Der Mensch braucht Angst, sonst lernt er nichts.


 

Aus dem Buch “Der Begriff Angst” von 1844 des Autors Vigilus Haufniensis, deutsch etwa ‘der Nachtwächter Kopenhagens’, stammt der oben erwähnte Satz.

Hinter dem schrulligen lateinischen Namen steckt der Schriftsteller Kierkegaard. Sein Buch über die Angst hat es bis heute in sich und soll immer noch lesenswert sein. 

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Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor,

weil das Auge im Herbst den Himmel,

im Frühjahr aber die Erde sucht.

 
Søren Aabye Kierkegaard. (1813 – 1855), dänischer
Philosoph, Essayist, Theologe und Schriftsteller.

 

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Wie denkt ihr über diese These und das Zitat? Ich wünsche euch eine gute Spätsommerzeit.

Ernst
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Herbstbeginn in der Natur?


 

Ein am Dorn einer wilden Brombeere aufgespießtes Buchenblatt.
 

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Ernst

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Ohne Worte.


 

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Dieses faszinierende Spiel ist nicht nur ein Ferienvergnügen…


 

nein, ich genieße das spannende Pétanquespiel auch 2x pro Woche daheim, wenn das Wetter mitmacht.

Aber ich würde auch mal gerne unter diesen altehrwürdigen Bäumen in Verteuil-sur-Charente in Frankreich spielen. Was für eine Ambiance! 

Quelle. Boules,Verteuil. Urh. Michael clarke stuff._01_(1947744868)VerteuilWMC. Quelle : Boules Verteuil. Urh. Michael clarke stuff.

Spielszene mit Pétanque- oder Boule-Kugeln.

Spielszene mit Pétanque-Spielkugeln. Eig. Werk. Urh. Thomas Strobel
WMC. Eig. Werk. Urh. Thomas Strobel.

Wer von euch spielt auch Pétanque?

Ernst

Alles über Pétanque. Der Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A9tanque

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Was machen diese Fische auf der Verkehrsinsel Bünzbrücke im Zentrum von Waltenschwil ?


 

Nur keine Angst, die nur acht Meter neben dem Kunstwerk plätschernde Bünz ist nicht ausgetrocknet, sie führt immer noch Wasser! 

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Der bekannte Bildhauer Alex Schaufelbühl entwarf als Blickfang auf der neuen Verkehrsinsel einen großen Fischkopf und drei Fischschwänze. Der Kiesplatz symbolisiert das Bachbett der nebenan fließenden Bünz. * 

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Als ich die aus Eichenholz gefertigten Skulpturen sah, fragte ich mich, wie der Künstler auf die im ersten Blick so abstrakte Idee kam?

Aber dann fand ich, dass es ja gar nicht so abwegig ist, Fische in der Nähe des Flusses zu zeigen.

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Während der Kopf sozusagen nach Luft schnappt, sieht man im Weiteren nur noch Schwänze. 

Die freie Sicht muss für die Verkehrsteilnehmer garantiert sein. Deshalb durften die Figuren, die wie eine Landmarke wirken, nicht zu hoch werden, bemerkte der Bildhauer.

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Auch habe er das Werk bewusst nicht naturgetreu gestaltet, sei doch die Rückenflosse zu nahe am Fischkopf.

Mit diesem Kunstgriff wirke das Werk viel lebendiger und fasziniere den Betrachter, meinte Schaufelbühl.

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Ich finde, Fische aus der nahen Bünz ‘zu nehmen’ und sie im Kiesbett einer langgezogenen Verkehrsinsel zu zeigen ist ihm fabelhaft gelungen. Dieser Hingucker fasziniert mich. 

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Nicht umsonst ist die Verkehrsinsel längst zum beliebten Sujet der Dorfbewohner geworden.

Ernst


* Die Bünz ist ein 30 km langer Fluss im Kanton Aargau. Die Quelle liegt oberhalb
    von  Beinwil auf dem Lindenberg. Sie mündet bei Möriken-Wildegg in die Aare.

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“Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist”. Dieser Leitsatz stand am Anfang eines Projektes…


 

Auf einem Stadtbummel in Freiburg habe ich auf einem Trottoir einen viereckigen, auffällig glänzenden Stein mit einer Inschrift entdeckt.

Meine Begleiterin erklärte mir, dass es ein Stolperstein ist, der als Erinnerung vor dem letzten Wohnhaus eines amtlich bestätigten Naziopfers aufs Trottoir verlegt wurde.

