Reise nach Kroatien. Teil I.


 

Wir fuhren mit dem Bus von Baden über Zürich-Innsbruck-Kitzbühl-Bad Gastein nach Villach, wo wir übernachteten. Es war schön, das landschaftlich herrliche und vielfältige Land wieder einmal zu erleben.

 

1. Tag

Am nächsten Tag besuchten wir Bled und Ljubljana, bevor es dann zu den Plitvicer Seen in Kroatien weiter ging.

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Um sechs Uhr erwachte der Tag über Villach. Der Blick aus dem Fenster stimmte uns zuversichtlich, lag doch ein neuer, herrlicher Spätherbsttag vor uns.

Villach Morgen aus Hotelfenster. P1040315

Villach. P1040310 

Nach dem Frühstück fuhren wir auf der Autobahn durch den Karawanken Tunnel (7’864 m), passierten die slowenische Grenze und erreichten Bled (Veldes) am Fuße der Julischen Alpen.

File:Karawankentunnel Oesterreich.jpgWMC. Urh. Christian „VisualBeo“ Horvat.

Bled ist im Land als Bade- und Luftkurort bekannt. Noch war es kalt, als wir zum See wanderten. Doch die Sonne schien und ließ im lichten Park die Bäume Park golden scheinen.

Bled, am Fuss d Julischen Alpen See Bild Nr. 316 bis 352. P1040316

Bled. P1040317

Der malerische Bleder See lächelte uns an. Mitten im See auf der kleinen Insel war die Kirche Mariä Himmelfahrt zu sehen.

Bled. P1040336

Bled. P1040334

Die Wallfahrtskirche wurde 1679 bis 1700 erbaut. Der Ort ist nur mit dem traditionellen Holz Boot ‘Pletna’ zu erreichen.

Bled. P1040326 

Die Burg liegt auf einem 139 Meter hohen Felsen über dem See und gilt als die Älteste im Land.

Bled. P1040323

 

Kaiser Heinrich II. schenkte 1004 das Besitztum Bled dem Bischof Albuin von Brixen. Anstelle der Burg gab es damals nur einen Bergfried mit einer Mauer.

 

 

z Bled. Burg. Skulptur. Kirche. Burg

Die neugotische Kirche St. Martin wurde 1905 anstelle der damals gotischen Kirche aus dem 15. Jh. errichtet.

z Martina Kirche in Bled. P1040345

Diese sehr schöne Skulptur erfreute uns. Ob sie wohl einen Apfel stilisiert?

z Bled. Apfel. P1040338

Am Mittag erreichten wir Ljubljana (Laibach), die Hauptstadt Sloweniens, die rund 290’000 Einwohner hat.

z P1040400

Ljubljana ist das Zentrum des Landes, Universitätsstadt und Sitz des Erzbistums.

z Laibach. P1040370

Sie’ war trotz Hochnebel mit einem Sombrero unterwegs in die Innenstadt und wollte unbedingt mit auf das Bild.

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Laibach. P1040367

 

Laibach Brunnen-353..354...403..366

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Die prächtigen Gebäude fallen durch ihre einmalige Architektur auf und zeugen von großer handwerklicher Fertigkeit. Sie prägen das Bild dieser wunderschönen Stadt.

z Laibach. P1040393

 

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Die im barocken Stil gebaute St. Nikolaus-Kathedrale am Ciril-Metodov-Platz gehört zum römisch-katholischen Erzbistum und ist dem Hl. Nikolaus von Myra geweiht.

Laibach Stadtzentrum. P1040382

 

z Laibach Stadtzentrum. P1040389

Ljubljana ist bekannt für seine Brücken, die über den kleinen Fluss Ljubljanica führen. Sie stammen aus diversen Epochen und haben unterschiedliche Baustile.

 

Laibach. Brücken Zentrum über Fluss Ljubljanica-tile377.379.386.385

z Laibach.P1040380

Besonders die drei Brücken im Zentrum mit den schmucken Steingeländern geben dem Ort eine ganz spezielle Note.

z Laibach-tilegrösser 990 mal 660

Die Stadt ist mir mit ihrem südlichen Flair und friedfertigen Menschen, die in der Innenstadt unterwegs waren, so richtig ans Herz gewachsen.

Laibach. P1040394

Später querten wir die Grenze nach Kroatien und fuhren über Novo Mesto – Karlovac nach Plitvice, wo wir am Abend unser Hotel inmitten des Nationalparks erreichten.

Ernst

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Varlin, “ Due Minuti ”…


 

Polizeiposten vor dem Castello in Neapel. 1961


Varlin 1961, Neapel


“ Ich bat die drei Polizisten, mir Modell zu stehen und sagte ihnen, sie sollen nur langsam auf Hundert zählen, dann sei ich schon fertig. Due Minuti also, bis alles sitzt. Nur das sogenannte Verbessern dauert nachher monatelang. “

Der Maler Varlin, (1900-1977)
wurde als Willy Guggenheim in Zürich geboren und nimmt in der Schweizer Malerei des 20. Jh. eine Sonderstellung ein. Unbeeindruckt von den modernen Strömungen seiner Zeit schuf er ein autonomes Werk, das die Zerbrechlichkeit des Gewöhnlichen ins Zentrum rückt.

