Veränderungen


 

Fortschritt verheißt nicht nur immer Gutes…

Der technologische Fortschritt und der Krieg im Nahen Osten  verändern die Welt rasant. In unserer geachteten direkten Demokratie bestimmen Geld, Parteien, Verbände und deren Lobbyisten, wohin die Reise unseres Landes geht.

In der Wirtschaft herrschen aktuell raue Zeiten, werden doch Tausende von Stellen abgebaut, um Kosten zu sparen und sich “fit” zu machen. Das mit der stets lapidaren Begründung ‘Arbeitsplätze zu sichern’. Der Profit lässt grüßen und die betroffenen Menschen ‘im Regen’ stehen.

1964. Irgendwo in Israel. 

1 Autostopp Israel o124

Ich kann freilich nicht sagen,
ob es besser werden wird,
wenn es anders wird;
aber so viel kann ich sagen:
es muss anders werden,
wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg, 1742-1799
deutscher Naturwissenschaftler,
Schriftsteller u. Philosoph. Begründer
des deutschsprachigen Aphorismus.

2007. Negev Mall Tower, Beersheba. 

3 WMC.he.wikipedia. Urh. Tomiko8. Negev.Mall.Tower, 2007WMC. Urh. Tomiko8

Der Ausverkauf von Schweizer Firmen geht weiter. Neulich war zu lesen, dass der Multi Syngenta und die Traditionsfirma Sigg für viel Geld nach China verkauft werden. Arbeitsplätze und Wissen gehen verloren. Erneut trifft es Menschen. 

Multinationale Konzerne, selbst kleinere Firmen lassen sich von Experten beraten und nutzen Schlupflöcher in ‘Oasen’, um Steuern zu sparen. Die Frage wer den Schaden trägt  erübrigt sich. Was macht die Politik? Wird sie als Teil des Systems etwas zu Gunsten der Steuerzahler/innen verändern?

Bald stimmen wir über die Durchsetzungsinitiative der SVP ab. Ich schäme mich über das im Inhalt menschenfeindliche Begehren und stimme NEIN!

Habt eine gute Zeit.  Ernst

Veröffentlicht unter Sinnsprüche, Tagebuch | 14 Kommentare

Wer kennt sie noch?


 

Scharreisen


aus Metall waren früher dazu da, allfälligen Schmutz von den Schuhsohlen zu kratzen. Sie waren neben Hauseingängen am Boden von alten Liegenschaften angebracht.

Scharreisen an einer Treppe hinter dem Landgasthof Bären in Schinznach Dorf AG.

Konfirmation Janin 030

Sie erinnern uns daran, dass bis Mitte des 19. Jh. die Gassen und Straßen in Städten und Ortschaften weder gepflastert noch geteert waren.

Heutzutage klebt außer Staub kein Dreck mehr an den Sohlen; ganz zu schweigen von erdverklumpten Schuhen, die draußen geputzt und gereinigt werden mussten.

 Konfirmation Janin 031

Sollten wir jedoch heutzutage trotzdem mal in die Situation kommen, stark verschmutzte Sohlen zu reinigen, wären die Scharreisen eigentlich ganz praktisch.

Ein Scharrblech, Sparversion eines Scharreisens am “Haus zum goldenen Horn” in Basel.

Sparversion Scharreisen, 'Scharrblech', © by altbasel.ch. Basel, Haus 'zum goldenen Horn'. St.Johanns-Vorstadt 9
© by altbasel.ch

Ein schönes, massives Scharreisen mit Vertiefung am Haus ‘zer Hell’ (zur Hölle) am Totentanz 13 in Basel.

Hinten blockiert ein nachträglich angebrachtes modernes Abwasserrohr die Nutzung.

  Scharreisen am Haus 'zer Hell', Totentanz 13.  Heute blockiert dch. modern. Abwasserrohr
 © by altbasel.ch

Es gab sogar Scharreisen, die über dem Boden in der Mauer eingelassen waren mit einer Aushöhlung in der Wand, sodass Platz für den Schuh blieb. Ebenso erleichterte die Vertiefung im Eisen die Reinigung der Sohlen.

Eine höher liegende Nische am Haus Totentanz 3 in Basel für eine bequemere Sohlenreinigung.

Höher liegende Nische am Haus Totentanz 3 mit Vertiefung im Eisen.

Ein kunstvolles Scharreisen am Haus ’zum Laufenburg’, Blumenrain 24 in Basel.

