Dienstag, 15. April 2014


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Die Schlehe und

eine Konfirmation.

Diese uralte Schlehe (Schwarzdorn) im Reußtal unterhalb von Tägerig habe ich am Samstag, 29.3.14 fotografiert.

29.3.14 Schlehe Stöckli 001

2b 29.3.14 Schlehe Stöckli 003

5 29.3.14 Schlehe Stöckli 009
© Fotos Ernst Blumenstein. 

Einladung

Einladung Janin1 .

Einladung Janin . - Kopie
Eingescannt durch Ernst. 

Ein prächtiger Sonntagsmorgen grüßte die Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie ihre Angehörigen am 30.3.14 vor der Kirche.

Konfirmation Janin 002
All diese jungen Menschen müssen zukünftig ihr Leben selber gestalten respektive ihren Weg selber finden.

Konfirmation Janin 005
© Fotos Ernst.

Ob sie es schon wissen, wohin ihre Reise im Leben geht und welchen Weg sie nehmen sollen?  

Emmi Geburtstagshock 008

Beim betreten der Kirche durften wir Gottesdienstbesucher aus einem Körbchen Schicksals-Lose ziehen; ich habe aus lauter Neugierde gleich drei Lose gezogen :

1) Dein Schicksal : “Fürchte dich nicht vor der Dunkelheit, denn sie
                            wäre nicht da, wenn das Licht nicht irgendwo
                            anders helfen würde!”

2) Dein Schicksal : “Im Außen ist niemals das zu finden, was im
                            Inneren nicht ist.”

3) Dein Schicksal : “Vertrauen ist Mut, und Treue Kraft.”

1) Es braucht also auch die Dunkelheit, damit woanders das Licht für einen Menschen in Not brennen kann. 2) Die Verpackung oder der Schein ist manchmal trügerisch und irreführend. 3) Ich wünsche Dir Mut und Kraft.

Der Festgottesdienst stand unter dem Thema : “Mond und Sterne”. Am Schluss wurde der Segen für die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam gebetet :

Gott sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Gott sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen, um dich zu schützen.
Gott sei hinter dir, um die zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.
Gott sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, um dich aus der
            Schlinge zu ziehen.
Gott sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.
Gott sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott. Amen. 

Die stolzen Großeltern mit Janin vor dem Gasthof Bären in Schinznach-Dorf. 

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Konfirmation Janin 013 - Kopie

© Fotos Tina.

Wo ist wohl mein Platz?

Konfirmation Janin 023

Alles klar!

Konfirmation Janin 021

Eingescannt durch Ernst. 

Diese Schlehe soll Janin symbolisch in ihrem zukünftigen Leben begleiten.

2 29.3.14 Schlehe Stöckli 002

7b 29.3.14 Schlehe Stöckli 014

1 29.3.14 Schlehe Stöckli 004

29.3.14 Schlehe Stöckli 008

Hinter dem Gasthof Bären in Schinznach-Dorf blühte am Konfirmations-Sonntag diese Forsythie. Auch das ist ein gutes Omen!

Konfirmation Janin 028

© Alle Fotos Ernst.

Das Zitat zum Tage

“Und ich habe mich so gefreut!,
sagst du vorwurfsvoll,
wenn dir eine Hoffnung 
zerstört wurde.
Du hast dich gefreut – ist das nichts?”

Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin.  

Ernst

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Mittwoch, 9. April 2014


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Fassaden

 

FassadenNr. 1a
© Ernst Blumenstein.

Diese Hausfassade habe ich 1973 auf der Insel Korsika in Bonifacio fotografiert. Inspiriert vom Bild verfasste ich vor zwei Jahren das Gedicht.

Ein Zitat aus Korsika

Auch kleine Leute können lange Schatten werfen.

Ernst

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Donnerstag, 3. April 2014


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5. Reisebericht, Markt

in Saint Rémy. Vincent van

Gogh. Ein Bilderbericht. (10)

Im 4. Reisebericht vom 6.3.14 berichtete ich über Eindrücke, Denkmäler von Pernes les Fontaines, von neuen Sujets des historischen Ortes Venasque und der umliegenden prachtvollen Landschaft.

