Samstag, 28. Februar 2015


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Nur wo du zu Fuß warst,

bist du auch wirklich gewesen.


Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832),
deutscher Dichter,
Naturwissenschaftler und Staatsmann.

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Straßenszene irgendwo in Israel.

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende. Ernst

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Sonntag, 22. Februar 2015


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Auf leisen Sohlen…

 

Trotz dem heutigen Wintereinbruch ist 
der Frühling auf leisen Sohlen unterwegs.

Am letzten Freitag blühten erstmals
die Krokusse in den braun gerollten Blättern

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am Boden unseres Kiwi-Strauches am Haus.
Freuen wir uns an der erwachenden

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Natur und am Licht, das jetzt jeden Tag
an Intensität und Länge zunimmt.

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Blühende Krokusse sollen euch durch 
die neue Woche begleiten. Ernst

Uebrigens ! 
Die Fotos habe ich letztes Jahr am 22.2.2014 gemacht.
Die Krokusse blühen wieder seit Freitag, den 20.2.15
am gleichen Ort!

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Donnerstag, 19. Februar 2015


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Reise-Erinnerungen

 

  Es sind die Begegnungen mit Menschen,

die das Leben lebenswert machen.  


Guy de Maupassant,
franz. Schriftsteller (1850-1893).  

 

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Nepalesin bei einer Handarbeit mit den Kindern
vor ihrem Haus in Bhaktapur, Nepal 1965.

Ernst

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Donnerstag, 12. Februar 2014


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Abstecher zum

Weiler Weissenbach

 Trotz der Hochnebeldecke, die am Wochenende nur vereinzelt und zaghaft von der Sonne durchbrochen wurde, fuhren wir von Tägerig (396 m) wieder mal auf den Lindenberg (878 m).

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Obwohl dieser Bergrücken nur 20 km von Tägerig entfernt liegt, erlebten wir eine stille weiße Landschaft, die uns verzauberte und zum Träumen anregte.

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Von Muri herkommend bogen wir nach Buttwil in eine schmale Seitenstraße ein, die zum Weiler führte.

Hohe Schneemaden und die tiefverschneite Landschaft ließen uns in eine Märchenlandschaft  eintauchen. z 7.2.14 Winterlandschaften 008

 

Kein Mensch zu sehen, als wir uns im Ort umsahen. Wir bemerkten neben einem Bauernhof nur einige alte Häuser, Remisen oder Stallungen.

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Ein aktiver Bauer führt hier einen stattlichen Hof und widmet sich u.a. der Pferdezucht, was durch die nachfolgenden Bilder unschwer zu erkennen ist.

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 Eine Weiler-Andacht, damit die wenigen Einwohner einen eigenen Ort zum innehalten haben.

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Die mit Plaketten und Erinnerungstafeln bestückte Tür macht deutlich, dass die Bauersleute aktiv an Reitanlässen teilnehmen.

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Der Brunnen neben einer Remise singt und plätschert vor sich hin, als wäre es seine Aufgabe, momentan nur stimmige Eisskulpturen zu bilden.

Ich vermute jedoch, dass er als Viehtränke auch den  Winter hindurch dient.

Wie viele Lebensjahre hat wohl dieser alte  Efeustrauch auf dem Buckel?  

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Still ist es, kein Verkehr, kein Lärm; keine Menschen sind zu sehen.

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Der Weiler war bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts unter dem Namen Werdenswil bekannt und bestand aus der Mühle am Weissenbach, 1380 urkundlich  erwähnt und einem Kelnhof *.

(* Kelnhof oder Chehlhof nannte man früher in alemannischen Gebieten Schwabens und der Schweiz ein Hofgut. Der Hof war damals der Benediktinerinnen Abtei Fraumünster Zürich zinspflichtig)

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Die Weissenbacher Säge im Jahre 2012.

Wikimedia Commons. Eig. Werk. Urh. Roland Zumbühl. Boswil.Saegerei
Foto Wikimedia Commons. Eig. Werk. Urh. R. Zumbühl.

Die Wyssebacher Sagi wurde 1380 urkundlich belegt und bedeutete für den Mühlebesitzer während flauen Zeiten eine zusätzliche Auslastung von Arbeit und  Verdienst.

Sie schnitt über Jahrhunderte für viele Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung Nutz- und Bauholz. Ihr wichtigster Kunde war im 17. und 18. Jahrhundert das Kloster Muri.

WMC, Eig.Werk. Urh. Roland Zumbühl. Boswil.SaegereiFoto Wikimedia Commons. Eig. Werk. Urh. R. Zumbühl.

Die Mühle und Säge war über Jahrhunderte in diesem  ländlichen Raum wirtschaftlich und sozial eine Bereicherung und deckte die lokalen Bedürfnisse in einer Zeit der beschränkten Mobilität ab.

Die Mühle mit der Säge und der Kelnhof wechselten im Laufe der Zeit immer wieder ihre Besitzer.

Mehr Informationen über die Säge Weissenbach findet ihr unter :  http://www.wyssebachersagi.ch/

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Wir verlassen Weissenbach und fahren wieder auf die  schneereiche Höhe des Bergrückens, der zwischen dem Bünztal und Seetal liegt, hoch.

