zeit.

EB 2012

Ein Zitat zum Tage

“Fantasie ist die Gabe,
unsichtbare Dinge zu sehen.”

Jonathan Swift.

PS : Für Interessierte : Ich verbrachte mit Marianne in der Camargue hinter diesen Mauern im Frühling öfters Ferien. Von hier aus unternahmen wir Exkursionen, um die einmalige Artenvielfalt der Vögel in dieser faszinierenden Landschaft zu beobachten.

Ernst

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Donnerstag, 20. März 2014


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Die Reuss (1)

Von einem ehemaligen Kloster, von Wasser,

Steinen, Uferwegen, Wurzeln, Bäumen, und

Auen. Ein Bilderbericht.

Reusswanderung vom Kloster Gnadenthal in den Auenwald von Künten-Sulz.

Die Reuss entspringt am Gotthard- und Furkapass in Hospenthal auf 2’431 m ü.M. Die beiden Quellarme fliessen im Urserental zusammen. 

Sie fliesst im Wasserschloss Windisch AG in die Aare, diese mündet und speist bei Koblenz AG den Hochrhein.

Die berühmteste Brücke über die Reuss! Die Kapellbrücke in Luzern.

WMC, eig. Werk, Urh. Ikiwaner Kapell-Brücke Luzern_thumb[2]
Foto WMC, eig. Werk, Urh. Ikiwaner.

Ich lebe in einem kleinem Dorf im unteren Reusstal im Kanton Aargau. Heute nehme ich euch mit auf eine Fluss-Wanderung nach Künten-Sulz.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das ehemalige Kloster Gnadenthal, das direkt am Fluss liegt. Diese Frauen-Abtei wurde erstmals 1282 in einer Urkunde des Klosters Schänis erwähnt.

Die Aufnahme dieser Frauengemeinschaft nach den Regeln des Zisterzienserordens erfolgte 1394. 

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© Foto Ernst.

Während des Klosterstreits im Aargau 1841/1842 waren auch die Frauenabteien Baden, Fahr, Hermetschwil und Gnadenthal betroffen. Sie wurden jedoch 1843 per Dekret wieder zugelassen.

Das Kloster bestand bis 1876! Dann hielt eine Tabak-u. Zigarrenfabrik Einzug,  bevor 1894 eine Pflegeanstalt eingerichtet wurde. Diese Anstalt wurde in der vergangenen Zeit zum modernen Pflegezentrum Reusspark ausgebaut.

Die Klosterkirche und der Zentralbau.

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Wikimedia Commons, eig. Werk, Urh. Voyager. 

Die Reuss von der Gnadenthalbrücke flussab- und flussaufwärts.

z gebr. Reuss 1. 9.3.14 008

z gebr. Reuss 1. 9.3.14 006

© Fotos Ernst.

Wir gehen auf der linken Seite flussaufwärts.

z gebr. Reuss 1. Bummel Tina Ma 13.3.14 005
Die Reuss hat sehr viele Gesichter; heute werden einige davon etwas kennen lernen.

z gebr. Reussbummel 1.  Tina Ma 13.3.14 007

Auf diesem Inselchen legten wir früher mit unseren Kanus an, wenn wir auf dem Fluss bei niedrigen Waserstand unterwegs waren.

z gebr. 1. Reussbummel TinMa 13.3.14 021
z gebr. Reuss 1. Collage 14 u. 20

z gebr. 1. Reussbummel TinMa 13.3.14 024
© Alle Fotos Tochter Tina. 

Der Fluss führt sehr wenig Wasser, weil die Schneeschmelze noch nicht eingesetzt hat.

z gebr. Collage wenig Wasser

Ebenso macht sich auch die lange Schönwetterlage ohne nennenswerte Niederschläge bemerkbar. 

z gebr. Reussbummel Tina Ma 13.3.14 013

z gebr. Collage 58 und 76

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 051

z gebr 79 und 87

Wurzelwege.

pagewurzeln Collage 83 u. 85

page Collage 88 und 89

Noch raschelt das letztjährige Laub bei jedem Tritt im Uferwald. Doch sachte beginnt es schon zu grünen und blühen.

z gebr.  Reussbummel TiMa.3.14 038
© Alle Fotos Tochter Tina. 

z gebr. 1. Reuss Collage

Diesen Frühblüher kennen wir alle bestens!