Auch zeigte ich euch Bilder von unserer Fahrt über Murs ins bergige und bewaldete Vaucluse-Hochland nach Roußillon, das vor allem durch seine ockerhaltigen, farbigen Abbaubrüche mit den bizarren Formen bekannt wurde. Rohstoffe zur Farbenherstellung wurden hier bis 1930 abgebaut.

Ich zeige weitere Eindrücke zur Erinnerung an diese Brüche in und um Roussillon, die uns nochmals andie Farbenpracht an Fassaden und Häusern des Ortes erinnern sollen.

© Fotos Sarah.

Sarah,Tina page

© Fotos Tina u. Sarah.

z 4. Bericht Sarah. 4. Bericht

z 4. Berricht  4 © Fotos beider Collage von Sarah.

Wir verlassen Pernes les Fontaines und fahren Richtung Alpilles im Süden, an deren Fusse unser heutiges Ziel, Saint Rémy-de-Provence liegt.

Wegfahrt nach St. Remy 4.13. 245

Was hat wohl dieser Freiheitsweg zu bedeuten? Jean Moulin war ein wichtiger Leiter der französischen Résistance während des 2. Weltkrieges.

WMC, eig.Werk, Urh. Véronique Pagnier, MarksteinWegmarkierungdStrasseRouteJeanMoulin

Foto WMC. Eig. Werk. Urh. Veronique Pagnier.

Es gelang ihm,  die zerstrittenen Gruppen des Widerstandes gegen die deutschen Besatzer zu einen. Der Freiheitsweg soll die Franzosen an ihn erinnern.

St. Remy Anfahrt,Heimfahrt2013 234

© Beide Fotos Ernst Blumenstein.

Im Hintergrund ist bereits diese 30 km lange Kalksteinkette der Alpilles (frz. Chaîne des Alpilles) im Herzen der Provence zu sehen. Die höchste Erhebung liegt etwa 500 Meter über Meer.     Les Alpilles 4.13. 236 Um diese Bergkette der Alpilles herum wurde ein regionaler Naturpark geschaffen, der sich zwischen den Flüssen Rhône und Durance erstreckt.

Er grenzt nordöstlich an den Naturpark Luberon und südwestlich an den regionalen Park Camargue. z 3.Bericht gebr. 1bi Les Alpilles 4.13. 237

z 3.Bericht gebr.1bh Les Alpilles 4.13. 238 Saint Rémy liegt im Département Bouches-du-Rhône zwischen den Städten Avignon, Cavaillon und Arles. St. Remy Markttag 2013 223 © Alle Fotos Ernst Blumenstein. Wir erreichen Saint Rémy, das auch die Perle der Alpilles genannt wird. Hier wurde Nostradamus (1503–1566), Apotheker und Arzt geboren.

St. Remy Markttag 2013 225

Mittwoch ist Markttag in Saint Rémy Uns locken die vielen Menschen, die Düfte und das Stimmengewirr des Marktes an! Wir tauchen erwartungsvoll in’s Getümmel.

St. Remy Markttagf 2013 226

St. Remy Markttag  2013 230

© Alle Fotos Ernst Blumenstein.

© Foto Sarah.

Stühle, Kleinmöbel, Kleider.   St. Remy Markttag 2013 228 St. Remy Markttag 2013 229 © Fotos Ernst Blumenstein.  Jetzt wird es südländisch, bunt und farbenfroh. St. Remy Markttag 2013 231 Knoblauch- und Olivenstände, Stände mit gesalzenen Nüssen und Kernen, Wein im Kanister, selber gemachte Konfitüren, Herbes de Provence, Früchte u. Gemüse dürfen natürlich auf keinem südlichen Markt fehlen.

St. Remy-de-Provence, Markttag am Mittwoch..

© Alle Fotos Sarah.

WMC Am Olivenstand Markt St.Rémy, Urh. Peter Curbishley Foto Wikimedia Commons, Urh. Peter Curbishley.