Scharreisen am Haus 'zum Laufenburg', Blumenrain 24.

Pingelige Hausbewohner nötigen allerdings auch heutzutage noch ihre Gäste, die Schuhe vor der Tür auszuziehen, um den Parkettboden zu schonen.

Und…  müsste ich meine Schuhe auch ausziehen, wenn ich bei euch auf Besuch käme?

Ernst

Quelle : altbasel.ch  ‘ fragen zum alten Basel ‘ . http://www.altbasel.ch/fragen/scharreisen.html

Veröffentlicht unter Erinnerungen an frühere Zeiten. | 57 Kommentare

Die Bäderstadt Baden AG


 

Eine Wortspielerei über Baden im Aargau

Ein Kalauer

z Baden  letzte Neuerung
Bilder Scan ab Aargauer Zeitung.

Ich wünsche euch eine gute Zeit. Ernst

Für Interessierte : Wortherkunft „ etwas ausbaden“

Etwas ausbaden

In früheren Zeiten war es sehr aufwendig, einen großen Zuber voll Wasser mit Holz zu erhitzen. Deshalb war es selbstverständlich, dass die Familienmitglieder sich das Badewasser teilten und nacheinander badeten. Anschließend war die Reihe am zum Haushalt gehörenden Gesinde, wobei der Rang die Reihenfolge bestimmte. 

Je später man badete, umso kälter und schmutziger war das Wasser. Der Letzte musste dann die unbeliebte Arbeit verrichten, Badewasser ausgießen, Badefass und Badeort reinigen. Diese Regelung galt auch im öffentlichen Bad.

Quelle : www.theiss.de Das geht auf keine Kuhhaut.

Veröffentlicht unter Gedichte, Texte, Kuriositäten | 45 Kommentare

Dächer von Bhaktapur, Nepal


 

Ohne Worte

Bagdaon die Dächer der Stadt  -116

Veröffentlicht unter Ohne Worte | 18 Kommentare

Schlosshotel Flims-Waldhaus


 

Herzliche Feriengrüsse.

Wetter bis jetzt “so la la”. Leo.

Dieses 139 Jahre alte Schlosshotel Flims-Waldhaus hat eine lange und interessante Hotel- und Architekturgeschichte. Der hier abgebildete Bau auf dieser Ferienkarte aus dem Jahre 1958 gibt es schon lange nicht mehr.

Ansichtskarte 1928 aus Sammlung Herzl. Feriengrüsse, Wetter bis
Scan ab Ansichtskarte eb.

1877 Eröffnung des Kurhauses mit fliessendem
         Wasser in Küche und Office.
1881 Eröffnung Villa Belmont. Einstellung eines Kurarztes.
1884 Kauf der Insel im Gaumasee.
1889 Eröffnung der Villa Silvana: Elektrifizierung des Hotels.
1893 Ankunft der Regentin Emma von den Niederlanden und
          ihrer Tochter Königin Wilhelmina mit Gefolge in der
          Villa Silvana.
1894 Errichtung der eigenen Bäckerei und eines Freiluftbades.
1900 Kauf des Hotels Segnes und Post in Flims Waldhaus.  
1901 Erster Telefonanschluss in Flims, eingerichtet in einem
         Kiosk im Park des Hotels. Der erste Tennisplatz wird
         erstellt.

Karte hinten
Scan ab Ansichtskarte eb.

2009 Pavillon vom Grand Hotel Waldhaus in Flims.

Hotel Waldhaus. Flims. WMC. Eig.Werk, Urh. Adrian Michael 2009
WMC. Eig.Werk, Urh. Adrian Michael.

2009 Grandhotel Waldhaus Flims.

Grand Hotel Waldhaus Flims. Eig.Werk, Urh. Adrian Michael
Wikimedia Commons. Eig.Werk, Urh. Adrian Michael. 

Ernst

Veröffentlicht unter Erinnerungen an frühere Zeiten., Reisebilder und Ausflüge in der Schweiz | 32 Kommentare

Me’a Sche’arim in Jerusalem


 

Joe Ma Israel das alte Jerusalem
© Foto Joe Mathis * , Rottenschwil. Die Altstadt von Jerusalem.

Während den Aufenthalten 1964 in den Kibbuzen Matzuba  und Neve Yam (siehe Reiseberichte) besuchten Kumpel Pit und ich zweimal Jerusalem, das als Wiege der Religionen gilt, wird es doch von Juden, Christen und Muslimen als heilige und sehr geschichtsträchtige Stadt angesehen. 