Einerseits beeindruckte mich diese Idee, dass auf diese Weise künftige Generationen über die Nazi-Gräueltaten informiert werden; andererseits bedrückten mich die damit verbundenen unsäglichen menschlichen Schicksale.
 

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Inschrift :

Hier wohnte
JESSY MAYER
Jg. 1894
Flucht 1938 Belgien
5.4.1939
Flucht in den
Tod.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig gründete vor 24 Jahren dieses Kunstprojekt, mit dem er an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, Zeugen Jehovas sowie der Euthanasieopfer während des Nationalsozialismus erinnern will.

Der 1. Stolperstein wurde vor dem Kölner Rathaus gesetzt und enthielt den Deportationsbefehl von Heinrich Himmler.

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WMC. Eig. Werk. Author Horsch Willy.

Demnig und seine Helfer haben bis 2015 in 20 Ländern mehr als 50’000 Steine gesetzt. Sein Kunstprojekt ist das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Diese Art der Erinnerung wird aber auch kritisch beurteilt und nicht überall goutiert. Die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München etwa findet die Steine aus diversen Gründen entwürdigend.

Nicht zuletzt deshalb entschied die Stadt letztes Jahr, dass die Stolpersteine auf öffentlichem Grund auch in Zukunft verboten bleiben.

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Ich persönlich finde, die Steine sollen nicht unsere Füße stolpern lassen; sie sollen unseren Kopf wach rütteln! 

Ich mache diesen Bericht, weil in der Schweiz Stolpersteine weitgehend unbekannt sind, obwohl auch hier unrühmliche Geschehnisse in der damaligen Zeit vorkamen.

Die Gräueltaten der Nazis waren dem Bundesrat längst bekannt, dennoch beteiligte sich unser Land 1938 an der  menschenverachtenden Kennzeichnung der Pässe deutscher Juden mit der ’ J ‘- Stempel. 

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Im August 1942 schloss die Schweiz die Grenze für Flüchtlinge nur “aus Rasse-Gründen”, wohlwissend, dass den abgewiesenen jüdischen Flüchtlingen die Deportation und damit der Tod drohte.

Ich glaube, dass unsere wirtschaftliche Kollaboration mit Nazi-Deutschland in Form von Dienstleistungen, Krediten, Finanzierungen strategischer Rohstoffe und Exporten (Rüstungsgüter) sicher ein wichtiger Grund war, dass wir vom Krieg verschont blieben.

Doch bleibt für mich persönlich ein bitterer Nachgeschmack zurück.

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WMC.Eig.Werk.Author stolpersteine-konstanz.de


In der Schweiz

wurden die ersten zwei Stolpersteine erst 2013 in Kreuzlingen vor den Wohnhäusern von Andreas Fleig und Ernst Bärtschi * verlegt.

Beide wurden wegen ihrer mutigen Tätigkeit als Fluchthelfer 1938 in Deutschland von der Gestapo verhaftet und mussten viele Jahre in Gefängnissen und KZ-Lagern verbringen.

Ernst

 

Für Interessierte:
* Der Link zum Fluchthelfer Ernst Bärtschi:
  http://www.stolpersteine-konstanz.de/index.html?baertschi_ernst.htm

– Stolpersteine werden auch in Zukunft gesetzt. Der Link:
   http://www.stolpersteine.eu/aktuell/

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Ein Sommermärchen…


 

Eine Echinopsis bereitet uns alljährlich während der Ferienzeit viel Freude. Ich zeige euch ihre Entwicklung in den letzten 2 Tagen vor ihrer Blüte.

Mittwoch, 6. Juli 2016. 13.28 Uhr. Seit Tagen wachsen die Blütenstängel rasant in die Länge. Im Hintergrund eine Mammillaria-Art. 

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Donnerstag, 7. Juli 2016. 17.00-17.15 Uhr. Die Blütenknospen werden grösser und grösser. 

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Donnerstag, 7. Juli 2016. 20.23 Uhr. Nach meinen Erfahrungen wird die Echinopsis morgen früh ihre volle Pracht entfalten und uns mit ihrer Schönheit verzaubern.

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Freitag, 8. Juli 2016. 07.30-08.00 Uhr. Ich vermute, dass der Kaktus seit 05.00 Uhr blüht. Seine Blüten verströmen seither weitherum ihren Duft und locken damit Schwebefliegen und andere Insekten-Bestäuber an. Das Sommermärchen beginnt.

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Freitag, 8. Juli 2016. 12.30 Uhr.

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Freitag, 8. Juli 2016. Ca. 17.00 Uhr. Nach etwa 12 Stunden Blütezeit endet das diesjährige Sommermärchen. 

Ernst

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