Am Laholmsbukten, einem langen Sandstrand Südschwedens …



Am menschenleeren Mellbystrand zwischen Båstad und Halmstad offenbarte sich mir 1989 eine eigenartige Stimmung.

Laholm Strand Nordsee

Ein von Winden angefachtes schweres Wolkenmeer trieb über der See, in das sich ab und zu ein Sonnenstrahl verirrte. Fasziniert beobachtete ich dieses wandernde Himmelsspiel, in dem sich die Vielfalt der damals friedlicheren Welt widerspiegelte.

Laholm Küste Nordsee - Kopie

Ich entdeckte Engel, Tiere sowie Bilder und Schemen aller Art. All dies in Nuancen von schwarz bis weiß.

Laholmstrand

Wolken sind ewige Wanderer im Gang unsrer Zeit. Sie ziehen, jagen dahin, ballen sich, stürmen, schüchtern ein, regnen aus, fallen auseinander und bilden sich neu. 

Sie kommen und gehen, immer wieder; bis in alle Unendlichkeit.  

Bilder und Text: Ernst Blumenstein

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Gartenglück



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Meine Courgetten
welch eine Gunst
garniert mit Rosetten
Grünfutter-Kunst.

Text und Foto: Ernst


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Alle Jahre wieder


braucht diese Kaktusknospe etwa 12 Wochen, um heranzuwachsen.

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Dann geht es schnell.

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Früh am Morgen offenbart sich uns diese edle Blüte, um 

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sich am Abend schon wieder für immer zu verabschieden.
 

Haiku

Erhabener Stern
weckt neue Lebensfreude
Bonheur im Hause.

Fotos und Text: Ernst Blumenstein


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Ende Mai


erfreute uns diese Epiphyllum Blüte zwei Tage lang mit ihrer Pracht, nachdem sie von

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Dezember bis März im dunklen Naturkeller-Klima verbrachte und nur zweimal etwas Wasser erhielt.

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Nicht alle Blumen taugen zum Sträußchen.

Deutsches Sprichwort

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Unterwegs auf dem



Waldweg
Haiku

Author. Gisella Rova-Scandola

Wurzelgeflechte

halten, nähren Waldbäume

Kunst auf dem Waldweg.


Foto: Autorin Gisella Rova Scandola.
Text: Ernst Blumenstein.

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Schwertlilien aus dem Garten



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Schwertlilien

Das sind die Blumen, die wie Kirchen sind.
Ein Blick in sie hinein zwingt uns zu schweigen.
Wie Weihrauch fromm berauschend strömt ihr Duft,
Wenn wir uns zu der schönen Blüte neigen.

Sie sind wie Schmetterlinge dünn und zart.
Und wissen ihr Geheimnis doch zu hüten.
Es hellen goldne Kerzen sanft den Pfad
Ins Allerheiligste der Wunderblüten.

Francisca Stoecklin (1894 – 1931)
Schweizer Dichterin aus Basel

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Ich wünsche euch eine frohe Maienzeit. Ernst

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In der Zähringerstadt Neuenburg am Rhein De traf ich vor Jahren einen


 

Wanderer

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Ein Wanderer voll Lebenskraft
hält hoch ein Glas mit Rebensaft
sinniert dabei über Bacchus Sein
und kostet artig dessen Wein.

Im vorigen Jahr von üppigen Strahlen
der Sonne vergoldet, gesüßt, bemalen
genießt er den Trunk aus Gottes Hand
mit Lebensfreude und Verstand.

Bild und Text: E. Blumenstein

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Ostersonntag, 07.44 Uhr, Blick aus dem Balkon


 

Frohe Ostern

 

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Osterfreuden


An Ostern gibt es Osterhasen
und schönen, frisch gemähten Rasen.
Zur Feier Hühnchen oder Lamm
Und Osterglocken um den Stamm
der jungen, schlanken Birken.

An Ostern soll die Freude wirken.
Man köpft die Eier, trinkt Liqueur.
(Die Frauen waren beim Friseur.)
Wie immer ist am Gotthard Stau,
im TV sieht man es genau.
Drum freut sich, wer zu Hause blieb
und hat sich lieb.

