Patan, Stadt der Tempel in Nepal, anno 1965.


Patan, Stadt der Tempel. Nepal anno 1965.
Bild: Ernst Blumenstein

Staubkorn


wir sind nur ein Staubkorn
im Wind aufgehoben
davongetragen

wir leben zu kurz
als dass wir verstehn
wir werden geboren
um zu vergehn

die Zeit vergeht
mit uns ohne uns
was ist Zeit
nur eine Spur
in der Ewigkeit


©
Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin,
Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin
in der Schweiz.


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Heute vor 55 Jahren versandte ich diese Einladung zum Polterabend an meine Kumpels.


Einladung zum Polterabend von Ernst April 1969_thumb[5]

Beginn: 20.00 Uhr. Gute Stimmung mitbringen!

Ortsunkundige: 20.00 Uhr Post Nussbaumen.
Waldhütte Obersiggenthal. Freitag, 22.8.69 
“Abmeldung” bis Dienstag, 18.8.69. Tel.


Wenn wir etwas einfach genial finden,
ist es meistens genial einfach.

© Gudrun Zydek (*1944), deutsche
Schriftstellerin, Lyrikerin, Aphoristikerin.


Ich nehme obigen Wisch zum Anlass, um euch noch einige Infos und Bilder über mich und die  Familie zu zeigen.

z 1.Bericht  Haussener Bleistiftzeichn. az 27.9.12

50 Jahre später, im September 2019 …

Ankunft

2 neu 3 Collage Kinder

3 neu 5 Collage Text

4 Collage

Margrith unterhielt uns mit träfen Worten.

Margrith

erl. DSC_0126-tile noch grössere Schrift


Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Alltagsgedanken über das Wetter.


Ruckfeld Ernst 23.1.16 So-UntergangP1230001
Bild: Ruckfeld, Würenlingen.

We esch sWätter?

so so, la la

bündig ebe

wes halt eso esch

es büüted vo Allem öppis

grad wes Läbe.

Text und Foto: Ernst Blumenstein

Schriftdeutsch

Wie ist das Wetter?
Na ja, wie es halt so ist
comme ci, comme ca,
es bietet für Alle etwas
grad wie das Leben.

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Gedanken zur Herkunft …


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Unsere Wurzeln

trotzen allen Stürmen
bestimmen die Haltung
bewahren vor Torheiten
schenken Lebensfreude
schützen unsere Moral
erleichtern unser Sein

Reuss Bummel

Text: Ernst Blumenstein. Fotos: Tina.

 

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Reiseerinnerungen


Erinnerungen an Ostafrika.

Besuch im Lake Manyara Nationalpark. 1. Teil

Besuch Lake Manyara. 2. Teil

z Lake Manyara Urwald

Text und Bilder: Ernst Blumenstein.

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Zurück


Mein Holunderbaum im Mai 2024

collage Iris


Zurück

Der Kirchturm steht da, wo er immer stand.
Sein Geläut alltäglich, sechsmal am Tag.
Seine Glocken rufen auch zu Gottesdiensten
und ab und zu läutet die Schiedglocke.
Ich passe als Protestant nicht so recht
ins fromme Freiamt.

Mein Naturgarten lebt, ist bunt geworden.
Es summt, kraxelt und wuselt in ihm rum.
Werkeln und Ernten dienen der Erholung.

Abends dann Glotzen Bilder aus aller Welt
oft neues Elend.
Selten ist Erfreuliches dabei.

Text: Ernst Blumenstein. Bilder: Sarah, Tina, eb.
 

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z blog Steinkraut, echte Ringelblume, Phlox, Blaukissen, Erinnerung an Eilat, Mohn, Tulpe, Kornblume, immergrüne Schleifenblume

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Jugenderinnerungen


Foto by_ marika_pixelio.de
Foto: marika  /  pixelio.de


Der Feldmauser

In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts zahlte meine Wohngemeinde Nussbaumen den Mäusefängern für eine Feldmaus (Springer) 20 oder 30 Rappen, für die größere Wühlmaus (Nüeler) 40 Rappen und die Schermaus 50 Rappen. Kein Wunder also, dass wir Buben in der Ferien- oder Freizeit den Nagern nachstellten und mit Fallen einfingen. Ein Bauer auf dem Tromsberg nahm die toten Mäuse entgegen, führte für die Gemeinde Buch und entsorgte die Kadaver im Güllen Loch.