© Beide Fotos Sarah. Markt St. Rémy, eig. Werk, Urh. St. Rémy de Provence Tourisme Foto WMC, Urh. Tourisme Saint Rémy.  © Beide Fotos Sarah. 

Auch Honig, Olivenöle, Dauerwürste, Weine, Gewürze, Seifen und andere Spezialitäten aus der Region werden feil geboten.

Markt in St. Rémy, WMC, eig. Werk, Urh. St. Rémy de Provence Tourisme Foto Wikimedia Commons, eig. Werk, St. Rémy Tourisme.

Marktstand mit Kräutern der Provence und mit Gewürzen

Foto WMC, Urh. havankevin.  http://www.quelle.Flickr.com.photo.

WMC, eig. Werk, Urh. Saint Rémy de Provence Tourisme. Foto Wikimedia Commons, eig. Werk. St. Rémy Tourisme.

So ein Marktbummel macht müde, hungrig und durstig! Wir kehren deshalb in dieser Straßenbeiz ein.

© Foto Sarah.

Vincent van Gogh (1853-1890) Saint Rémy-de-Provence wurde auch berühmt, weil sich Vincent van Gogh (1853-1890) hier in der Psychiatrischen Klinik der ehemaligen Klosteranlage Saint-Paul-de-Mausole aus dem 12. Jahrhundert niederließ. Das berühmte Gemälde Sternennacht 1889. z 4. Bericht 220px-VanGogh-starry_night_ballance1 Foto Wikimedia Commons. Gemeinfrei. Er selber wurde dort in der privat geführten Nervenanstalt nicht behandelt, sondern er lebte in der Anstalt und ihm war das Malen als Therapie erlaubt. Er malte zwischen 1889-1890 über 150 Bilder! Der Irrenhausgarten in Saint Rémy stellt das Sanatorium dar, in dem der Maler untergebracht war. V. van Gogh, gemalt 1889, Der Irrenhausharten in St. Rémy, Museum Folkwang.Essen © Foto Wikimedia Commons, gemeinfrei. Der Spruch zum Tage

Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, daß meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet.

Vincent van Gogh. Holländischer Maler.  Ich hoffe, dass euch mein Besuch auf dem Markt von St. Rémy-de-Provence gefallen hat. Ein weiterer Reisebericht wird im April 14 erscheinen. Ernst

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Donnerstag, 27. März 2014


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Postes in Franquevaux

hängt an einer alten Wand in diesem 90 Seelendorf, das völlig abgeschieden zwischen der Straße D6572, die von Saint Gilles nach Vauvert führt und dem Étang de Scamandre liegt.

Der Briefkasten und das gealterte Gemäuer spiegelt die ganze Schönheit einer vergangenen Zeit wieder und dies nur, weil der Mensch hier nicht eingreift, putzt, poliert und meint, er müsse seinem Schönheitsempfinden Achtung verschaffen. Wie heißt es doch so schön; es kommt nicht nur auf’s Äußere an…

Hinter dem Postes versteckt sich eine stattliche Mas, in deren Innenhof Tamarisken, Zedern und Feigenbäume Schatten spenden.

Wie alt mag dieser Kasten wohl sein und wer lebte hier?   

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© Foto Ernst Blumenstein.

Wie viele Briefe, Karten, Rechnungen und Einladungen hat er wohl für seine Eigentümer gehütet? Wie viele Liebes- und Dankesbriefe bereiteten den Empfängern Freude und Lebenslust?

Und wie viele Verfügungen, Vorladungen und Anzeigen waren dabei, die Ärger, Kummer und Leid brachten? Zum Glück verrät uns der Kasten nichts und behält somit all unsere Fragen als sein gut behütetes Geheimnis. Und das ist gut so!

 

Ich bin

Ich bin nicht
aus dieser Zeit.

Ich bin
aus einer früheren
aus einer sperrigeren
einfacheren als die,
in der ich heute lebe.

Ich bin aus einer
anderen Zeit.