Frühling Anemonen Reussbummel TiMa 13.3.14 015

z gebr. Reuss 1. frühlg. Anemonen Bummel TiMa 13.3.14 017
© Alle Fotos Tochter Tina.

Wer kennt ihn nicht, den Bärlauch, auch Waldknoblauch, Zigeunerlauch, Hexenzwiebel oder wilder Knoblauch genannt?

z gebr. Reuss 1 Ernst 15.3.14 001 

z gebr. Bärlauch  002
© Fotos Ernst.

z gebr. collage o41, o72pagedrei

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 074

z gebr. 43 und 65

z gebr. 70 und 61

Haust hier ein Kobold, ein Specht oder ein Bilch?

z gebr. Collage 46 . 47 baumloch

z gebr. Collage 93 und 94

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 091
© Alle Fotos Tochter Tina.

Die im Hintergrund rechts erkennbare sandige Ufersteilwand blieb bis heute von den Uferschwalben unentdeckt.

Hoffentlich finden die Vögel diesen Biotop und graben in der Wand ihre Niströhren für ihre Bruten!

z gebr. Collage 97 und 68

Die Haselblüte ist bereits am Verblühen…

z gebr frühlHaselwürst TiMa 3.14 026

z gebr. Collage 102 und 103

derweil sich letztjährige Schilf-Samenstände im Wind wiegen!

z gebr frühl Schilfsamenstände TiMa 3.14 029

z gebr. Collage 28 und 29
© Alle Fotos Tochter Tina.

Wir erreichen den Auenwald in Künten-Sulz, der als Naturreservat ausgeschieden ist.

z gebr Reuss 1 Auen KüSulz 9.3.14 055

z gebr. Reuss 9.3.14 024

Totholz bleibt liegen, das Reservat wird nicht gehegt und gepflegt, wie es in normalen Wäldern durch Förster und Forstarbeiter gemacht wird.

z gebr. Auen Reuss 9.3.14 020

Ich nehme an, dass ihr, bis hierher gefolgt, in Sachen Naturschutz sensibilisiert seid. Deshalb erwähne ich keine Verbots-Bestimmungen.

z gebr. Reuss 9.3.14 032

z gebr. Auenwald Sulz 9.3.14 031..

Kamera Reuss 9.3.14 052

Kamera Reuss 9.3.14 046
© Alle Fotos Ernst.

Noch ist der Auenwald kahl und sein schützendes grünes Laubdach fehlt. Ebenso weilt der typische Bewohner dieses Reservates noch in Afrika.

Der Pirol, auch Pfingstvogel genannt, trifft meistens erst in der 2. Hälfte Mai bei uns ein.

WMC Oropéndola macho, Urh. Paco Gomez, Castellon_1

Foto WMC, Oropéndao maco, Urh. Paco Gomez.

Sicher habt ihr seinen klangvoll flötenden Gesang “dü-delüü-lio” oder “büloo-büloo” und den feinen und variablen Zwitscher-Gesang in den Baumkronen von Auen, Parks, Friedhöfen, Mischwäldern und Streuobstwiesen schon gehört!

Im Hintergrund sehen wir eine feuchte Ried- oder Streuwiese. Sie wurden früher von den Bauern gemäht, um Streu für ihre Viehställe zu gewinnen.

z gebr. Reuss 9.3.14 029

Solche Streuwiesen sind ein seltener Lebensraum, den es zu erhalten gilt. Das Gebiet wird nur einmal jährlich im Herbst geschnitten. Das Schnittgut wird entsorgt, damit die Wiese mager bleibt.

z gebr. Reuss 9.3.14 025
© Alle Fotos Ernst.

In den nährstoffarmen Streuwiesen gedeihen seltene Pflanzen wie die Iris sibirica, auch Wiesen-Schwertlilie genannt…

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und die Sumpf-, auch unter dem Namen gelbe Schwertlilie bekannt.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
© Alle Fotos von J. Mathis, Rottenschwil AG.

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© Foto Ernst. 