Quelle: Varlin Archiv und Kulturelle Monatsschrift du, März 1970.

Der Link zum Varlin Archiv: http://www.varlin.ch/

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Die Schlumbergera blüht wieder…



Es geht in raschen Schritten dem Weihnachtsfest entgegen. Grund genug für die Schlumbergera, ihre Blüten zu zeigen, auch wenn sie wie immer einen Monat zu früh dran ist.

z Blog. P1040958

Ihre Blütenpracht soll euch auf den kommenden Advent einstimmen.

z Blog P1040963

Blumen sind die Liebesgedanken der Natur. Bettina von Arnim

z 1.  952.975.969.968

Blumen müssen nicht schön sein. Sie sind es.
Anke Maggauer -Kirsche

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Blüht eine Blume, zeigt sie uns die Schönheit. Blüht sie nicht, lehrt sie uns die Hoffnung. Chao-Hsiu Chen

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Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird. Albert Camus 

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Der Weihnachtskaktus bringt Wärme und Farbe in unseren Essraum und versüßt uns jedes Jahr mit seinem Blütenzauber trübe Novembertage. 

Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Was machen die Klosterfrauen auf der Brücke?


 

Wer von Mellingen AG auf der Reußtalstraße Richtung Tägerig oder Niederwil fährt, sieht auf dem neuen Kreisel von weitem einen mächtigen T-Stahlträger mit Menschen. 

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Auf dem 9 m langen Querträger zeigt sich szenisches Leben aus der regionalen Geschichte, die an die Zeit der alten Brücke und ihr Umfeld der Sechziger Jahre erinnert.

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Es sind andächtige Nonnen des ehemaligen Klosters Gnadenthal, ein Ehepaar mit Hund, eine jüngere Schönheit, ein Töff Fahrer und ein Angler zu sehen. Darunter haben sich Krähen eingenistet.

Collage

Die etwa 1 m großen Figuren sind aus Mammut- und Akazienholz gefertigt und entsprechend der Hauptfahrt-Richtung arrangiert worden.

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Die beiden Brückenteile wiegen 5 Tonnen und sind in einem Fundament von 30 Tonnen Beton verankert.

Die darüber liegende Erde ist mit blaublühenden Pflanzen versehen und wellenförmig angelegt; Form und Farben symbolisieren die Reuß.

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Die Erbauer Guido und Martin Hufschmid schufen das Werk aus Teilen der 1910 gebauten Brücke, die bei Stetten AG über den Fluss führte und infolge Altersschwäche ersetzt werden musste.

SRF. Urheber Mario Gutknecht.

  SRF. Urheber Mario Gutknecht.

Die neue Brücke ist 100 m lang, führt in einem weiten Bogen ca. 70 m flussabwärts über die Reuß und entlastet Gnadenthal vom Durchgangsverkehr.

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Die Klosteranlage kommt deshalb, wie mir scheint, auch viel besser zur Geltung.

Ich danke Franz M. für die professionelle Flugaufnahme recht herzlich.

Ernst

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Didlitt-Rufe…


 

Vor einigen Wochen blühte noch ein Meer von Sonnenblumen im Garten. Wenn ich draußen Didlitt-Rufe hörte, waren die Stieglitze, im Volksmund auch Distelfinken genannt, schon da.

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Diese bunten Kerle mit ihren rotschwarzweißen Köpfen, braunen Rücken, ihren schwarzweißen Schwänzen und den breiten, gelben Binden in den Flügeln waren nicht gekommen, um die Blumenpracht zu bewundern; nein sie kamen der leckeren Kerne wegen.

Foto A.Trepte, www.photo-natur.de

WMC Foto: Eigenes Werk, Andreas Trepte, www.photo-natur.de.

Als großartige Artisten turnten sie über-, unter- oder seitlich der Sonnenköpfe herum, um an die Leckereien zu kommen, sie auszupacken, wenn nötig zu schälen und anschließend zu fressen.

Diese Kunst ist nur dank geschickter Zusammenarbeit von Schnabel und Füßen möglich.
 

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Stieglitze ernähren sich von Sämereien verschiedenster Distelarten, Sonnenblumen, von Karde, Ampfer, Vogelmiere usw.; aber auch von Birken- und Kiefernzapfen-Samen.

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Gestern habe ich die verwelkten Blütenstauden entfernt, ihre dicken Stängel, braunen Blätter und leeren Köpfe zerhackt und kompostiert.

Natürlich plünderten neben den Stieglitzen auch Kohl-, Blau-, Tannen- und Weidenmeisen die Kerne all dieser Schönheiten, als ob morgen schon der Winter Einzug halten würde.

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Noch ist es nicht so weit, haben wir doch noch ein Martini-Sömmerchen zu gut!