EB 2012

Ein Zitat zum Tage

“Fantasie ist die Gabe,
unsichtbare Dinge zu sehen.”

Jonathan Swift.

PS : Für Interessierte : Ich verbrachte mit Marianne in der Camargue hinter diesen Mauern im Frühling öfters Ferien. Von hier aus unternahmen wir Exkursionen, um die einmalige Artenvielfalt der Vögel in dieser faszinierenden Landschaft zu beobachten.

Ernst

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Donnerstag, 20. März 2014


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Die Reuss (1)

Von einem ehemaligen Kloster, von Wasser,

Steinen, Uferwegen, Wurzeln, Bäumen, und

Auen. Ein Bilderbericht.

Reusswanderung vom Kloster Gnadenthal in den Auenwald von Künten-Sulz.

Die Reuss entspringt am Gotthard- und Furkapass in Hospenthal auf 2’431 m ü.M. Die beiden Quellarme fliessen im Urserental zusammen. 

Sie fliesst im Wasserschloss Windisch AG in die Aare, diese mündet und speist bei Koblenz AG den Hochrhein.

Die berühmteste Brücke über die Reuss! Die Kapellbrücke in Luzern.

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Foto WMC, eig. Werk, Urh. Ikiwaner.

Ich lebe in einem kleinem Dorf im unteren Reusstal im Kanton Aargau. Heute nehme ich euch mit auf eine Fluss-Wanderung nach Künten-Sulz.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das ehemalige Kloster Gnadenthal, das direkt am Fluss liegt. Diese Frauen-Abtei wurde erstmals 1282 in einer Urkunde des Klosters Schänis erwähnt.

Die Aufnahme dieser Frauengemeinschaft nach den Regeln des Zisterzienserordens erfolgte 1394. 

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© Foto Ernst.

Während des Klosterstreits im Aargau 1841/1842 waren auch die Frauenabteien Baden, Fahr, Hermetschwil und Gnadenthal betroffen. Sie wurden jedoch 1843 per Dekret wieder zugelassen.

Das Kloster bestand bis 1876! Dann hielt eine Tabak-u. Zigarrenfabrik Einzug,  bevor 1894 eine Pflegeanstalt eingerichtet wurde. Diese Anstalt wurde in der vergangenen Zeit zum modernen Pflegezentrum Reusspark ausgebaut.

Die Klosterkirche und der Zentralbau.

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Wikimedia Commons, eig. Werk, Urh. Voyager. 

Die Reuss von der Gnadenthalbrücke flussab- und flussaufwärts.

z gebr. Reuss 1. 9.3.14 008

z gebr. Reuss 1. 9.3.14 006

© Fotos Ernst.

Wir gehen auf der linken Seite flussaufwärts.

z gebr. Reuss 1. Bummel Tina Ma 13.3.14 005
Die Reuss hat sehr viele Gesichter; heute werden einige davon etwas kennen lernen.

z gebr. Reussbummel 1.  Tina Ma 13.3.14 007

Auf diesem Inselchen legten wir früher mit unseren Kanus an, wenn wir auf dem Fluss bei niedrigen Waserstand unterwegs waren.

z gebr. 1. Reussbummel TinMa 13.3.14 021
z gebr. Reuss 1. Collage 14 u. 20

z gebr. 1. Reussbummel TinMa 13.3.14 024
© Alle Fotos Tochter Tina. 

Der Fluss führt sehr wenig Wasser, weil die Schneeschmelze noch nicht eingesetzt hat.

z gebr. Collage wenig Wasser

Ebenso macht sich auch die lange Schönwetterlage ohne nennenswerte Niederschläge bemerkbar. 

z gebr. Reussbummel Tina Ma 13.3.14 013

z gebr. Collage 58 und 76

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 051

z gebr 79 und 87

Wurzelwege.

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page Collage 88 und 89

Noch raschelt das letztjährige Laub bei jedem Tritt im Uferwald. Doch sachte beginnt es schon zu grünen und blühen.

z gebr.  Reussbummel TiMa.3.14 038
© Alle Fotos Tochter Tina. 

z gebr. 1. Reuss Collage

Diesen Frühblüher kennen wir alle bestens!