An Magerstandorten entlang der Reuss am Flachsee und im Maschwander-Ried  gedeihen auch verschiedene Orchideen wie z.B. das breitblättrige Knabenkraut oder die Purpurorchidee.  

Purpurorchidee.

Mathis Joe Purpurorchidee Rottenschwil (1)

© Foto Joe Mathis, Rottenschwil AG.

Auch die Kuckucks-Lichtnelke liebt feuchte, magere Orte und  ist an verschiedenen Orten im Reusstal heimisch. Diese Nelke wird wegen ihrer  Blütezeit auch mit dem Ruf des Kuckucks in Verbindung gebracht.

Alle diese Pflanzenarten blühen im Mai und im Juni. 

Kamera Reuss 9.3.14 015

Wir nähern uns wieder der Reuss, die im Hintergrund sichtbar wird.

z gebr. Auenwald Reuss 9.3.14 012

z gebr. Collage 41 und 45

Der Auenwald lichtet sich und die Uferpartie lässt unseren Blick über das stille Wasser der Reuss gleiten. 

z gebr. Reuss in Sulz  9.3.14 036 - Kopie 

Nach zwei Stunden Wanderung erreichen wir unser Ziel in Künten-Sulz. Vis à vis liegt das Ufer von Fischbach-Göslikon.

z gebr. Reuss 9.3.14 034

Ich hoffe, ihr kennt meinen Fluss im Reusstal jetzt ein wenig besser und danke euch, dass ihr mich begleitet habt!  

Kamera Reuss 9.3.14 017

© Alle Fotos Ernst. 

Dank gebührt auch J. Mathis, Rottenschwil und meiner Tocher Tina für ihre tollen Aufnahmen, die ich für diesen Bericht verwenden durfte.

Ernst

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Donnerstag, 13. März 2014


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Das Stehbuffet am

Bahnhofkiosk Zürich HB

DREHSCHEIBE, MITTELPUNKT IN DEN 60ER JAHREN.

Ich arbeitete während vielen Jahren in Zürich und stand unzählige Male abends an diesem legendären Stehbuffet, um vor der Abfahrt des Zuges einen Becher zu trinken und mich mit Wienerli, Senf und Bürli zu verpflegen.

Das Wort Outfit kannten die Arbeiter und Angestellten hier noch nicht, sie waren einfach, heute würde man sagen eher schäbig gekleidet.

Ebenso gehörten Hut und Schirmmütze damals zum Alltagsleben und es roch nach Stumpen, Brissago und Zigaretten, nach Tabak eben. Manchmal verirrten sich Leute mit Krawatten und weissen Hemden an das Buffet.

Am Kiosk im Hauptbahnhof Zürich, 1967.

DU, Aug. 1967. Foto H. Cartier-Bresson. Kiosk im Hauptbahnhof Zürich

Fotograf H. Cartier-Bresson im DU, Ausgabe August 1967.

Ich liebte es, hier zu stehen und dabei dem immer währenden Menschenstrom zuzuschauen. Ein kommen und gehen halt.

Arbeiter, Beamte, Angestellte, Studenten und Sekretärinnen unterwegs nach Hause mit Aktenmappen, Zeitungen, Beautybox und Parfumduft. Zielstrebig unterwegs auch wenige mit Gepäck beladene Bahnreisende.

Das Gedicht zum Tage

Churz abonde   (Wortkarg)

Wie goht’s?
S’goht.
Wie spoht esch es?
Spoht.

Besch zwäg?
Schoh.
Ond du?
Ech au.

Cha ech dr hälfe?
Worum?
Ech ha nume g’meint.
Aha, dorum.


© E.B. 1992

Für Interessierte : Die Photographie stammt aus dem Beitrag Die Schweiz in 56 schwarz/weiss Aufnahmen des Fotografen Henri Cartier-Bresson, der in der kulturellen Monatsschrift DU vom August 1967 erschienen ist. Manuel Gasser schrieb u.a. dazu; was in den Bildern gesagt ist, ist direkt, klar, ohne Umschweife und Künstelei, und doch wird bei eingehender Beschäftigung offenbar, dass jede einzelne Aufnahme vielschichtig und vieldeutig ist. Die Bilder von Cartier-Bressons sind unbestechliche Zeugenaussagen einer vergangenen Zeitepoche. 

Ernst

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