WMC Urh. Eig. Werk. Urh. Djampa Mea_Shearim_Shtreimel_Center_sign

WMC. Eig.Werk. Urh. Djampa.

Me’a Sche’arim und Israel! Da prallten damals zwei Welten aufeinander; einerseits das älteste Wohnviertel außerhalb der Altstadt von Jerusalem mit seinen religiösen Bewohnern, andererseits die offene und im Aufbau befindliche israelische Gesellschaft.

Jerusalem Mea Sharim 0120 - Copy

Wir wussten, dass im Viertel vorwiegend jiddisch sprechende streng orthodoxe Juden wohnen, die sich an die traditionelle Auslegung der Thora, an die Gebote, Feiertage, Sabbat-Ruhe und an die Familienreinheit halten.

Mehrsprachige Schilder wiesen auf Kleidungsvorschriften für Frauen sowie auf allgemeine Verhaltensvorschriften hin, die Besucher einzuhalten hatten.

WMC Urheber Lisa Mathon http_.wilrob.org. 800px-Panneau_mea_shearim
WMC. Urh. Lisa Mathon.
http://wilrob.org

So war u.a. Feuer machen, Autofahren, Fotografieren und Rauchen am Sabbat ein Frevel, der mit Steinwürfen bestraft wurde. 

Kaum gingen wir an einem Sabbat durch das Tor ins  geschlossene Quartier, blieb das pulsierende Leben Jerusalems zurück, als hätten wir die Türe hinter uns zugeschlagen. Eine uns sehr fremde Welt umgab uns, eine stille Welt auch ohne Lärm und Verkehr.

Jerusalem Mea Sharim -0154 - Copy

Es gab keine Möglichkeit, mit Bewohnern ins Gespräch zu kommen, weil wir aufgrund unserer Erscheinung sofort als Fremde wahrgenommen wurden.

Mir fielen altmodisch gekleidete Frauen und Kinder auf, die sich abwendeten, ihr Gesicht hinter Tuch oder Papier verbargen. Ich empfand in diesen Momenten die Atmosphäre nicht gerade freundlich, eher fast ein wenig feindlich.

Israel Mea Sharim IMG-0152

Da unser Respekt vor den in schwarze Kaftane gehüllten Männern mit Bart und Schläfenlocke auf der Straße groß war, hüteten wir uns und ließen wenigstens das Rauchen sein.

Weil wir damals jedoch jung, neugierig und locker drauf waren, verzichteten wir trotz Verbot nicht aufs  Fotografieren.

Prompt wurden aus Fenstern von Wohnungen über den Straßen wie von unsichtbarer Hand immer wieder kleinere Steine auf uns geworfen.

WMC. Weltweit gemeinfrei. משתמשכיכר השבת ויקיפדיהal_Hatania_St
WMC. Weltweit gemeinfrei. משתמש:כיכר השבת ויקיפדיה

Solltet ihr einmal diese außergewöhnliche Stadt Jerusalem mit ihren wunderbaren Sehenswürdigkeiten besuchen, dann lasst es euch nicht nehmen, in Me’a Sche’arim vorbei zu schauen.

Ernst 

Versteht ihr Jiddische Wörter? betuach, dufte, Ganove, Kaff, Kies, maloche, Massel, meschugge, mies, Moos, Plejte Gejer, Reibach, schäkern, Schlimassel, Schmire, schummeln, Stuss, toff, zocken, Zoff.

Ich empfehle euch den Blog :
* DIES UND DAS-BEI JOE: Mit anderen teilen, was mir Freude macht. https://josefmathis.wordpress.com/

Veröffentlicht unter Reiseberichte und Bilder. Israel | 37 Kommentare

Frohe Festtage


 

Margrit Fuchs Stiftung Ruanda
Die Karte wurde im Auftrag der Stiftung Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda * von
Einheimischen aus dem Holz von Bananenstämmen geschnitten und ungefärbt aufgeklebt.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest. Möge euch Gesundheit und Gottes Segen im Neuen Jahr begleiten. 

Für eure Besuche und Kommentare bedanke ich mich herzlich und freue mich auf einen regen Gedankenaustausch im nächsten Jahr. Ernst

 

* Infos : www.ruanda.ch

Veröffentlicht unter Glückwünsche, Festtage, Rückblicke | 48 Kommentare