Frühling Anemonen Reussbummel TiMa 13.3.14 015

z gebr. Reuss 1. frühlg. Anemonen Bummel TiMa 13.3.14 017
© Alle Fotos Tochter Tina.

Wer kennt ihn nicht, den Bärlauch, auch Waldknoblauch, Zigeunerlauch, Hexenzwiebel oder wilder Knoblauch genannt?

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z gebr. Bärlauch  002
© Fotos Ernst.

z gebr. collage o41, o72pagedrei

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 074

z gebr. 43 und 65

z gebr. 70 und 61

Haust hier ein Kobold, ein Specht oder ein Bilch?

z gebr. Collage 46 . 47 baumloch

z gebr. Collage 93 und 94

z gebr. Reussbummel TiMa 3.14 091
© Alle Fotos Tochter Tina.

Die im Hintergrund rechts erkennbare sandige Ufersteilwand blieb bis heute von den Uferschwalben unentdeckt.

Hoffentlich finden die Vögel diesen Biotop und graben in der Wand ihre Niströhren für ihre Bruten!

z gebr. Collage 97 und 68

Die Haselblüte ist bereits am Verblühen…

z gebr frühlHaselwürst TiMa 3.14 026

z gebr. Collage 102 und 103

derweil sich letztjährige Schilf-Samenstände im Wind wiegen!

z gebr frühl Schilfsamenstände TiMa 3.14 029

z gebr. Collage 28 und 29
© Alle Fotos Tochter Tina.

Wir erreichen den Auenwald in Künten-Sulz, der als Naturreservat ausgeschieden ist.

z gebr Reuss 1 Auen KüSulz 9.3.14 055

z gebr. Reuss 9.3.14 024

Totholz bleibt liegen, das Reservat wird nicht gehegt und gepflegt, wie es in normalen Wäldern durch Förster und Forstarbeiter gemacht wird.

z gebr. Auen Reuss 9.3.14 020

Ich nehme an, dass ihr, bis hierher gefolgt, in Sachen Naturschutz sensibilisiert seid. Deshalb erwähne ich keine Verbots-Bestimmungen.

z gebr. Reuss 9.3.14 032

z gebr. Auenwald Sulz 9.3.14 031..

Kamera Reuss 9.3.14 052

Kamera Reuss 9.3.14 046
© Alle Fotos Ernst.

Noch ist der Auenwald kahl und sein schützendes grünes Laubdach fehlt. Ebenso weilt der typische Bewohner dieses Reservates noch in Afrika.

Der Pirol, auch Pfingstvogel genannt, trifft meistens erst in der 2. Hälfte Mai bei uns ein.

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Foto WMC, Oropéndao maco, Urh. Paco Gomez.

Sicher habt ihr seinen klangvoll flötenden Gesang “dü-delüü-lio” oder “büloo-büloo” und den feinen und variablen Zwitscher-Gesang in den Baumkronen von Auen, Parks, Friedhöfen, Mischwäldern und Streuobstwiesen schon gehört!

Im Hintergrund sehen wir eine feuchte Ried- oder Streuwiese. Sie wurden früher von den Bauern gemäht, um Streu für ihre Viehställe zu gewinnen.

z gebr. Reuss 9.3.14 029

Solche Streuwiesen sind ein seltener Lebensraum, den es zu erhalten gilt. Das Gebiet wird nur einmal jährlich im Herbst geschnitten. Das Schnittgut wird entsorgt, damit die Wiese mager bleibt.

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© Alle Fotos Ernst.

In den nährstoffarmen Streuwiesen gedeihen seltene Pflanzen wie die Iris sibirica, auch Wiesen-Schwertlilie genannt…

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und die Sumpf-, auch unter dem Namen gelbe Schwertlilie bekannt.

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
© Alle Fotos von J. Mathis, Rottenschwil AG.

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© Foto Ernst. 