In den Sommer- und Herbstferien war ich oft in der Früh mit circa 30 Fallen unterwegs. Taufrisch lagen die grünen Wiesen und braunen Äcker des Siggenthaler Feldes vor mir. Feldwege unterteilten die Weite in rechteckige Fluren, die in der Ferne im Morgendunst verschwanden. Ein Bauer schnitt in der Nähe Gras. Weiter hinten stritten sich Lachmöwen und Krähen auf einem frisch gepflügten Acker um kleine Beuten. Eine wohltuende Stille lag über dem Land, die manchmal nur vom Gesang der Feldlerchen, die sich im Singflug in die Höhe schraubten, unterbrochen wurde.

Ich prüfte die Wiesen vor mir auf ihre Farben- und Grasstrukturen und erkannte dann auf Grund meiner Erfahrung oft, wo sich größere Ansiedlungen befanden. Dort suchte ich in den oberirdischen Ein- und Laufgängen des komplexen Baus nach Kot, frischen Fraß Stellen oder feiner Erde. Fand ich etwas, wusste ich, dass der Bau von vielen Nagern bewohnt ist und es sich lohnt, hier Fallen zu stellen. Dafür brauchte ich einige Stunden und hörte, bevor ich fertig war, an etlichen Orten Fallen wieder zuschnappen. Das hieß dann nachschauen, die tote Maus herausnehmen und die Falle neu schärfen. Die Zeit verging dabei im Nu und ich konnte an guten Tagen bis gegen 40 Springer fangen und in meiner braunen Ledertasche mitnehmen.

Manchmal war ich nur kurz beim Mausen und steckte dann halt einen Fang in den Hosensack. Vergaß ich einmal den Sack zu leeren, war meine Mutter die große Leidtragende. Sie weichte jeweils am Vorabend ihres Waschtages die Wäsche im Trog mit einem Waschmittel ein. Einmal fand sie am Waschtagmorgen eine tote Maus, die an der Wasseroberfläche des Troges schwamm. Zum Glück war meine pragmatische Mutter nie nachtragend.

Einmal fing ich in einem Jahr die meisten Nager und wurde Mauserkönig von Nussbaumen und Kirchdorf. Mit dem Geld kaufte ich mir u.a. ein Velo und lud die Kollegen zum Patisserie-Essen vor der Dorfbäckerei ein.

Text: Ernst Blumenstein

Ernst 28.4.24


PS: Ich bin für einige Zeit abwesend, besitze bewusst kein Smartphone und kann auf allfällige Anmerkungen nicht antworten. 

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Pétanque, ein Spiel, dem ich schon viele Jahre fröne.


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Die Würfe sind top, von Lust getrieben
sie laufen, kullern, bleiben dann liegen
zu kurz ist viel besser, zu lang meist fatal
das Spiel macht Spaß, drum ist es egal.

Wir legen die Kugel möglichst genau
gelinde gesagt perfid vor die Sau1
so hat der Gegner keine andere Wahl
sie muss weg mit einem Hochportal2.

Er trifft unsere Kugel leider genau
der Vorteil ist weg, kaputt der Aufbau
drum legen wir eine Neue in den Splitt
und nehmen die Sau ein Stück weit mit

Wir sind bestandene Männer und Frauen
spielverrückt halt und mit Gottvertrauen
die heiter im Spiel ihre Zeit verprassen
und dabei den Alltag hinter sich lassen.

Text: Ernst Blumenstein. Foto: Erika Bauer.

 
1 Sau = Schweinchen oder Zielkugel.
2 Hochportal oder Hochportée = hoher Bogenschuss.

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Ich wünsche euch besinnliche und heitere Ostertage. Ernst


collage. P1050434


Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
Vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zu Ruh sie dort dem Toten singen,
Die Lerchen jubeln: wache auf.

Mit Erde sie ihn still bedecken,
das Grün aus allen Gräbern bricht,
Die Ströme hell durchs Land sich strecken,
Der Wald ernst wie in Träumen spricht,

Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
So weit ins Land man schauen mag,
Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
Als wie ein Auferstehungstag.

Joseph von Eichendorff (1788-1857)
deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker.

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Mein Gartendoktor …



P1010116

Bauerngarten Zier
althergebrachtes Heilkraut

Ewigkeit Symbol

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Text und Fotos: Ernst Blumenstein


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