Ich hoffe mit euch, dass es eintrifft.

Ernst

Veröffentlicht unter Natur, Wunder der Natur. | 40 Kommentare

Baumpatenschaften…


 

Das Projekt “Baumpatenschaften in der Surselva” soll dazu beitragen, die Biodiversität zu erhalten und auszubauen. Daneben will es den sanften Sommertourismus fördern, um Menschen für außergewöhnliche Naturwerte sensibilisieren zu können.

Aus einer Adlerfarnflur ragt diese mächtige Trauben-Eiche heraus. Sie wurde bisher von der Motorsäge verschont, obwohl in der Umgebung stets Holzschläge für Brennholz erfolgten.

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Foto: Baumpatenschaften in der Surselva.

Altholzinseln aus Eichen stellen Stützpunkte für einen zukünftigen Eichenwald dar. Der Weg dorthin ist zwar sehr lang, wenn nicht durch pflegliche Eingriffe nachgeholfen wird.

Dicke und alte Eichen haben eine herausragende Bedeutung für die Biodiversität. Neben zahlreichen Insektenarten, Moosen und Flechten profitieren davon ebenso Vögel und Höhlenbewohner unter den Kleinsäugern.  

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Foto: Baumpatenschaften in der Surselva.   

Die mächtige Traubeneiche ist etwa 20 m hoch und hat einen Durchmesser (Brusthöhe) von etwa 90 cm. Die geologische Unterlage am Standort besteht aus Ilanzer Verrucano.

Noch wartet die Traubeneiche auf eine Patenschaft. http://www.baumpatenschaften.ch/index.php?id=70&no_cache=1  

Ernst

Quellenangabe: Baumpatenschaften in der Surselva (Schweiz).

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’Van Gogh’, Kartoffeln…


 

Brief (August 1884) von Vincent van Gogh an Bruder Theo!

“Ich machte dies für jemand in Eindhoven, der einen Eßsaal zu dekorieren wünschte. Er wollte es mit Kompositionen von verschiedenen Heiligen tun. Aber ich gab ihm zu bedenken, ob etwa sechs Darstellungen aus dem Bauernleben, sowie vier die Jahreszeiten symbolisierende nicht mehr Appetit der braven Leute, die dort zu Tisch sitzen müssen, anregen würde, als die eben erwähnten mystischen Personen. Nun hat sich der Mann nach einem Besuch im Atelier dafür erwärmt…”

Kartoffelsetzen 1884 in Nuenen*.

Die Kartoffelpflanzer neu (2)

Scan aus Katalog der Ausstellung Kunsthalle Basel von 1947.

Die Idylle täuscht. Ich betrachte die Szenerie und versuche mich ins 19. Jh. zurück zu versetzen, mehr als fünf Jahrzehnte vor meiner Zeit.
Rackern mit dem Hakenpflug am frühen Morgen brauchte Kraft und Konzentration. Da die störrische Kuh oft ausbrach, um einen seitlich liegenden Grasbüschel zu fressen, zwickte sie der Bauer jeweils mit der Rute, damit sie geradeaus lief und eine schöne Rille hinterließ.

Von der Heidt Museum Wuppertal. Van Gogh. Quelle. F_172 JH_514 Kartoffelsetzen1

WMC, Gemeinfrei. F 172, JH 514. Original: Von der Heydt Museum, Wuppertal.

Auch die Bäuerin verrichtete eine harte Arbeit. Tief gebückt nahm sie eine nach der anderen Saatkartoffel aus ihrer Rocktasche und steckte sie in die Furche. Ob wohl Rückenschmerzen schon damals so verbreitet waren wie heute?

Sicher war es für die Bauern eine eintönige und mühsame Arbeit! Andrerseits bot ihnen das Bauerndorf neben ihrer täglichen Arbeit auch wenig Ablenkung. Wir können uns ihr Leben nur erahnen.


Ich bin bis zum 22.10.17 in den Ferien, deshalb fallen meine Antworten zu euren Kommentaren wahrscheinlich aus.
Ernst

* Van Gogh lebte von 1883-1885 in Nuenen (Nordbrabant NL) und malte dort über 180 Bilder, darunter diverse ‘Kartoffel-Sujet’, was auf die damalige Bedeutung dieses Nahrungsmittels hinweist. Berühmt ist das Bild Die Kartoffelesser (De Aardappeleters).

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Foto Wikipedia WMC, gemeinfrei.

 Der Originalbrief für Interessierte:
Dit maakte ik voor iemand in Eindhoven, die een eetzaal wenscht te decoreeren. Hij wilde dit doen met composities van diverse heiligen. Ik gaf hem in bedenking, of een zestal voorstellingen uit het boerenleven van de Meierijtevens de 4 jaargetijden symboliseerende – niet meer den appetijt der brave menschen, die aldaar aan tafel moeten zitten, zou opwekken, dan de mystieke personages hierboven genoemd. Nu is de man daar warm op geworden na een bezoek aan’t atelier…”

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