An Magerstandorten entlang der Reuss am Flachsee und im Maschwander-Ried  gedeihen auch verschiedene Orchideen wie z.B. das breitblättrige Knabenkraut oder die Purpurorchidee.  

Purpurorchidee.

Mathis Joe Purpurorchidee Rottenschwil (1)

© Foto Joe Mathis, Rottenschwil AG.

Auch die Kuckucks-Lichtnelke liebt feuchte, magere Orte und  ist an verschiedenen Orten im Reusstal heimisch. Diese Nelke wird wegen ihrer  Blütezeit auch mit dem Ruf des Kuckucks in Verbindung gebracht.

Alle diese Pflanzenarten blühen im Mai und im Juni. 

Kamera Reuss 9.3.14 015

Wir nähern uns wieder der Reuss, die im Hintergrund sichtbar wird.

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z gebr. Collage 41 und 45

Der Auenwald lichtet sich und die Uferpartie lässt unseren Blick über das stille Wasser der Reuss gleiten. 

z gebr. Reuss in Sulz  9.3.14 036 - Kopie 

Nach zwei Stunden Wanderung erreichen wir unser Ziel in Künten-Sulz. Vis à vis liegt das Ufer von Fischbach-Göslikon.

z gebr. Reuss 9.3.14 034

Ich hoffe, ihr kennt meinen Fluss im Reusstal jetzt ein wenig besser und danke euch, dass ihr mich begleitet habt!  

Kamera Reuss 9.3.14 017

© Alle Fotos Ernst. 

Dank gebührt auch J. Mathis, Rottenschwil und meiner Tocher Tina für ihre tollen Aufnahmen, die ich für diesen Bericht verwenden durfte.

Ernst

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Donnerstag, 13. März 2014


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Das Stehbuffet am

Bahnhofkiosk Zürich HB

DREHSCHEIBE, MITTELPUNKT IN DEN 60ER JAHREN.

Ich arbeitete während vielen Jahren in Zürich und stand unzählige Male abends an diesem legendären Stehbuffet, um vor der Abfahrt des Zuges einen Becher zu trinken und mich mit Wienerli, Senf und Bürli zu verpflegen.

Das Wort Outfit kannten die Arbeiter und Angestellten hier noch nicht, sie waren einfach, heute würde man sagen eher schäbig gekleidet.

Ebenso gehörten Hut und Schirmmütze damals zum Alltagsleben und es roch nach Stumpen, Brissago und Zigaretten, nach Tabak eben. Manchmal verirrten sich Leute mit Krawatten und weissen Hemden an das Buffet.

Am Kiosk im Hauptbahnhof Zürich, 1967.

DU, Aug. 1967. Foto H. Cartier-Bresson. Kiosk im Hauptbahnhof Zürich

Fotograf H. Cartier-Bresson im DU, Ausgabe August 1967.

Ich liebte es, hier zu stehen und dabei dem immer währenden Menschenstrom zuzuschauen. Ein kommen und gehen halt.

Arbeiter, Beamte, Angestellte, Studenten und Sekretärinnen unterwegs nach Hause mit Aktenmappen, Zeitungen, Beautybox und Parfumduft. Zielstrebig unterwegs auch wenige mit Gepäck beladene Bahnreisende.

Das Gedicht zum Tage

Churz abonde   (Wortkarg)

Wie goht’s?
S’goht.
Wie spoht esch es?
Spoht.

Besch zwäg?
Schoh.
Ond du?
Ech au.

Cha ech dr hälfe?
Worum?
Ech ha nume g’meint.
Aha, dorum.


© E.B. 1992

Für Interessierte : Die Photographie stammt aus dem Beitrag Die Schweiz in 56 schwarz/weiss Aufnahmen des Fotografen Henri Cartier-Bresson, der in der kulturellen Monatsschrift DU vom August 1967 erschienen ist. Manuel Gasser schrieb u.a. dazu; was in den Bildern gesagt ist, ist direkt, klar, ohne Umschweife und Künstelei, und doch wird bei eingehender Beschäftigung offenbar, dass jede einzelne Aufnahme vielschichtig und vieldeutig ist. Die Bilder von Cartier-Bressons sind unbestechliche Zeugenaussagen einer vergangenen Zeitepoche. 