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Uebrigens befindet sich im Guggibadgebiet eine attraktive und bekannte Langlaufloipe, die vom aktiven Skiclub Horben bei genügend Schnee professionell gespurt und unterhalten wird.      

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Der Heimweg führt uns über Bettwil und die Weiler  Ober-Niesenberg und Unter-Niesenberg nach Kallern und Tägerig zurück.

Blick auf den Weiler Ober-Niesenberg

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 Entschleunigt und voller schöner Erinnerungen kehren wir nach Hause zurück. Ich hoffe, dass euch unser Abstecher auf den nahen Lindenberg nach dem Motto

“Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah”

auch gefallen hat.

8-ung ! Dies und Das  bei Joe

Mein Kamerad und Bilderlieferant Joe Mathis hat endlich einen eigenen Blog eröffnet, den ich euch wärmstens empfehlen kann. Ihr findet ihn unter :  https://josefmathis.wordpress.com/

Ernst

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Donnerstag, 5. Februar 2015


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Der Birnbaum im Efeukleid

Eingepackt in sein dickes Efeukleid steht er im Herbst einsam in einem Feld meines Wohnortes Tägerig und wartet auf die Ankunft von Herrn Winter.

Angst vor diesem unwirtlichen Gesellen hat er keine, schützt ihn doch sein Mantel vor Kälte, Regen, Hagel und Schnee.

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Er dient Bilchen, Amphibien, Insekten und einigen  Vogelarten als idealer Lebensraum.

Noch trotzt sein starker Stamm jedem Sturm und seine bizarre Form erfreut alle Wanderer, die in der Nähe vorbei kommen.

4. Februar 2015.

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Der immergrüne Birnbaum in seinem XL Kleid kommt heute in unserer weißen Landschaft besonders schön zur Geltung.

Hoffentlich gefällt euch dieser skurrile Koloss. Ich wünsche euch eine schöne weiße Winterzeit.

Ernst

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Freitag, 30. Jänner 2015


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Eine Jugendstil-Graphik

in München um 1900.

München ist in dieser Zeit ein Kunst-Mekka. Wo Jugendstilelemente sich bemerkbar machen, ist der Trend von der Ölmalerei weg zur flächenwirkenden Graphik sichtbar. Besonders der Holzschnitt eignet sich unter Verwendung einfacher geometrischer Formen für die flächenhafte Neuordnung des Bildfeldes.  

Bei Peter Behrens (1868-1940) wird die für den Jugendstil charakteristische Abkehr von der Raumillusion hin zu Flächenwirkung besonders anschaulich. Aus dem Hintereinander wird ein flächiges Neben- und Miteinander.

Der Kuss, Farbholzschnitt. 1898.   

Du Eingescannt aus der kulturellen Monatsschrift DU, 1969 von EB.

Das Haar der beiden Liebenden erhält eine symbolische Bedeutung. Es wird zum  Bandornament stilisiert und bildet einen Rahmen, der das Liebespaar gegen die Außenwelt hin abschirmt und beschützt.

Der Kuss wird als mystisch sakraler Zustand einer totalen Introversion begriffen, wie Peter Obermüller in seinem Bericht Die Graphik des Jugendstils in München um 1900 schreibt.

Ich wünsche euch mit dem Kuss eine gute und schöne Zeit. 

Ernst

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Freitag, 23. Jänner 2015


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Der Schuhputzer

war als Beruf in den 1930er Jahren bei uns verbreitet. Heute arbeitet nur noch ein Schuhputzer am Flughafen Zürich und bedient dort eine betuchte Klientele. In der Türkei und in asiatischen Ländern wird dieser Beruf noch ausgeübt.

Derweil werden Postämter, Bankfilialen, Lebensmittel-Läden und Kneipen geschlossen – der schnöde Mammon lässt grüßen. Dabei geht Lebensqualität wie der Schwatz vor dem Schalter, der Umtrunk in der Beiz oder Begegnungen  verloren.  

Geduldig mustert der Schuhputzer die Passanten und wartet auf Kunden. Sein Geschäft mit Schuhbank und Stuhl hat auf 1 m2 Platz! Dahinter am Boden Bürsten, Dosen und links am Bank fein säuberlich aneinander gereiht Salben, Sprays und Polituren. 

Griechenland 76  Schuhputzer Origi. Prevezza.055

Der Fortschritt schreitet unaufhörlich voran. Roboter ersetzen Menschen, Produktionen werden weiter in Billiglohnländer ausgelagert. Zurück bleibt die in % angegebene Arbeitslosigkeit, hinter der sich menschliche Schicksale verbergen.

Wir haben uns an Arbeitslose, Sozialhilfe, Straßenverkehrsunfälle oder die fast täglich von der SBB gemeldeten Personenunfälle (Selbstmorde) gewöhnt. Steht der Mensch heute noch im Mittelpunkt unserer Politik?

Die Frage sei erlaubt, warum der Gesetzgeber die Bedürfnisse der Menschen nicht höher gewichtet als diejenigen der Wirtschaft und dem Kapital?

Vielleicht gibt es ja in ferner Zukunft auf Grund dieser Entwicklung wieder Schuhputzer – sie würden unser Straßenbild bereichern!

Ernst


Der Spruch zum Tage :

 

Was hilft mir die Weite des Weltalls,

wenn meine Schuhe zu eng sind?

Armenisches Sprichwort.

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