Eine Einladung in Karachi im März 1965


 

Auf meiner mehrtägigen Tramper Reise vom iranischen Grenzort Zahedan durch den pakistanischen Teil der Wüste Belutschistan nach Karachi erholte ich mich einige Tage an der Beach am Arabischen Meer.

Zahedan Iran

Hier lernte ich mit zwei anderen Weltenbummlern einen Studenten kennen, der uns zu sich nach Hause einlud.

Die gut situierte Familie empfing uns sehr herzlich. Zuerst gab es eine Modeschau! Ich trage hier eine traditionelle Kleidung, ein Kamiz (langes Hemd) mit einer Kurta (Hose), den langen Schal über den Kopf gebunden sowie passende Schuhe.

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Die Familie ließ sich außer dem Sohn und dem Buben in der traditionellen Salwar-Kamiz-Bekleidung fotografieren.

Salwar stammt aus dem Persischen und bedeutet Hose, Kamiz aus dem Arabischen und heißt längeres Hemd.

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Die Frauen tragen zusätzlich eine Dupatta, einen langen breiten Schal, der über eine Schulter, um den Hals oder über den Kopf getragen wird.

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Die Zeit verlief im Nu, stellten uns doch die Fam. Mitglieder Fragen über alles Mögliche, über die Schweiz und andere Länder Europas. Wir erzählten ihnen, wie wir leben, was wir machen und wie unser Land in etwa funktioniert.  

Auch für uns war die Begegnung sehr lehrreich, konnten wir doch viel über ihr Leben und über ihr Land erfahren.

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Soweit ich mich erinnern kann, gab es am Abend ein fein zubereitetes Mahl mit verschiedenen kleinen Vorspeisen, Reis mit pikanten Saucen, Gemüse und Huhn. Zum Trinken wurde Wasser, Tee oder Bier gereicht und als Dessert gabs einige  Süßigkeiten.

Vielen herzlichen Dank auf Urdu!   شکریہ

Ernst

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Und bei euch?


 

Das Wetter heute morgen kurz nach sieben Uhr bei mir zuhause.  

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und um halb acht Uhr.

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Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Gartenblumen im Ährenmonat. 1. Teil.


 

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Rot steht für Aktivität, Dynamik, Gefahr, Temperament, Zorn, Wärme und stärkt unsere Seele.

Es steigert unsere Sinnlichkeit, Leidenschaft, unser Fühlen. Nicht umsonst ist es die Farbe der Liebe!

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Gelb steht für Sonne, Licht und Erleuchtung, aber auch für Neid, Verrat und Feigheit. Es bedeutet ‘auf Draht sein’ und fantasievoll zu sein.

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Orange weist auf Freude, Lebenskraft, Gemütlichkeit und emotionale Wärme hin. Es hebt unsere Stimmung und hilft, den  grauen Alltag zu vergessen, hinter sich zu lassen.

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Mauerpfeffer, Ringelblumen, Sonnenhut, Taglilie.


Ich wünsche euch sonnige Herbsttage.

Ernst

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Reiseerinnerungen an die Stadt Lahore in Pakistan


 

Niemand weiß so genau, ob Lahore heute 7 oder 8 Millionen Einwohner hat. Bei der Durchreise 1965 nach Indien/Nepal empfand ich die Stadt als wildes Gemisch einer mir fremden Kultur.

Rickshaws-Station in Lahore.

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Ein Allerlei von Farben, Gerüchen, Formen und Lebenslust sehr vieler Menschen, obwohl die Stadt damals wahrscheinlich weniger als 1 Million Menschen zählte.

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Dieses Durcheinander von Straßenverkauf, Zweirädern, Gespannen, Karren, Rickshaws, Mopeds Autos, Menschen und Armut löste bei mir einen Kulturschock aus.

Pakistan 1965 Old Lahore Ochsengespann im Slumviertel -65

Das Gute war, dass mich die Stadt auf noch schwierigere Situationen in Indien vorbereitete.