Ernst

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Donnerstag, 6. März 2014


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4. Reisebericht über

Pernes les Fontaines.

u. Roussillon. (9)

Im 3. Reisebericht vom 21.2.14 berichtete ich euch über unseren Ferienort Pernes les Fontaines, über ein bedeutsames Kirschen-Anbaugebiet und unseren Ausflug nach Venasque, dem befestigten historischen Ort in der Vaucluse.

Bevor wir heute Roussillon in der Vaucluse besuchen, zeige ich euch weitere Motive von Pernes les Fontaines, dem Ort der 40 Brunnen.

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Der Augustins Brunnen, auch Delphin-Brunnen genannt, wurde 1781 gebaut und ist als historisches Monument im Index von 1928 erwähnt. 

Ein überhängender Ziergiebel in Form eines Gendarme-Hutes ziert den Brunnen. Aus dem Mäulern der beiden Delphine fliesst das Wasser in den Trog.

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© Beide Fotos Sarah.

Wieder der Campanile, diesmal aus einer anderen Perspektive gesehen. Dazu zwei Collages mit verschiedenen Impressionen aus Pernes les Fontaines und ein wunderbares alte Steinhaus, wie es nur im Süden zu sehen ist.

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© Foto Sarah.

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3 Pernes les Fontaines DSC05360
© Collages und Fotos Ernst.

Darf in keinem Ort in Frankreich fehlen! Mahnmale vergangener Kriege in Europa zu Ehren der gefallenen Soldaten.

Pernes les Fontaines 2013 126

z 3. Bericht Mahnmale verg. Kriege in Pernes 166
Im Zentrum von Pernes les Fontaines regt sich was in diesem Nest auf der  Platane! Die Eltern betreuen die Nestlinge, die bald flügge werden.

z 3. Bericht cats
Die Chapelle de la porte Villeneuve liegt im alten Teil der Stadt und ist wie viele andere Objekte auch als historisches Monument im Index von 1928 erwähnt.  .

Pernes les Fontaines 2013 143
© Fotos Sarah, Tina, Ernst.

Hier schauen wir von Venasque herunter in die typische und reich strukturierte Landschaft im Herzen der Provence.

z 3.BerichtVenasque 2013 197

Venasque 2013 208

Venasque Aussicht 2013 196

z 3.Bericht gebr.Venasques Aussicht 4.13. 193
Ein historisches Monument in Venasque. Leider waren meine Nachforschungen über dieses Portal nicht erfolgreich.

 Venasque im Ort Tina 153 -

Die Crêperie lädt ein zu feinen Crêpes und Glaces.

Pernes les Fontaines 2013 248

Pernes les Fontaines 1cats
© Fotos Sarah, Tina, Ernst. 2. Foto Sarah.

Venasque habe ich im letzten Bericht als eines der Plus beaux villages de France erwähnt. Den gleichen Stellenwert im Verzeichnis der Plus beaux villages de France hat unser heutiges Ausflugsziel Roussillon!

Roussillon

Pernes les Fontaines 2013 079
Wir verlassen Pernes les Fontaines und fahren über Murs ins bergige und bewaldete Vaucluse-Hochland nach Roussillon. 

1ap Richtung Roussillon  2013 031

1a r Richtung Roussillon 2013 033

Richtung Roussillon 2013 035

1ao Richtung kurz vor Roussillon 2013 045

Wo geht es entlang?

1a r Richtung Roussillon 2013 043
© Alle Fotos Ernst.

Das Vaucluse-Hochland weist kleine, uralte Bergdörfer, verfallene Burgruinen und alte Kirchen auf. Wer Ruhe und Stille sucht, ist hier richtig.