© Brigitte Fuchs (*1951),
Schweizer Autorin, Lyrikerin, Sprachspielerin

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Gestern


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Der Frühling ist eine echte Auferstehung,
ein Stück Unsterblichkeit.

Henry David Thoreau (1817 – 1862),
amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.

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Wir haben uns gewöhnt vom 31. Mai 2015


Eine Kollegin schrieb mir vor einigen Tagen, sie hätte in meinem Blog gestöbert und diesen Beitrag gelesen. Sie fände ihn so aktuell und er drücke aus, was sie empfinde. Sie möge sich von den Medien nicht vorschreiben lassen, für wen sie Mitleid empfinden und wovor sie sich fürchten soll. 

Ich habe diesen alten Beitrag hervor gekramt und finde auch, dass Einiges davon noch aktuell ist. Deshalb veröffentliche ich ihn hier nochmals, ohne dass ich im Text etwas geändert habe. Ich überlasse es Ihnen, sich Gedanken zu machen, was noch aktuell ist respektive wo sich die Geschichte sogar wiederholt.


Wir haben uns gewöhnt…

dass uns die Medien bei Katastrophen ausführlich mit Informationen, Analysen und Interviews mit Überlebenden versorgen und die  Anzahl der Toten melden.

an Spendenaufrufe, denen wir Folge leisten, um unser Gewissen zu entlasten und hoffen, dass das Geld bei den Notleidenden ankommt. Was können wir Bürger denn sonst tun? Was die Politiker?

dass nur über die größten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer berichtet wird. All die täglichen Schicksale ertrinkender Menschen können die Medien und wir ja gar nicht verarbeiten!

dass sich die Medien jeder neuen Katastrophe sofort zuwenden. Das hilft uns und unseren Politikern, vergangene ungelöste Konflikte in der Ukraine, Krim, in Gaza, Somalia, Ägypten, Niger, Mali, Libyen zu verdrängen und zu vergessen.

dass in Fukushima der defekte Reaktor immer noch mit Meerwasser gekühlt werden muss und so täglich x-tausende Liter verstrahltes und verseuchtes Wasser ins Meer geleitet werden. Wen interessiert das heute noch?

dass ich als ohnmächtiger Bürger eines reichen Landes immer mehr frage, was der Sinn und Nutzen all dieser Berichterstattung für uns alle sein soll! Dass es uns gut geht?

dass im Moment das Schicksal der Bootsflüchtlinge in Ostasien die Medien mehr interessiert als das ungelöste Problem ertrinkender Menschen im Mittelmeer.

Nicht gewöhnt habe ich mich…

dass tägliche Straßenunfälle mit Toten und Verletzten zum normalen Alltag gehören.

dass die vielen Selbstmorde in unserem reichen Land als  Personenunfälle der Bahn gemeldet und von der Öffentlichkeit nicht hinterfragt werden.

dass uns der  Staat mit immer mehr Gesetzen und Reglementierungen bevormundet.

dass Betteln bei uns verboten ist und die Armut im Verborgenen lebt. Sie passt nicht zum heutigen Lebensstil der feinen Gesellschaft.

dass unsere Hygienesucht zu einem sinnlosen Verpackungswahn führt und im Endeffekt die Weltmeere mit gigantischen Plastikhalden verschmutzt werden.

dass diese schwimmenden giftigen Mülldeponien die Meeresfauna tötet und sich keine Regierung für diese Umweltschädigung in den den Meeren verantwortlich fühlt.

dass die Medien täglich über jede kleine oder größere Missetat aus fernsten Ländern berichten und ich mich frage, warum das so ist?

Könnte es sein, dass das Geld nicht will, dass wir Menschen denken?

Ratlosigkeit befällt mich, wenn ich an all diese Dinge denke, die seit Jahren in unserer verrückten Welt passieren.

Habt eine schöne Sommerzeit.  Ernst

Der Spruch zum Tage

Denken, man weiß es, braucht Zeit.
Zeit aber ist – heute jedenfalls – Geld.
Also braucht Denken Geld.
Doch will das Geld nicht,
dass gedacht wird.

Kurt Marti, reformierter Pfarrer und Schriftsteller

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