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Lahore wächst auch heute noch unglaublich schnell und querbeet in die Breite, Höhe und Länge.

Sie hat als kulturelles Zentrum von Pakistan aber auch viel zu bieten, u.a. die Badshahi-Moschee, ein Beispiel der Mogul-Architektur

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Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

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Smartphone…


 

Ich habe kein Smartphone, gehöre also zu den wenigen älteren Menschen, die ohne diesen zusätzlichen ‘Zeitvertreib’ auskommen und zufrieden sind! Sie lächeln? Tja, ich verstehe das, würde wahrscheinlich an eurer Stelle auch lächeln.

Zumal mein einfach zu bedienendes Doro Klapphandy nicht so oft klingelt. Ich brauche es vorwiegend, um jederzeit zu meiner Frau Verbindung zu haben und ab und zu unterwegs zum telefonieren.

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 Wichtig ist die Erinnerungsagenda, die mich akustisch auf  Termine aufmerksam macht. Heute muss jedoch Alles dokumentiert, verschickt, geteilt und gepostet werden.

Ich brauche die Handy-Kamera nicht, weil ich kein Bedürfnis habe, mich unterwegs zu dokumentieren und mitzuteilen. Mir genügt die Zeit am PC, wenn ich blogge, recherchiere und mich informiere. Zum fotografieren benütze ich meine Lumix-Kompaktkamera.

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Mir fällt auf, dass immer mehr Menschen mit Smartphone unterwegs sind.

Nein, es ist sogar umgekehrt; die Smartphone sind mit den Menschen unterwegs! Ohne Verbindung zur weiten Welt geht gar nichts. Eine Studie besagt : 

98 % der 12-bis 19-jährigen Jugendlichen besitzen ein Handy, die meisten davon ein Smartphone. Bei den 12- bis 13-jährigen haben 97 % ein Handy.
Ein Durchschnittsnutzer schaut alle 18 Min. aufs Handy. Jugendliche sogar alle 10 Min., was täglich fast 100 Mal entspricht. 8 % der Jungen sollen sogar handysüchtig sein.

Die Nutzer verbringen täglich 2,5 Std. am Smartphone! Allein 35 Min. davon mit Whatsapp, 15  Min. mit Facebook und 5 Min. mit Instagram. Ein Fazit von Buchautor und Informatikprofessor Alexander Markowetz lautet:

“Wir trainieren uns eine gestörte Aufmerksamkeit an,
was uns langfristig unproduktiv und unglücklich macht.”

Ob die Menschen mit den modernen Kommunikationsmitteln über alles gesehen mehr Zeit für ein erfülltes Leben gewinnen? Ich wage es zu bezweifeln.

Trotzdem wünsche ich euch eine gute Zeit. Ernst

 

Quelle: Spiegel Nr. 32 Menthal. James Studie 2014.

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Der Mensch braucht Angst, sonst lernt er nichts.


 

Aus dem Buch “Der Begriff Angst” von 1844 des Autors Vigilus Haufniensis, deutsch etwa ‘der Nachtwächter Kopenhagens’, stammt der oben erwähnte Satz.

Hinter dem schrulligen lateinischen Namen steckt der Schriftsteller Kierkegaard. Sein Buch über die Angst hat es bis heute in sich und soll immer noch lesenswert sein. 

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Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor,

weil das Auge im Herbst den Himmel,

im Frühjahr aber die Erde sucht.

 
Søren Aabye Kierkegaard. (1813 – 1855), dänischer
Philosoph, Essayist, Theologe und Schriftsteller.

 

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Wie denkt ihr über diese These und das Zitat? Ich wünsche euch eine gute Spätsommerzeit.

Ernst
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Herbstbeginn in der Natur?


 

Ein am Dorn einer wilden Brombeere aufgespießtes Buchenblatt.
 

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Ernst

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