Venasques ins Land hinunter 4.13. 039

Richtung Roussillon u. Gordes 2013 036

Plötzlich weist die Erde entlang der Strasse unterschiedliche Farbtöne, von beige über hellgelb bis rot auf.

1 aa Roussillon Vaucluse 4.13. 060

Von Anhöhen aus sehen wir Ockererde in allen Farbnuancen in der Landschaft leuchten. Was für ein faszinierender Anblick!

1 aba Roussillon Vaucluse 4.13. 013 067

1bg Roussillon Vaucluse 4.13.  066

1bb Roussillon Vaucluse 4.13. 68
© Fotos Sarah, Tina, Ernst.

Vor uns auf einem Plateau liegt Roussillon, unser heutiges Ausflugsziel.

z 3.Bericht 1abPernes les Fontaines 2013 076

Bekannt geworden ist der Ort vor allem durch seine ockerhaltige rote, orange, gelbe und beige Erde, die hier noch bis 1930 abgebaut wurde.

Der Rohstoff wurde zur Herstellung von Farben verwendet.

1acPernes les Fontaines 2013 073

Schon die Römer bauten hier Ocker ab. Sie nannten das Dorf vicus russulus (rotes Dorf).

Und so verwundert es uns nicht, dass auch die Häuser und Bauten von Roussillon sich mit den wunderbaren Ockerfarben der umliegenden Steinbrüche  präsentieren und schmücken.

1au Pernes les Fontaines 2013 070

Wir parkieren und auf geht’s in den Flecken. 

1at Roussillon Tina 074

Es ist ein Genuss, durch die Gassen von Roussillon zu spazieren. Auch hier gibt es viele schöne Motive zu bewundern. 

Heute existiert noch eine Farbenfabrik (Ancienne Usine Mathieu), die zur Besichtigung einlädt.

1agRoussillon Tina 079

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1ah Roussillon Sarah DSC05167

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Wir schlendern die Ortschaft hoch. Von oben geniessen wir eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Ockersteinbrüche.

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© Alle Fotos Sarah, Tina und  Ernst. 

Die skurrilen Ockersteinbrüche ziehen viele Touristen an. Es lohnt sich, Roussillon in der Vor- oder Nachsaison zu besuchen.

Eine Farbenvielfalt, wie wir sie noch nie in der Natur gesehen haben, sind vom Plateau Roussillon aus sichtbar.  

1bd Roussillon l2013 060   

1bf Roussillon 2013 062

1bf Roussillon Sarah DSC05157

Es ist die Farbenvielfalt, das Farbenspiel, aber auch die Farbintensität, die uns begeistert. Auch das Spiel von Licht und Schatten macht den Anblick unvergesslich.

1alPernes les Fontaines 2013 085

 Roussillon 2013 059

 

Diese Abbaustellen haben eine bizarre Landschaft geschaffen, die man am besten auf einer Wanderung erkundet.

 1akPernes les Fontaines 2013 084
© Alle Fotos Sarah, Tina und  Ernst.

Wer Zeit und Interesse hat, kann am Ortsrand den Ockerlehrpfad, (Sentier des Ocres) besuchen.

Etwas ausserhalb von Roussillon besuchen wir auf dem Heimweg inmitten eines lichten Waldes noch eine weitere Abbaustelle. Hier dominieren die Farben weiss, beige, hellgelb, gelb und orangerot die Szene.   

1 a Roussillon 2013 086 

1 al Roussillon Vaucluse 4.13. 088

1 am Pernes les Fontaines 2013 087

© Alle Fotos Sarah, Tina und  Ernst. 

Ich hoffe, der heutige Reisetag im Vaucluse hat euch gefallen und Freude bereitet.

Ernst

Roussillon 2013 072

 

Zwei Tipps für Pilzsucher und Feinschmecker :

1. Das Vaucluse ist eine ausgesprochene Trüffelregion. Zwischen Mitte November und Mitte Februar begeben sich die Provenzalen auf die Suche nach dem „schwarzen Diamanten der Provence“.

2. Die Weinberge im Umland von Roussillon gehören zur Appellation Côtes du Ventoux.

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